Reisetipps Peru
Canyon de Colca
Der zweittiefste Canyon der Welt „Canyon de Colca“ liegt in den südlichen Anden Perus, er ist bis zu 3400 m tief, das ist fast doppelt so tief, wie der beruehmte „Grand Canyon“ (1829 m). Der „Canyon de Colca“ lockt mit seiner beeindruckenden Landschaft jedes Jahr eine Vielzahl an begeisterten Wanderern an. Im Canyon de Colca lebt der größte Raubvögel der Welt:der Andencondor. Diesen faszinierenden Vogel kann man jeden Morgen am „Cruz del Condor“ bestaunen, da sich die Condore hier von der Thermik hoch in die Lüfte tragen lassen.
Wer ins Tal absteigen möchte, findet nach fünf Stunden Fußmarsch die „Llahuar Lodge“. Dort gibt es zwar nur begrenzt Strom, dafür sprudeln direkt neben dem rauschenden Rio Colca heiße Quellen hervor. Der 40 Grad heiße Pool, die freundlichen Betreiber und die einfachen aber sehr gemütlichen Bambushäuschen, lassen müde Wandererbeine schnell wieder fit werden.
Wetter:
Der Canyon de Colca ist vor allem im peruanischen Winter (Juni- September) wunderschön zu erkunden. Dann wird es tagsüber richtig warm mit Temperaturen von bis zu 28 Grad Celsius. Die Sonne scheint auch im Canyon de Colca von Mai bis Oktober fast immer. Nur nachts wird es trotz der Hitze am Tag sehr kalt. Die Temperaturanzeige kann dann teilweise um den Gefrierùnkt liegen. Für nachts also warme Kleidung einpacken! Vor allem in den höheren Lagen des Colca Canyon wird es nachts sehr kühl, 1000 Meter tiefer im Tal fällt die Temperatur nicht ganz so stark, aber auch hier kann warme Kleidung nicht schaden.
Anreise:
Von Puno oder Arequipa fährt man sechs bis sieben Stunden bis man den Canyon de Colca erreicht hat. In Arequipa kauft man am einfachsten am Terminal Terrestre an einem der zahlreichen Ticketschalter( ganz am hinteren Ende der Halle auf der linken Seite) ein Busticket nach Cabanaconde. Dies kostet ca. 16 Soles. Von Cabanaconde fuehren dann verschiedene Möglichkeiten hinab in das Tal des Rio Colca. Oder man fährt nur ca. vier bis fünf Stunden bis Chivay – ein weiteres Dorf im Canyon de Colca- und besucht von hier aus den „Cruz del Condor“. In Puno fährt man am sichersten mit dem Busunternehmen „4M“. Dieses bringt einen für 35$ nach Chivay. Wer nach Cabanaconde möchte, kann in Chivay am Busbahnhof ein Ticket nach Cabanaconde kaufen und mit den örtlichen Bussen noch ca. ein bis zwei Stunden weiter bis Cabanaconde fahren.
Aktuelle Reisehinweise für Peru
In Peru kommt es wie in ganz Südamerika immer wieder zu lokalen Unruhen, Streiks oder Demonstrationen sowie bedingt durch Erdrutsche bzw. Erdbeben zu Straßensperren. Vor einer Südamerikareise raten wir daher dringend dazu, aktuelle Reisehinweise, beispielsweise auf den Seiten des Auswärtigen Amtes einzuholen. Alle hier aufgeführten Reisehinweise erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität. Vor einer Südamerikareise sollten Sie sich unbedingt ärztlich untersuchen und über eventuell nötige Schutzimpfungen beraten lassen. Auskunft über gefährdete Gebiete, beispielsweise für Gelbfieber finden Sie unter anderem auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation (http://www.who.int/en/). Für ein Auslandspraktikum beispielsweise im Krankenhaus, aber auch für eine gewöhnliche Reise durch Südamerika sind bestimmte weitere Schutzimpfungen unbedingt zu empfehlen.
Derzeit ist von Schiffsreisen über Pucallpa und Yurimagas nach Iquitos abzuraten. Besondere Vorsicht ist weiterhin bei Taxifahrten vor allem in größeren Touristenstädten wie Lima oder Cusco angebracht. In der Gegend um die Küstenstadt Ica kam es in letzter Zeit öfters zu Überfällen auf Touristenbusse, grundsätzlich raten wir immer dazu mit sicheren Buslinien zu reisen. Es lohnt sich in Peru keinesfalls am Busticket zu sparen, da die für europäische Verhältnisse nur leicht teureren Busgesellschaften wesentlich mehr an Sicherheit, komfortablere und technisch einwandfreiere Fahrzeuge und qualifiziertes Personal bieten.
Besorgen Sie sich vor Abreise eine Liste deutschsprachige Ärzte über die Botschaft in Lima oder fragen Sie Ihren Betreuer bei Academical Travels nach einer solchen Aufstellung. Für Reisende im Allgemeinen ist ein ausreichender Auslandskrankenversicherungsschutz absolute Pflicht, bitte überprüfen Sie die Versicherungsbedingungen sorgfältig und achten Sie darauf, dass auch wirklich alle möglichen Erkrankungen, ein Reiserücktransport, sämtliche Behandlungen und eine 24-stündige Notfallnummer inbegriffen sind.
Für Teilnehmer an einem Auslandspraktikum oder Freiwilligendienst können weitere Versicherungen (Auslandsunfallversicherung, Auslandshaftpflichtversicherung) nötig sein.
