Reisetagebücher
Freiwilligenarbeit in Südamerika Teil 10
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 10 von Martina
Nun schreib ich meinen letzten Bericht und bin schon nicht mehr in Lambayeque und ich vermiss alles schon so richtig. Die letzte Woche waren wohl die stressigsten Tage von dem ganzen halben Jahr. Man sollte sich noch von jedem verabschieden, den Koffer packen, die letzten Schauplätze abklappern und noch ganz viel Mangos und Avocados essen. So gute gibt es ja nicht in Österreich.
Abgesehen von dem ganzen Stress feierten wir noch im Kindergarten Nido de Arena, eine Einschulungsfeier.
Seit diesem Jahr hat sich einiges verändert. Denn nun wird der Kindergarten vom Staat unterstützt und ist jetzt offiziell ein Collegio. Was die ganze Sache auch leichter macht und nun viel mehr Sachen für die Kinder da sind.
Für die Feier kauften wir von unserem Spendengeld von Familien und Freunden die Torte und Süssigkeiten für die Kleinen.
Wie bei jeder Feier in Peru wurde fest getanzt, viel Arroz con Leche getrunken und natüerlich durften die Spiele auch nicht fehlen. Danach trafen wir uns mit den Eltern um die jetztige Situation zu besprechen und schauen wie wir besser zusammen arbeiten können.
Am Freitag gings dann für die anderen zum letzten mal nach Chiclayo um zu tanzen. Ich musste leider zu Hause bleiben, da ich zum ersten Mal hier in Peru Probleme mit meinem Magen hatte. Aber vielleicht war das auch wegen dem Abfahrtsstress.
Am Samstag war ich aber dann schon wieder auf den Beinen. Was auch nötig war, denn es wurde Maries, Christophs und mein Abschluss gefeiert. Unsere Familie stand den ganzen Tag in der Küche und bereitete zwei ganze Enten vor, natürlich mit Reis. So sehr ich alles vermisse, bin ich doch froh, dass ich nicht mehr jeden Tag Reis essen muss.
Weiteres gab es noch Fruchtsalat, Kuchen und das Bier durfte natürlich nicht fehlen. Der Abend verlief wirklich toll wobei der Höhepunkt eindeutig die Hora Loca war, welche ich eindeutig in Österreich auch einführen werde.
Um fünf vielen wir dann müde ins Bett.
Am Dienstag war dann auch schon unser letzter Tag und unter vielen Tränen stiegen wir in den Bus ein und ab gings nach Lima an den Flughafen. Und noch immer kann ich nicht glauben wie schnell die ganze Zeit verging.
Obwohl der Anfang hart war und ich wirklich meine Zeit brauchte um mich in Lambayeque einzuleben, war Peru ein wirklich gutes Erlebnis und ich werde wieder kommen…
29.03.2011 Freiwilligendienst in Südamerika (Peru, Chiclayo) von Martina
Freiwilligendienst in Südamerika Teil 9
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 9 von Martina
Diese Woche reisten wir einmal quer durch Peru. In Chiclayo gings los. Anfangs hatten wir noch ein bisschen Angst, da in den Medien von Erdrutschen die Rede war. Doch da wir keine andere Gelegenheit hatten und wir unbedingt Cusco sehen wollten, fuhren wir doch. Von Chiclayo gings 14 Stunden im Bus nach Lima. Von dort wollten wir eigentlich gleich darauf nach Arequipa fahren, doch der nächste Anschluss war erst am Abend.
Zum Zeitvertreib gingen wir ins Kino, auf den Kunstwarenmarkt und suchten stundenlang doch mit Erfolg ein vegetarisches Restaurant. Völlig erschöpft, da wir bei allem unsere Reiserucksaecke mithatten, ging es dann nach Arequipa. Weitere 15 Stunden im Bus, doch da wir 1. Klasse fuhren, konnten wir schlafen und die Zeit ging rum wie im Flug.
In Arequipa angekommen, brachten wir unser Gepäck ins Hotel und fuhren sogleich in die Altstadt. Dort reihten sich dann Kunsthandwerkslaeden aneinander, in welchen wir zuerst einmal unsere Geldbeutel um einiges erleichterten. Danach schlenderten wir noch ein bisschen durchs Zentrum und schauten uns die weissen Vulkangesteingebäude an.
