Kulturtipps Südamerika
Herrschaftliche Graeber
Die Pyramiden von Tucume und das Grab von „El senor de Sipan“ in Lambayeque
Dank einer Beschlagnahmung goldener und silberner Grabbeigaben durch die peruanische Polizei, entschloss sich eine Gruppe von Archäologen, an dem gleichen Platz an dem die Grabbeigaben gefunden wurden, weiter zu suchen ohne zu wissen, was später dort entdeckt werden würde. In den Pyramiden von Tucume fanden die Archäologen eindruckvolle und faszinierende Gegenstände und das Grab von „ El Senior de Sipan“.Der Herrscher wurde zusammen mit dutzenden Soldaten und Dienern, kostbaren Grabbeigaben und sogar Tieren beerdigt. Aufgrund dieser Entdeckung in den Pyramiden von Tucume wissen wir heute, welche eindrucksvolle Kultur sich dort entwickelt hat: Die Mochikas.
Die Mochica Kultur wurde bekannt aufgrund ihrer technologischen Errungenschaften, ihrer militärischen Erfolge und ihres fanatischen Glaubens. Sie benutzten komplizierte Bewässerungssysteme und waren dadurch in der Lage eine effektive Landwirtschaft zu betreiben.Die Mochicas stellten in Peru sehr aufwändige Arbeiten her und ihre handwerklichen Fähigkeiten waren dabei enorm.Gegenstände und Schmuck aus Gold und Kupfer waren so filigran, dass sie in Europa erst viele Jahrhunderte später hergestellt werden konnten. Der Tot bedeutete für die Mochica kein Ende sondern war ein Teil des Lebens, weshalb man bei dem Toten auch Vorräte, Lebensmittel, Schmuck und anderen persönliche Sachen der Verstorbenen fand. Die Mochicas gaben ihren Toten, ähnlich wie die Ägypter alle wichtigen Dinge mit ins Grab. Die Entdeckung des Grabes des „ Senior de Sipan“ ist eine der wichtigsten Entdeckungen in der peruanischen Geschichte.
Der Herrscher stand an der Spitze der gesellschaftlichen und politischen Struktur der Mochicas und begleitete jede heilige Zeremonie, die durch Rituale der Opferung geprägt waren. Heute vermuten Archäologen, dass bei diesen Ritualen Feinde gefoltert und getötet wurden.In den Pyramiden fand man ganze Räume angefüllt mit sorgfältig sortierten und abgeschnittenen Gliedmassen, beispielsweise ausschließlich nur Köpfe in einem Raum oder abgeschnittenen Beinen in einer anderen Öffnung. Als der Herrscher von Sipan starb, war er anscheinend erst 40 Jahre alt. Die Archäologen in Peru vermuten, dass er an einer Arthritis gestorben ist. Außer dieser Krankheit ging es ihm körperlich gut, vor allem da er von seiner Sklaven und Dienern umsorgt wurde. Durch die stattlichen und eindrucksvollen Opferbeigaben und die Mumien im Grab, wurde der Senior de Sipan und damit auch die Mochica Kultur weit über Lambayeque und Peru hinaus bekannt. Heute sind die Gebeine des „Senior de Sipan“ in einem beeindruckenden Museum in Lambayeque, einer kleinen Stadt neben Chiclayo, zu besichtigen. Neben dem Brüning Museum gehört es zu den wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten in Lambayeque.
Posted by A. Celis Chiclayo, Peru


Letzt Kommentare