Absolute Vorsicht vor Drogen und Rauschmitteln
Der Besitz oder der Handel mit Drogen aller Art wird in Südamerika und hier auch in Peru mit drakonischen Haftstrafen geandet. Vermeiden Sie daher unbedingt jedweden Kontakt zu Rauschmitteln und achten Sie jederzeit auf aufdringliche Personen und ihr Gepäck. Es kommt immer wieder vor, dass Kriminelle versuchen ahnungslosen Touristen Drogen in das Gepäck zu schmuggeln, um dieses damit über die Grenze zu bringen. Lassen Sie Ihr Gepäck daher niemals aus den Augen und gehen Sie nicht auf Angebote von Fremden ein, auf Ihre Sachen aufzupassen.
Kontaktnummern bei verlorengegangenen oder gestohlenen Karten
Verlorengegangene oder gestohlene Kredit-bzw.EC-Cash-Karten müssen sofort gesperrt werden. Führen Sie deshalb immer die dafür benötigten Nummern mit sich oder speichern Sie diese in Ihrem E-Mail Account. Informationen und Telefonnummern zum Sperren gibt es auch im Internet, beispielsweise unter www.mastercard.com oder bei www.visa.de.
In Deutschland gibt eine zentrale Sperrnummer für fast alle Karten, die rund um die Uhr unter 00491805021021 zu erreichen ist(minimale Kosten, die Abwicklung erfolgt per Sprachcomputer und Sie benötigen Ihre Kartennummer und Bankleitzahl. Eine weitere Sperrnummer steht unter 0049116116 bereit.
Auf der Internetseite www.kartensicherheit.de kann man einen „SOS-Pass“ mit allen wichtigen Tipps zur Prävention und zur Kartensperrung herunterladen. Ansonsten erreichen Sie Kreditkartengesellschaften in Lima unter folgender Adresse:
American Express: c/o Travex, Miraflores, Av. Santa Cruz 621, info@amexpress.com.pe, www.americanexpress.com. Mo-Fr 9-18 Uhr,Sa 9-13 Uhr. Ersetzen verlorene oder gestohlene Reiseschecks von Amexco (Vorlage einer Polizeiprotokolls obligatorisch!). Notfallrufnummer (Über die USA): 001-5253262660, für Reiseschecks 001-800 860 2908.
Eurocard/Mastercard: Miguel Seminario 320, San Isidro (6 Stock), Tel.422-3335/4275600 und Tel. 441-1891, Diebstahlsanzeige Tel. 442-6572.Mo-Fr 9-17 Uhr, Sa 9-12 Uhr (nur zur Anzeige des Diebstahls). Oder: Banco Wiese, Cusco 245, Tel. 428-3400 und Av.Benavides 176, Lima-Miraflores,Tel.445-2290. Notfallnummer (001)800 428 1858 (Peru) 0014-105813836 Nach D: 006979332525.
Tomas Cook: Comandante Espinar 331, Lima- Miraflores, Tel. 241-5567, Fax 241-7431, Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr. Für Reiseschecks gibt es in Lima allerdings keinen Ersatz. Notfallnummer 0044-1733318950.
Geldtransfer nach Peru
Wer sich Geld schicken lassen möchte, kann dies immer noch (einigermaßen) preiswert über die deutsche Post durch eine Auslandsüberweisung oder über den Express-Geld-Transfer des Club Südamerika International (CSI), Friedensstraße 2 in 60311 Frankfurt, Tel. 069-920009901 (www.suedamerika-csi.de) durchführen. Beim Geldtransfer über den CSI wird in Peru über eine Wechselstube innerhalb von 72 Stunden das Geld in US-Dollar oder in Nuevo Soles ausbezahlt. Teurer wird es auf jeden Fall mit einem internationalen Geldtransferunternehmen wie mit Western Union. Dafür gibt es an jeder Ecke autorisierte Shops, in denen man nach wenigen Sekunden Geld abheben kann.
Wichtig:
Bitte immer unbedingt auf die korrekte Auszahlung in der jeweiligen Währung achten. Teilweise wird angeblich nur in US-Dollar ausbezahlt, obwohl der Überweisende in Deutschland angeben hat, dass der Betrag in Nuevo Soles ausbezahlt werden soll.
Vorwahlverzeichnis für Festnetzanschlüsse in Peru
Abancay 083
Aguas Verdes 072
Andahuaylas 083
Arequipa 054
Ayacucho 066
Barranca 01
Cajamarca 076
Calca 084
Canete 01
Casma 043
Cerro de Pasco 063
Cusco 084
Chepen 044
Chiclayo 074
Chimbote 043
Chincha 056
Guadalupe 044
Huacho 01
Huancavelica 067
Huancayo 064
Huanuco 064
Huaraz 043
Ica 056
Ilo 056
Iquitos 065
Izuchaca 084
Jaen 076
Jauja 064
Juliaca 051
La Oroya 064
Lambayeque 074
Lima 01
Machupichu 084
Mollendo 054
Moquegua 053
Moyobamba 042
Ollanta 084
Oxapampa 063
Pacasmayo 044
Paita 073
Huaraz 043
Paramonga 01
Pisaq 084
Pisco 056
Piura 073
Pucallpa 061
Puerto Maldonado 082
Puno 051
Punta Negra 01
Sullana 073
Tacna 052
Talara 073
Tarapoto 042
Tarma 064
Tingo Maria 062
Trujillo 044
Tumbes 072
Urubamba 084
Yurimaguas 065
Zarumilla 072
Nasca 056
Notruf für Touristen
Im Notfall kann man sich an das peruanische Beschwerdebüro für Touristen wenden, an das INDECOPI (Instituto de Defensa de la libre Competencia y la proteccion a la propiedad intelectual). Die Hotline: Tel/Fax (01) 224-7888 oder 2248600 (tour@indecopi.gob.pe), sowie die landesweite Servicenummer 0-800-4-2579 (gebührenfrei, aber funktioniert leider nicht von öffentlichen Telefonzellen). Von INDECOPI werden kreditkartengroße rote Servicekarten mit den jeweiligen Hotline-Nummern in Lima, Cusco, Trujillo und Arequipa ausgegeben. Die Hotline rund um die Uhr besetzt und der Operator spricht außer Spanisch auch Englisch.