Am darauf folgenden Tag um zwei Uhr in der Früh fuhren wir mit einer organisierten Tour in den Canon de Colca, welcher der dritt grösste Canon der Welt ist. Auch schon die Inkas nutzen dieses Tal als Anbaufläche für Amarant und Kartoffeln. In den Dörfern am Anfang des Canon trafen wir immer wieder Frauen und Männer in peruanischen Trachten mit ihren Lamas. Ein Peru wie aus dem Bilderbuch.
Am späteren Nachmittag gingen wir dann noch zu einem Condoraussichtspunkt und wir hatten Glück und sahen sechs Condore. Am Abend vielen wir dann müde doch glücklich ins Bett und am Morgen ging es schon weiter nach Puno. Die Busfahrt von Arequipa nach Puno gehört zu einen der schönsten Busstrecken in Peru und sollte unbedingt bei Tag gefahren werden.
Wir sahen viele freilebende Lamas und schönste Berglandschaften. In Puno angekommen stellten wir unsere Rucksäcke im Busterminal ab und besuchten die Islas flotantes auf dem Titicacasee. Auf diesen aus Schilf gebauten Inseln lebt eine indigene Gruppe, welche von der Fischerei und dem Tourismus lebt.
Am Abend ging es dann schon wieder weiter mit dem Bus nach Cusco. Da mein Sitznachbar schnarchte, machte ich diese Nacht kein Auge zu und langsam hatten wir auch alle die Nase voll von den ganzen Busfahrten. Doch trotzdem kamen wir am Morgen in Cusco an und wurden von unserem Hostelvater abgeholt. Nach einem guten Fruehstück besichtigten wir Cusco. Doch da uns allen der Kopf von der Höhe brummten und wir noch vom Bus fahren müde waren, gingen wir schon um vier am Nachmittag ins Bett.
Am Sonntag war dann das Highlight unserer Reise, Machu Picchu. Um drei Uhr nachts ging es los und nach ewigen Bus und Zugfahrten standen wir dann endlich um neun Uhr morgens vor den Ruinen. Ich dachte nicht, dass dieser Anblick so beeindruckend ist. Doch die Ruinen verknüpft mit dem Nebelwald bringen echt jeden zum staunen. Und so waren es auch die 180 Dollar, welche wir füer diesen Tag zahlten, der Wert.
Das war auch schon der letzte Tag unserer Blitzreise durch Peru. Vo uns stand nur noch die ewige Busfahrt von Cusco nach Chiclayo und die war wirklich schlimm. Zuerst fuhren wir 20 Stunden nach Lima und von Lima nochmals 12 Stunden nach Chiclayo. Völlig übermüdet, fertig und mit geschwollenen Füssen kamen wir dann wieder in Lambayeque an.
Zurück in Lambayeque arbeiteten wir gleich weiter an unsrem Kindergartenprojekt. In der vorigen Woche hatten die Jungs alle Wände gestrichen und nun konnten wir darauf Tiere und Blume malen. Drei volle Tage waren wir dran doch das Ergebnis hat sich gelohnt. Am Montag war dann auch Einweihungsfest der neuen zweiten Aula und sogleich auch Wilkommensfest für die Kinder ins neue Schuljahr. Wie auf jeder Feier tanzten wir viel, assen viel Süssigkeiten und hatten viel Spass mit den Kindern.
Im anderen Kindergarten halfen wir auch noch ein bisschen mit streichen und kauften mit unseren Spenden von unserern Familien aus Deutschland und Österreich eine neuen Raumteiler. Sonst laut das Leben wie immer in Lambayeque, viel schlafen, ausgehen in Chiclayo, Kindergartenbesuche, Volleyballspiele, Strandtage…Gemütlich und schön….
15.03.2011 Freiwilligendienst in Südamerika – Peru (Chiclayo) von Martina
Freiwilligendienst in Südamerika Teil 8
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 8 von Martina
Dieses Wochenende fuhren wir nach Tucume. Um Sebastian zu besuchen, welcher jetzt dort Freiwilligenarbeit leistet und natürlich auch um die berühmten Tucume-Pyramiden zu besuchen. Um acht Uhr wollten wir eigentlich losfahren, doch natürlich kamen alle zu spät. Bis neun waren dann mehr oder weniger verschlafen alle da und los gings.