Bergrettung
In Peru gibt es momentan keine organisierte Bergrettung wie in Europa, zu mal Hubschrauberflüge in Höhen von über 4000 Metern nicht gerade einfach sind. Wenn Sie sich während dem Praktikum in Peru für eine Tour durch die Anden entscheiden, sollten Sie sich vorher genauestens über die jeweiligen Region und die geplante Tour informieren. In Huaraz und Cusco gibt es aber ein Büro der Bergpolizei (USAM), die über eine hervorragende Rettungsausrüstung verfügt. Luftrettung, Krankentransporte per Flugzeug und Hubschrauber werden von der Firma. UNISTAR Network durchgeführt, John Woodman ist in Peru unter folgender Handynummer erreichbar: 0051-1-96321049.
Feiertage in Peru
1 Januar- Anio Nuevo (Nues Jahr)
Februar- März: Carnaval (karneval)
März/April-karfreitag und Ostern
1 Mai- Dia de los trabajadores (Tag der Arbeit)
Mai/Juni- Fronleichnam
14.Juni- Dia de los Campesinos(Bauerntag), nur halbe Tag.
29.Juni- Fiesta Pedro y Pablo (Peter und Paul)
28/29 Juli-Dia de Independencia (Unabhängigkeitstag)
15.August- Virgen de la Asunsion (Maria Himmelfahrt)
30.August-Santa Rosa de Lima (Fest zu Ehren der Heiligen Rosa von Lima)
8 Oktober- Dia de la dignidad Nacional (Tag der nationalen Würde)
1. November-Dia de todos los Santos (Allerheiligen)
8 Dezember- Maria Empfängnis
25 Dezember- Navidad (Weihnachten)
31.Dezember- Noche de San Silvestre(Silvester)
Gleitschirmfliegen
In Peru gibt es eigens für Gleitschirmflieger die Asociacion Peruano de Vuelo Libre (APUL). Man benötigt für das Gleitschirmfliegen keine Lizenz, sollten aber unbedingt nur mit einem erfahrenen Piloten fliegen, da die Thermik sehr anspruchsvoll ist. Es gibt leider viele Umfälle, und vor einheimischen Piloten ist Vorsicht angeraten. Gleitschirmflüge werden von Inkawasitravel sowie enjoyperu.com angeboten und in Lima-Miraflores gibt es ein Flugschule (Jorge Chavez 660). Infos über alle Kurse und mögliche Fluggebiete auf perufly.com.
Das peruanische Kulturinstitut INC
Das nationale Kulturinstitut INC schützt die archäologischen und kulturellen Güter Perus und überwacht die Ausfuhr. Vergewissern Sie sich beim Kauf von prähispanischen oder präkolombianischen Gegenständen oder auch kolonialer Kunst unbedingt, dass die Stücke vom INC zertifiziert wurden (ein solches Zertifikat kann auch noch auf dem Flughafen in Lima beim INC-Büro erworben werden). Das INC Institut ist außerdem für die Genehmigungen für den Inkatrail, für Tourführer- und Touranbieter-Lizensen in den Nationalparks und in den verschiedenen nationalen Museen zuständig. Adresse: :INC, Museo de la Nacion , Av.Javier Prado Este 2645, San Borja in Lima, Tel. 4769900, inc@inictel.gob.pe, procultura@inc.gob.pe. www.inc.perucultural.org.pe und www.inc.gob.pe.
Naturschutz
Sämtliche wilden Tiere und Pflanzen sind in Peru gesetzlich geschützt. Ohne Erlaubnis des Instituto Nacional de Recursos Naturales (IRENA) dürfen keine Tiere oder Pflanzen gekauft oder ausgeführt werden.
Alle Stellenangebote für Auslandspraktika in Peru und Südamerika.
Wir bieten unseren Teilnehmern verschiedene feste Praktikumsplätze und Stellen für Volontariate bzw. Freiwilligendienste in Chiclayo, Lima und Cusco. Zu den fast ständig verfügbaren Praktikumsstellen in Peru gehören Praktika und Stellen für Freiwillige im sozialen Bereich, Stellen im landwirtschaftlichen Bereich (beispielsweise Angebote für ein landwirtschaftliches Praktikum in Chiclayo), Praktikumsplätze für Mediziner, Wirtschaftswissenschaftler und Kaufleute, Ingenieure und Informatiker. Wir arbeiten in Peru mit verschiedenen staatlichen Institutionen und NGOs zusammen und können Ihnen dadurch sehr schnell und unkompliziert ein Praktikum bei einer Hilfsorganisation oder einer karikativen Einrichtung vermitteln. Neben unserem Standardangebot an Praktika in Peru, können Sie sich bei uns auch jederzeit für ein individuelles Praktikum außerhalb unseres festen Programmes anmelden und bewerben.