Die Landschaft um Lambayeque und Chiclayo herum ist wirklich sehr schön. Schöne Reisfaelder, Bauernhöfe und Mangobäume reihen sich aneinander. Angekommen in Tucume gings schon zu den Pyramiden, welche man wirklich gesehen haben sollte. Nur die Hitze war nicht so toll. Um die Mittagszeit nützten die ganzen Wasserflaschen, Sonnenheute und Sonnencremen nichts mehr. Wir gaben auf gingen alle gemeinsam in einem kleinen Dorflokal essen.
Danach gings wieder zurueck nach Lambayeque. Am darauf folgenden Montag hatten wir dann einiges zu tun. Zuerst gingen wir mit Jorge Verputzmaterialen für die Kindergärten einkaufen. Langsam wird der Kindergarten immer schöner, die Wände werden verputzt, angestrichen und der Boden gelegt. Danach gings weiter aufs Indianderfest, welches wir eigenhändig geplant hatten.
Mit jedem Kind bastelten wir einen Kopfschmuck und auch die Kriegsbemalung durfte nicht fehlen. Als alle fertig verkleidet waren als Indianer und Indianerinnen ging es dann los auf Schatzsuche. Nach einem langen Spaziergang durch die Dünen fanden wir dann den Schatz und alle waren begeistert von dem dem Tag und natürlich auch von den Süssigkeiten.
24.02.2011 Freiwilligendienst in Peru (Chiclayo) von Martina
Freiwilligendienst in Südamerika Teil 7
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 7 von Martina
Und schon wieder ist eine weitere Woche in Lambayeque nur so vorbeigerast. Nun kenn ich mich schon wirklich gut aus, die Häuser sind mir vertraut und in den Strassen trifft man immer öfters jemanden den man kennt.  Meistens sind es Schüler aus unseren Englischklassen, die dann voller Freude HELLO TEACHER rufen. Die Englischklassen laufen jetzt schon richtig gut und langsam können die Kinder auch schon so einiges. Das macht Marie und mich natuerlich sehr stolz, da der Anfang gar nicht mal so einfach war.
Auch unser Spanisch wird durch den Englischunterricht errheblich verbessert. Vier Stunden am Stück kleinen Kindern Englisch in Spanisch zu erklären ist gar nicht mal so einfach. Doch die Herausforderung macht wirklich Spass.
Am Abend waren wir dann immer ganz brav in unseren Capoeiraklassen. Diese Woche trafen wir uns auch zu einer Extrastunde am Strand. Durch den weichen Sand konnten wir hier nochmals richtig gut die ganzen turnerischen Elemente üben. Auch der Muskelkater wird von Mal zu Mal weniger.
Am Montag wurde hier in Peru auch Valentinstag gefeiert, welches viel wichtier ist als in Österreich. Hier ist es nicht nur ein Tag füer Verliebte sondern auch ein Tag für Freunde. So bekam man einige kleine Aufmerksamkeiten zugesteckt. Auch die ganzen Geschäfte waren voller Menschen, die den Valentinstag nützen wollten. Wir nutzten ihn um mal einkaufen zu gehen und da gerade Abverkauf von den Sommersachen ist, macht es gerade Spass ein bisschen zu bummeln und vor der Hitze in ein kaltes Einkauszentrum zu flüchten.
16.02.2011 Freiwilligendienst in Peru (Chiclayo) von Martina
Freiwilligendienst in Südamerika Teil 6
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 6 von Martina
Diese Woche fuhr ich drei Tage nach Lima, da eine Freundin von mir auf der Durchreise war. Lima ist nett, aber für mich zu gross, zu viel Autos, zu viel Lärm und leider war die Stadt die ganze Zeit von einem Nebelschleier umgeben. Doch die Stadtviertel Miraflores und Barranco sind schon sehenswert. Man kann gut tanzen gehen und essen oder auch einkaufen.
Zuerück in Lambayeque waren wir dann gleich auf die Goldene Hochzeit einer Tante eingeladen. Zuerst fand ein Kirchengottesdienst statt und dann gabs viel Essen und natürlich wie immer wurde viel getanzt. Die Stimmung war richtig toll und alle Gäste ob alt oder jung tanzten. Zu später Stunde fand dann noch die HORA LOCA statt. Es kamen viele Artisten, Clowns und verbreiteten nochmals mehr Stimmung. Allem in allem war es wirklich eine schoene Hochzeit.