Wir möchten unsere Teilnehmer mit allen wichtigen Reisetipps über Südamerika und Peru versorgen und sie damit bestmöglich auf ihr Auslandsjahr oder ihren Auslandsaufenthalt vorbereiten. Wenn Sie sich für ein Praktikum in Peru entscheiden, sollten Sie folgende Dinge unbedingt beachten:
1. Denken Sie rechtzeitig vor Ihrer Abreise an die erforderlichen Impfungen und Gesundheitschecks. Sie bekommen von uns gerne eine Liste mit allen eventuell nötigen Vorsorgemaßnahmen und Schutzimpfungen für eine Perureise. Diese kann aber nicht die gründliche Untersuchung und Beratung durch ihren Hausarzt oder einen qualifizierten Tropenmediziner ersetzen. Da einige Impfungen Mindestabstände zu anderen Medikamenten oder mehrmalige Injektionen erfordern, sollten Sie sich so früh wie möglich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Bitte denken Sie auch daran, sich eine Liste mit deutschsprachigen Ärzten und Krankenhäusern in Peru aushändigen zu lassen. Unsere Betreuer/innen schicken Ihnen gerne eine solche Liste, falls Sie noch keine besitzen.
2. Für ein Praktikum in Peru bzw. einen Freiwilligendienst ist meistens ein entsprechendes Visum erforderlich. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig über ein benötigtes Visum. Unsere Betreuer/innen beraten Sie natürlich gerne zum Thema Visum für Peru.
3. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig über die aktuelle Reisesicherheit für Südamerika und Peru. Wir informieren unsere Teilnehmer natürlich so gut wie möglich, weisen aber ebenfalls immer darauf hin, dass diese selber in der Verantwortung stehen, sich über alle relevanten Themen in Kenntnis zu setzen. Wichtige Informationsquellen zur aktuellen Reisesicherheit bieten beispielsweise die Internetseiten des Auswärtigen Amtes oder diejenigen der peruanischen oder der deutschen Botschaft für Peru.
4. Achten Sie unbedingt darauf, rechtzeitig vor Ihrer Abreise nach Peru alle nötigen Versicherungen abgeschlossen zu haben. Wichtig ist vor allem eine ausreichende Auslands-Krankenversicherung mit eingeschlossenem Rücktransport, eventuell nötigen Operationen oder beispielsweise Röntgendiagnostik (diese Leistungen sind nicht immer bei allen Versicherern mit abgedeckt, bitte achten Sie auf das Kleingedruckte!).
Für alle Teilnehmer an einem Auslandspraktikum, einem Freiwilligendienst oder einem Auslandsstudium in Peru bieten wir ausführliches Informationsmaterial zu den verschiedensten Themen an. Bitte fragen Sie Ihren Ansprechpartner bei Academical Travels nach solchen Infomaterialien, falls Sie diese nicht automatisch bekommen haben.
Unser Infopaket für alle Teilnehmer/innen an unseren Praktikumsplätzen und Freiwilligendiensten in Peru, beinhaltet alle wichtigen Informationen über Land und Leute, über kulturelle Besonderheiten sowie besondere gesetzliche Vorschriften oder Regelungen in Peru. Wir haben diese Aufstellung nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, möchten aber unbedingt darauf hinweisen, dass dieses Informationspaket keine abschließende Aufzählung darstellt und die eigene Vorbereitung bzw. die eigene Beschäftigung mit der Thematik nicht ersetzen kann. Wer sich für ein Praktikum in Peru interessiert interessiert, sollte sich also vorher eingehend beraten lassen.
Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass sich beispielsweise gesetzliche Regelungen zur Visumserteilung in Peru oder Impfvorschriften jederzeit ändern können und der Teilnehmer letztendlich selber für die Einhaltung dieser Vorschriften und medizinische Vorsorge verantwortlich ist. Mit unserer Aufzählung möglicher Risiken auf einer Reise durch Peru, möchten wir unsere Teilnehmer für dieses Thema sensibilisieren und mögliche Gefahren aufzeigen. Obwohl sich die Situation in Peru in den letzten Jahren enorm gebessert hat, Peru mit Sicherheit nicht zu den gefährlichsten Ländern Südamerikas zählt und jährlich tausende Touristen (auch alleine) durch das Land reisen, ohne irgendwelche Vorkommnisse, halten wir dies auf jeden Fall für sinnvoll. Trotz der positiven Entwicklung kommt es in Peru und anderen südamerikanischen Ländern immer wieder dazu, dass ausländische Touristen Opfer von kriminellen Handlungen werden oder durch fehlende Vorsorge ernsthaft erkranken. Stellt man sich aber auf diese möglichen Gefahren ein, ist Peru nicht gefährlicher als andere Länder.