Sonst ist wieder Alltag in Lambayeque eingekehrt, am Morgen sind wir immer am Englisch unterrichten und am Nachmittag flüchten wir vor der Hitze an den Strand. Durch die Hitze gibt es seit neustem auch eine Insekteninvasion und Kakerlaken sind überall. Seit neustem haben wir auch mit Capoeira angefangen. Eine Mischung aus Tanz und Kampfsport. Nach dem ersten Training hatten wir schon mal richtig Muskelkater. Mal schauen wie es heute wird!!!!
09.02.2011 Freiwilligendienst in Peru (Chiclayo) von Martina
Freiwilligendienst in Südamerika Teil 5
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 5 von Martina
Die letzte Woche unserer Reise verbrachten wir an der Küste Ecuadors, wo der erste Anhaltsort zwei kleine Fischerdörfchen namens Same und Sua waren. Diese zwei kleinen Fischerdörfchen besitzen beide sehr schöne und ruhige Badestände. Am Morgen kann man den kleinen Fischerbötchen zusehen wie sie den Fisch einbringen und am Abend baden sich die Kinder im Meer und suchen Muscheln.
Das einzige nicht so tolle war, dass die Hotels hier wirklich schlecht waren, billig aber dafür richtig unsauber. Allgemein ist die Küste Ecuadors verdreckter wie das Hochland. Doch die einsamen Strände und grünen, küstennahen Wälder machen das alles wieder wett. Der nächste und letzte Stop auf unsererm vier-wöchigen Tripp war dann Canoa.
Ein kleines Surferdörfchen. Schlabbriger Shorts, Surfbretter, Campingplaetze und Hostels prägen das Bild. Vergleichbar mit Mancora in Peru. Nachdem wir einige Tage versuchten surfen zu lernen, doch mehr baden gingen, viel in der Sonne lagen und uns alle noch einen schönen Sonnenbrand einholten, traten wir dann nach vier Wochen wieder den Rückweg an. Direkt fuhren wir dann mit dem Bus von Canoa nach Chiclayo. Unsere Reise war wirklich toll und wir haben viel gesehen, doch nun sind wir alle wieder froh, zürück in Lambayeque und Chiclayo zu sein.
Seit Silvester sind nun auch ganz viele Neue hier in Lambayeque und auch Markus und Michelle, welche letztes Jahr hier waren, kamen zu Besuch. Die zwei zeigten uns ihren Spendenblog, welchen sie letztes Jahr eigenhändig anfingen und wir nun weiterführen können. Neben dem, bieten wir auch Englischkurse für Kinder an damit sie auch in den Ferien ein Programm haben. Die erste Woche unterrichten ist schon vorbei und es macht riesig Spass.
Ein bisschen eine Herausforderung, da die Kleinen kein Wort Englisch können und unser Spanisch auch nicht gerade das Beste ist. Doch irgendwie klappt es und unsere Spanischkenntnisse verbessern sich dadurch noch mehr. Gestern feierten wir dann noch den Geburtstag von Sebastian und den Abschied von Markus und Michelle. Eine Feier in Peru macht viel Spass und ist immer mit viel Energie und Tanz verbunden. Nachdem wir zuerst einmal eine Portion Pisco Saur für jeden machten, wurde zuerst einmal ausgiebig Salsa getanzt.
Danach folgte das Essen, was natürlich nicht fehlen darf. Doch als Vegetarierin kann man das meistens vergessen. Es scheint, wie für jeden Kopf eine Tonne Fleisch gerechnet wird. Also nicht vergessen immer seinen eigenen Salat mitbringen! Doch die Feier war richtig toll und um vier Uhr morgens wackelten Marie und ich langsam heim.