Reisesicherheit in Peru
Peru lag in den letzten Jahren immer im südamerikanischen Durchschnitt, was die Kriminalitätsstatistik und die Reisesicherheit anbelangt, wobei sich in Punkto Sicherheit einiges verbessert hat. Dies liegt zum einen am wirtschaftlichen Wachstum in vielen Bereichen und zum anderen, an den Bemühungen der peruanischen Regierung. In vielen Städten hat sich die Polizeipräsenz deutlich erhöht und es wird vermehrt auf die Sicherheit von Touristen geachtet (Beispiel Touristenpolizei). Trotzdem ist Peru immer noch ein armes Land, in dem viele Menschen unter der Armutsgrenze leben und man sollte bedenken, dass Europäer für viele Peruaner bzw. Südamerikaner unglaublich reiche Menschen sind, die es sich leisten können, für ein Flugticket mehr auszugeben, als manch ein Arbeiter im ganzen Jahr verdient. Auf Reisen durch Südamerika sollte man daher besonders darauf achten, diesen Reichtum nicht auch noch zur Schau zu stellen und Taschendiebstahl oder Überfälle direkt zu provozieren. Das (offene) Tragen von teurem (oder teurer aussehendem) Schmuck, offensichtlichen Markenklamotten oder dem neuesten MP3 Player ist daher eher fehl am Platz.
Taschendiebstahl in Südamerika
Taschendiebstahl ist in Südamerika, wie in vielen armen Ländern, durchaus verbreitet und man sollte unbedingt Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Es empfiehlt sich, keine großen Bargeldmengen mit sich herumzutragen, Kredit-bzw. EC-Cash Karten oder Reisechecks nur wenn nötig mit sich zu führen und wenn möglich, diese aufzuteilen und nicht alles in einer Tasche zu transportieren. Am besten eignen sich verschließbare Hosentaschen oder „geheime“ Fächer im Gürtel, der Brusttasche oder in der Innenseite der Jacke. Der Aufbewahrungsort sollte auf jeden Fall eng am Körper getragen werden, damit man einen Zugriff rechtzeitig bemerkt. Auf keinen Fall Wertsachen in einem Rucksack transportieren, der von Hinten geöffnet werden kann oder eine Handtasche benutzen! Brusttaschen sollten so getragen werden, dass sie von außen nicht bemerkt werden. Beim Bezahlen niemals ein geöffnetes Portemonnaie voll mit Geldscheinen präsentieren, sondern lieber nur einen kleinen Betrag offen darin aufbewahren. Beliebte Tricks von Taschendieben sind Ablenkungsmanöver, bei denen dem Opfer beispielsweise Dinge zum Kauf angeboten werden, man diesem ein Getränk „aus Versehen“ überschüttet oder einfach nach der Uhrzeit fragt. Sobald jemand fremdes versucht körperlichen Kontakt aufzubauen, sollte man unbedingt misstrauisch werden und lieber ausweichen. Lassen sie Ihr Gepäck niemals aus den Augen und tragen Sie Wertsachen immer verdeckt. Nehmen Sie niemals ein Angebot an, Gepäck an jemand fremdes abzugeben oder dieses beaufsichtigen zu lassen.
Falschgeld
In den meisten südamerikanischen Ländern ist das Fälschen von Geldnoten, genauso wie in den USA, ein relativ leichtes Spiel für Betrüger, da die Scheine kaum Sicherheitsmerkmale aufweisen. In Peru kommt es immer wieder vor, dass jemand versuchen wird, Ihnen Falschgeld zu wechseln, wobei sowohl Münzen, als auch Scheine gefälscht sein können. Der Nuevo Soles besitzt einige Sicherheitsmerkmale in Form von Wasserzeichen, eingearbeiteten Leuchtstreifen und einer aufgedruckten Riffelung. Gerade bei alten Scheinen ist es oft nicht so einfach, falsche von echten Scheinen zu unterscheiden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie die Annahme verweigern und sich lieber andere Scheine herausgeben lassen. Grundsätzlich sollte mal ständig Kleingeld mit sich führen, da beispielsweise Taxifahrer meistens nur ein paar Münzen im Wagen mit sich führen und größere Scheine (ab 50 Soles) selten gewechselt werden können.
Taxifahrten in Südamerika
In vielen Ländern Südamerikas kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Überfällen auf Fahrgäste während Taxifahrten. Ein beliebter Trick war dabei, dass der Fahrer einen weiteren Fahrgast zusteigen ließ, der die Touristen dann mitten auf der Strecke ausgeraubt hat. Man sollte daher unbedingt darauf achten, nur ein offiziell registriertes Funktaxi zu benutzen und auf keinen Fall einen weiteren Fahrgast zusteigen lassen (in solch einem Fall energisch widersprechen oder wenn es die Situation und die Umgebung erlaubt, sofort aussteigen, beispielsweise auf einer belebten Straße). Offizielle Taxis erkennt man an den Aufklebern und den Registrierungen, sowie dem Ausweis des Fahrers mit Lichtbild, der in der Regel vorne in der Fahrerkabine hängt. Wenn möglich, sollte man daher ein solches registriertes Taxi bestellen, vor allem, wenn man allein unterwegs ist. In Peru sollte man besonders bei der Ankunft vom Flughafen in Lima und in Arequipa darauf achten, ausschließlich ein solches registriertes Taxi zu benutzen. Obwohl die Gefahr bei Beachtung der oben genannten Tipps recht gering ist, haben sich die Überfälle auf Taxigäste in Arequipa in den letzten Jahren gehäuft.
Drogen und Rauschmittel in Südamerika
Der Besitz selbst kleinster Mengen Rauschmittel oder der Genuss von Drogen aller Art ist in den meisten Ländern Südamerikas ein schweres Vergehen und wird dort oft mit langjährigen Haftstrafen geandet. Besondere Vorsicht sollte man walten lassen, wenn andere Menschen einen bitten, Dinge für sie zu transportieren. Solche Anfragen unbedingt ablehnen und das Gepäck niemals unbeaufsichtigt lassen.