29.01.2011 Freiwilligendienst in Peru (Chiclayo) von Martina
Freiwilligendienst in Südamerika Teil 4
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 4 von Martina
Die zweite Woche unserer Reise ist nun auch schon vorbei. In dieser Woche fuhren wir von Quito (Ecuador) nach Cali (Kolumbien), wo ich mich gerade befinde. Mit einem mulmigen Gefühl überquerten wir vor fünf Tagen die Grenze. In unseren Köpfen pochten immer wieder die Worte Bürgerkrieg, Drogenmafia und Entführung.Doch bis jetzt kommt uns allen Kolumbien gleich ungefährlich wie Ecuador und Peru vor. Allgemein habe ich bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht. Die Kolumbianer sind wirklich nett und hilfsbereit. Überall befinden sich auch Sicherheitsbeamte, welche dir gerne und gut Auskunft geben können.
Die erste Stadt, welche wir in Kolumbien besuchten, war Pasto. Zu unserem Glück war da gerade die Fiesta de Negros y Blancos. Ein viertägiges Fest, bei welchem sich die Leute mit Mehl, Schaum und Farbe bewerfen. Der Ursprung liegt in der Sklavenarbeit. Früher konnten die Sklaven (Negros) einmal im Jahr mit ihren Meistern (Blancos) die Plätze tauschen. Daher auch das Mehl und die schwarze Farbe. Diese zwei Tage war ein einziger Spass und natürlich wurde auch viel getanzt neben der ganzen Schaumschlacht.
Danach reisten wir weiter nach Cali. Wieder neun Stunden im Bus. Diesmal fuhren wir bei Tag, da manche Nachtbusstrecken in Kolumbien zu gefährlich sind. Die Landschaft war richtig toll. Wir fuhren durch eine schöne, grüne Berglandschaft. Das Holpern war weniger toll und auch der Busfahrer fuhr nicht gerade sachte und überholte gerne Trucks. Aber todmüde kamen wir sicher in Cali an.
Cali ist die Stadt, in welcher der Salsa geboren wurde und dieses strahlt sie auch aus. Überall sind Bars, Salsaclubs oder Konzerthallen. Nun wird es wirklich Zeit, dass ich auch Salsa zu tanzen lerne. Also muss für Südamerika, man sollte sich nicht scheuen sein Tanzbein zu schwingen!!!!
07.01.2011 Freiwilligendienst in Chiclayo (Peru) von Martina
Freiwilligenarbeit in Südamerika Teil 3
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 3 von Martina
Ich sitze gerade in meinem Hotelzimmer in Quito mit Marie, Saida und Christian. Wir sind alle total fertig und müde, doch Reisen macht auch richtig Spass. Es ist toll die Nachbarländer Perus kennen zu lernen.
Zum einen ist Ecuador viel amerikanischer und moderner. Man zahlt mit Dollar, meistens fahren die Leute mit modernen Pick ups und auch die Auswahl im Supermarkt ist viel größer. Doch auf der anderen Seite vermischt sich das Moderne auch mit dem Traditionellen. Immer wieder sieht man Frauen in der ecuadorianischen Tracht, die ihre Ware auf dem Markt feil bieten. Doch nun zur genaueren Beschreibung unserer bisherigen Reise.
Am 26. Dezember nahmen wir den Nachtbus von Chiclayo nach Tumbes an die Grenze und von dort aus ging es weiter nach Cuenca. Mit einem ecuadorianischen Klapperbus ging es durch einen Mischmasch von Dschungel und Bergen..
Da es auch noch regnete verwandelte sich die Strasse in ein einziges Schlammmeer und danebben ging es steil in einen Abhang hinunter. Während ich Angstzustände durchlitt, schlummerten Christian und Saida vor sich hin. Doch die Fahrt war es Wert. Völlig erschöpft kamen wir in Cuenca an. Eine Stadt die nur so strahlt vor lauter kleinen weissen Häusschen und Kirchen. Am nächsten Tag gingen wir dann im Nationalpark Cajas wandern und nach zwei Tagen ging es dann weiter mit dem Bus nach Banos.
Bisher der schönste Stop auf unserer Reise. Ein kleines Städtchen das neben einem aktiven Vulkan und Thermalbädern auch Dschungeltouren zu bieten hat. Welches wir auch sogleich ausprobierten. Mit Regenmantel und Gummistiefeln stapften wir los in den Regenwald. Wir schwammen in Urwaldtümpeln und schwangen uns mit Himmelswurzeln durch die Luft. Glücklich, müde und dreckig fielen wir an diesem Abend ins Bett. Der nächste Stopp ist nun Quito.
Gutes NEUES JAHR!