Generelle Vorsichtsmaßnahmen in Südamerika
Um kriminellen Übergriffen vorzubeugen und die Gefahr eines Überfalles bzw. Diebstahls zu minimieren, sollte man einige Regeln beachten. In jeder Stadt gibt es Gegenden, in denen man sich als Tourist besser nicht alleine aufhalten sollte und in denen auch Einheimische besonders vorsichtig sind. Hier gilt, vorher informieren und sich niemals alleine in besonders armen oder menschenleeren Gegenden aufhalten! Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich ebenfalls nicht mehr allein auf der Straße aufhalten und am besten selbst kurze Strecken mit einem Taxi bewältigen. In fast allen Ländern Südamerikas kommen sexuelle Übergriffe auf Frauen wesentlich häufiger vor, als beispielsweise in Europa. Frauen sollten daher besonders vorsichtig sein und sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine auf der Straße bewegen, oder sich grundsätzlich alleine in ärmeren oder menschenleeren Gegenden aufhalten. In Südamerika gilt das Gleiche wie überall und vor allem als Frau, sollte man beispielsweise keine Speisen oder Getränke direkt von Fremden annehmen oder ein Getränk unbeaufsichtigt stehen lassen. Nach einer Party oder einer Feier sollte man direkt mit Freuden oder Bekannten nach Hause fahren und am besten, auch immer mit mehreren Leuten ausgehen. In Südamerika kam es in den letzen Jahren öfters dazu, dass man Frauen und Männern KO-Tropfen verabreicht hat und diese dann ausgeraubt wurden oder es zu sexuellen Übergriffen oder sogar zu Vergewaltigungen kam, bzw. stark angetrunkenen Touristen nach einer Party das Gleiche passierte. Daher gilt auch hier, dass man Alkohol lieber vorsichtig konsumieren sollte, wenn man sich alleine oder unterwegs auf einer fremden Veranstaltung befindet. Einheimische kennen die Gegenden, in denen man lieber nicht alleine unterwegs ist und können einem jederzeit Tipps und Verhaltensregel mit auf den Weg geben. Man sollte darüber mit Freunden, Bekannten oder der Gastfamilie reden, wenn diese nicht alleine auf das Thema zu sprechen kommt. Lassen Sie sich auf der Straße niemals ablenken, meiden Sie Gedränge und Menschensammlungen und gehen Sie niemals mit Unbekannten mit, auch wenn diese noch so freundlich und harmlos erscheinen.
Trinkgelder in Peru
In Peru gibt es keine besondere allgemeingültige Regel, was Trinkgelder anbelangt. Man gibt nur etwas, wenn man unbedingt möchte und dann auch nur soviel, wie man möchte. Wenn Sie mit dem Service zufrieden sind und ein Trinkgeld geben wollen, achten Sie bitte darauf, dass es nicht allzu viel (vor allem nicht mit europäischem Maß) wird, da dies nur Erwartungshaltungen weckt. Ein Kellner oder ein Taxifahrer wird evtl. 800 Nuevo Soles (umgerechnet etwas 200 Euro) im Monat verdienen. Bei Taxifahrten sind Trinkgelder außerdem überhaupt nicht üblich, wenn dann nur in besseren Restaurants (maximal 10 %).
Bettelnde Kinder in Südamerika
In Peru und in ganz Südamerika werden Sie an jeder Straßenecke bettelnde Kinder finden oder Halbwüchsige, die alle möglichen Dinge verkaufen um sich Ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Bettelnden Kindern sollte man grundsätzlich nichts geben, da man diese evtl. noch dazu ermutigt damit weiterzumachen und diese vielleicht dadurch nicht in die Schule gehen. Es ist manchmal wirklich schwer, sich an solche Regeln zu halten, aber man sollte versuchen hart zu bleiben und daran denken, dass man den Kindern damit eher nichts Gutes tut. Eine Ausnahme sind vielleicht ältere Menschen, denen man schon eher etwas geben kann, wenn man dies möchte. Ein guter Tipp ist übrigens, sich bei einem Restaurantbesuch die übrig gebliebenen Speisen einpacken zu lassen, auch wenn man Sie nicht mehr selber verzehren möchte. An der nächsten Ecke, findet sich bestimmt ein dankbarer Abnehmer.
Einkaufen in Südamerika
In Peru findet man in fast jeder größeren Stadt einige Supermärkte, die sich fast nicht von den Läden bei uns zu Hause unterscheiden. Die Durchschnittsfamilie kauft trotzdem noch eher auf den vielen Straßenmärkten ein, auf denen man Lebensmittel wesentlich billiger einkaufen kann. Viele Preise in Supermärkten sind teilweise auf europäischem Niveau oder im Verhältnis zum sonstigen Preisniveau recht teuer. Bei Lebensmitteln sind einige Dinge zu beachten. Vorsicht ist an allen Garküchen und Imbissen geraten, die es in Südamerika in jeder Straße gibt. Unsere europäischen Mägen vertragen dieses Essen oft nicht besonders und man kann sich leicht eine Magenerkrankung einfangen. Eis sollte man nur kaufen, wenn es industriell verpackt wurde, Eiswürfel und mit Wasser gewaschene Salate sind, wie in allen südlichen Ländern, mit Vorsicht zu genießen oder zu meiden. Wenn man sich nicht sicher ist, wo man ohne Bedenken essen kann, sollte man sich von einem Einheimischen beraten lassen. Grundsätzlich ist es oft gar nicht nötig selber zu kochen oder sich selber mit gekauften Lebensmitteln zu versorgen, da Restaurantbesuche in Peru unglaublich günstig sind. Kleine Zwischenmahlzeiten bekommt man überall für einen Nuevo Sol (ca. 25 Cent) und für 5 bis 10 Soles kann man in einer der vielen chinesischen Küchen (Chifas) äußerst günstig und lecker speisen. Irgendein Reisgericht mit Huhn oder das Tagesmenü gibt es dort fast immer für 5 Soles (1,25 Euro). Gehobene bürgerliche Küche ist in vielen typischen Restaurants schon für 5 Euro mit Getränk zu bekommen, günstigere Angebote findet man überall. Oft werden Menüs, schon ab 1,25 Euro angeboten. Selbst absolute Nobelrestaurants in Lima liegen weit unter europäischem Niveau. In einem der besten Sushi-Läden der Stadt zahlt man für eine Platte für 4 Personen mit mehreren Getränken vielleicht gerade einmal 50 Euro, dort findet man dann aber nur äußerst gut situierte Peruaner beim Essen. Etwas teurer sind in Peru Pizzen beim Italiener, die in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind. Für italienisches Essen zahlt man zwar nicht die gleichen Preise wie hierzulande, aber im Verhältnis zu anderen Gerichten ist es ziemlich teuer.
Preisniveau Peru
Das Preisniveau in Peru gehört zu den niedrigsten in Südamerika. Besonders günstig sind Lebensmittel und Restaurantbesuche, Kleidung und Dienstleistungen aller Art. Technikartikel sind fast genauso teuer wie in Europa. Es wird viel aus Fernost, vor allem aus China und Japan importiert, die meisten Technikartikel stammen von dort. Es lohnt sich daher kaum, technische Geräte in Peru zu kaufen, vor allem hat man dann das Problem mit der Garantie.
Taxifahrten bekommt man im selben Stadtviertel in Lima für ca. 5 Soles, kleinere Fahrten oder Stadtfahrten in Städten wie Arequipa, Cusco oder Chiclayo kosten oft nur 2,5 Soles (ca. 0,6 Euro). In manchen Städten, hauptsächlich an der Küste, verkehren günstige Dreiradtaxis, bei denen einen Fahrt 1 Sol (0,25 Cent) kostet. In Lambayeque kosten Fahrten mit dem Dreirad (Moto) unabhängig vom Fahrtziel zwischen 1 und 1,5 Soles. Die günstigste Fortbewegungsart sind die überall in Lateinamerika verkehrenden Collectivos. Die Klein- oder Minibusse, meist japanischer oder koreanischer Bauart verkehren überall. In der Regel besteht die Besatzung aus einem Fahrer und einem Schaffner, der lauthals das Fahrtziel herausruft und die Fahrtkosten einsammelt. Collectivos verkehren sowohl in der Innenstadt, als auch zu weiter entfernten Zielen. Von Lambayeque nach Chiclayo kostet eine Fahrt zwischen 1,5 und 3 Soles. Während einem Aufenthalt in Peru lohnt es sich natürlich jede Art von Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, da man hier wesentlich mehr dafür bezahlen müsste. Besuche beim Frisör oder dem Kosmetiker bekommt man schon für wenige Cents (Haareschneiden), ein Schlüsselmacher fertigt Duplikate für 1 Sol und für den gleichen Preis arbeiten an jeder Ecke Schuhputzer.
Grundsätzlich sollte man sich vorher über die jeweiligen Preise informieren und immer nachfragen, was der einzelnen Service den nun kostet. Niemals eine Leistung in Anspruch nehmen, bevor man weiß, was diese kosten soll. In ganz Lateinamerika ist die Praxis verbreitet, von einem Ausländer teilweise ein Vielfaches vom dem verlangen zu wollen, was ein Einheimischer für die gleiche Leistung bezahlt. Dies passiert einem zwar selten, trotzdem sollte man sich immer vorher erkundigen. Handeln ist in Peru übrigens gern gesehen und kann auch auf jedem Markt oder bei Taxifahrten angewandt werden.