03.01.2011 Â Freiwilligenarbeit in Chiclayo von Martina
Freiwilligenarbeit in Südamerika Teil 2
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 2
Am 24. Dezember wurden die Truthähne geschlachtet, der Baum wurde geschmückt und die Geschenke darunter gestellt. Bis zum Abend dann, trudelte die ganze Verwandschaft ein. Um 12 Uhr in der Nacht ging die Feier dann los. Das erste und wichtigste waren die drei Jesuskinder, welche in die Krippe gelegt wurden. Doch bevor, mussten sie noch von jedem einzelnen berührt werden.
Danach wurden die Geschenke verteilt. Eine Woche zuvor hatten wir bei einem gemeinsamen Frühstück noch ausgelost, wer wem etwas schenken soll. Ich hatte zum Glück meinen kleines Gastbruderbaby gezogen und da war es dann nicht so schwer mit der Geschenkauswahl.
Nach der Bescherung folgte dann das Essen. Wie für ein peruanisches Weihnachtsfest typisch gab es Truthahn mit Panetone und dazu trinkt man Heisse Schokolade. Für mich gab es zum Glück anstatt des Truthahnes einen Teller voll Gemüse, Marie hatte da schon mehr Pech mit dem selber geschlachteten Truthahn.
Und wie auf allen peruanischen Festen, darf der Salsa nicht fehlen. So tanzten wir dann bis um vier um dann müde ins Bett zu fallen. Am 25.Dezember ging die Feier dann weiter und ganz viele Freunde und Verwandte kamen auf Besuch.
Nach den schönen aber stressigen Weihnachtsfeier bin ich jetzt aber froh, dass wir heute unsere Reise nach Ecuador starten. Wir packen gerade unsere Rucksäcke und nach einem kleinen Kakerlaken Angriff in meinem Zimmer mit anschließender Hysterie ist alles wieder okay in Peru. FROHE WEIHNACHTEN!
02.12.2010 Freiwilligenarbeit in Chiclayo von Martina
Freiwilligenarbeit in Südamerika – Teil 1
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 1 von Martina
Nun bin ich schon seit einer Woche in Chiclayo und diese ersten Tage waren geprägt von Jetleg, Müdigkeit, Heimweh und Unverständnis. Doch aber auch von schönstem Wetter, netten Menschen und einer neuen und ganz anderen, interessanten Kultur.
Die Uhren ticken hier anders als in Europa und ich muss noch lernen alles gelassener und langsamer anzugehen. Seit Montag hat nun auch der Sprachkurs begonnen. Spanisch!!!
Ich verstehe mal gar nichts und muss mich wirklich noch mit Hand, Fuss und Pantomime verständigen. Doch mir scheint, als ob ich jeden Tag mehr verstehe und langsam kann ich auch erraten was meine Gastfamilie so von mir will oder mich fragt.
Wenn ich nicht gerade meine Nase in Spanischbücher stecke, lege ich mich auf unsere Dachterrasse und schau mir Lambayeque von oben an.
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 2 von Martina
Meine zweite Woche in Peru neigt sich schon dem Ende zu und so langsam lebe ich mich hier ein. Doch an Weihnachtsbäume bei schönstem Wetter werde ich mich wohl nie gewöhnen können. Auch die ganzen Weihnachtslieder, welche im Radio auf und ab gespielt werden, finde ich immer wieder aufs neue lustig.
Den ersten Adventssonntag feierten wir auch somit in Pimentel am Strand. Nach einer intensiven Sprachschulwoche, machten wir uns ein gemütliches Wochenende. Zuerst gingen wir auf den Markt, um uns mit verschiedensten exotischen Obstsorten einzudecken. Die Mangos schmecken hier am besten und für umgerechnet 50 Cent bekommst du schon ein ganzes Kilo.
Danach nahmen wir einen Kombi nach Chiclayo und von dort aus ging es weiter an den Strand. Pimentel ist ein schöner Strandort mit tollen, bunten Ferienhäusern und den dazugehörenden Palmen.
Da das Wasser noch ziemlich kalt war und ein kühler Wind wehte, hatten wir den Strand für uns alleine. Einige von uns wagten sich dann auch ins Wasser, doch mir wars zu kalt. Nachdem die Sonne untergegangen war, gings dann wieder zurück nach Lambayeque.
Martina



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