Reisen durch Peru
Richtige Buslinien verkehren innerorts nur in manchen Großstädten, so dass ansonsten nur Taxis, Motos oder Collectivos in Frage kommen. Von einer zur anderen Stadt reist man am besten in Überlandbussen, die es in Peru in großer Anzahl und von unterschiedlichsten Gesellschaften gibt. Eine Besonderheit in Peru sind die günstigen Preise für alle Arten von Überlandbussen. Es gibt allerdings gewaltige Qualitätsunterschiede und man sollte hier grundsätzlich nur qualitativ hochwertige Linien benutzen, da man hier sonst am falschen Platz sparen würde. Eine Fahrt von Lima nach Chiclayo oder von Lima nach Arequipa bekommt man entweder für ein paar Euros (in der Standardklasse) oder für ca. 15 bis 30 Euro in einem absoluten Luxusliner. Ledersitze sind keine Seltenheit, Bordservice, DVD, Klimaanlage und WC gehören hier zum Standard. Im Preis ist dann entweder eine eingepackte Mahlzeit (ähnlich wie im Flugzeug) oder sogar ein Zwischenstopp mit Restaurantbesuch inbegriffen. Die teureren Busgesellschaften sind nicht nur wesentlich komfortabler, sondern auch viel sicherer. Zum einen was die Verkehrstauglichkeit der Fahrzeuge angeht, zum anderen was die Sicherheitsbestimmungen betrifft. Diese Gesellschaften haben meistens mehrere Fahrer, die sich abwechseln, es wird auf das Gepäck geachtet und es werden strenge Sicherheitschecks durchgeführt. In den Anden Perus (beispielsweise Cusco-Arequipa) und in den Dschungelregionen ist es in den letzten Jahren öfters zu schweren Busunglücken gekommen, da die Straßen oft nur mangelhaft gesichert waren oder durch Erdrutsche und Überschwemmungen Unfälle passierten. In vielen Ländern Südamerikas verkehren zwischen manchen Städten nur ein oder zwei Busgesellschaften, die dann (wie in vielen Regionen Ecuadors) mit recht abenteuerlichen Fahrzeugen unterwegs sind. Zwischenstopps, bei denen der Schaffner mal schnell unter das Fahrzeug klettert, um einige Reparaturen durchzuführen, sind keine Seltenheit. Dies ist ein großer Vorteil in Peru, da man eigentlich auf jeder wichtigen Strecke die Wahl zwischen verschiedenen Gesellschaften hat und man sich immer eine sichere Linie aussuchen kann. Gute und sichere Firmen sind beispielsweise TEPSA, Cruz del Sur oder Ormeno.
Wichtig: Tickets sollte man nur bei offiziellen Büros kaufen und nicht bei Agenturen, die mehrere Linien anbieten. Hier handelt es sich oft um private Anbieter, die teilweise einen gehörigen Aufschlag auf den gültigen Fahrpreis erheben. Die großen Firmen unterhalten in den meisten Städten eigene Busterminals oder Büros, bei denen die Fahrgäste warten können und auch der Bus abfährt. Dort können Sie dann auch das Ticket kaufen oder sich vor der Abfahrt reservieren lassen. Meistens sind auch Zahlungen mit EC-Cash Karte oder Kreditkarte möglich.
Bargeld, Kreditkarten, EC-Cashkarten in Südamerika
Die meisten Reiseführer empfehlen unbedingt eine Kreditkarte für eine Perureise mitzuführen, wobei dies nicht wirklich nötig ist. Der einzige Grund für eine Kreditkarte könnte die Einreise nach Peru sein. Offiziell kann der Zollbeamte vom jedem Einreisewilligen verlangen, dass dieser seine Liquidität nachweist. Die kann durch die Vorlage von Rückflugtickets und/oder einer Kreditkarte erfolgen. In den meisten Fällen wird diese Kontrolle nur noch bei sehr alternativ gekleideten Rucksacktouristen angewandt. In Peru kommt man sehr gut ohne Kreditkarte zurecht, vor allem muss man darauf achten, welche Kartenart überhaupt akzeptiert wird. Jede größere Stadt hat verschiedenen Banken, bei denen die meisten Filialen über EC-Cash Automaten verfügen. Dort kann man mit jeder üblichen und international anerkannten EC-Karte Geld abheben, wofür man nur die 4-stellige PIN Nummer benötigt. Es ist allerdings auf jeden Fall empfehlenswert, ein zweites Zahlungsmittel einzuplanen. Hierfür eignen sich ebenfalls bestens Reisechecks (wie die von American Travellers), die es in Euro oder US-Dollar gibt. Reisechecks bekommt man hier bei fast jeder Bank oder Sparkasse. Diese sind personalisiert und versichert, sobald die Checks abhanden gekommen sind, kann man sie sperren lassen und sich sofort neue abholen. Teilt man einen größeren Betrag auf und lässt sich dafür verschiedenen Checks geben, kann man also je nach Bedarf Bargeld einlösen und hat damit ein sehr sicheres Zahlungsmittel. Die Eröffnung eines Kontos für die Zeit während dem Auslandsaufenthalt ist überhaupt nicht nötig.
Wichtig: Bargeld wechseln (und auch Reiseschecks einlösen) kann man sowohl bei Banken, als auch bei den Straßengeldwechslern, die es in Peru überall gibt. Die offiziellen Geldwechsler erkennt man an den bedruckten Kleidungsstücken, sie stehen in größeren Städten an jeder belebten Kreuzung und haben meistens einen besseren Kurs als die Banken. Auch bei den Banken gibt es gewaltige Unterschiede, sowohl was den jeweiligen Kurs angeht, als auch bei der Höhe der Wechselgebühr. American Traveller Checks müssen offiziell ohne Zusatzkosten umgetauscht werden, einige Banken verlangen trotzdem eine Gebühr. Unbedingt die Preise vergleichen! Bei vielen Geldgeschäften war bis jetzt die staatliche „Interbank“ am günstigsten, die es auch in jeder Stadt gibt.
Gesundheitswesen in Peru
In Peru gibt es keine staatlichen Sozialversicherungssysteme, die für alle Menschen greifen. Bei einem Arztbesuch müssen Sie, wie alle Peruaner, erst einmal bezahlen. Sie sollten unbedingt eine ausreichende Auslandskrankenversicherung abschließen, die Ihnen für den Notfall eine Servicerufnummer mit 24 Stunden Hotline zur Verfügung stellt. Bei größeren Fällen, sollte die Versicherung in Vorkasse treten können. In Peru gibt es in allen Städten gut ausgebildete Ärzte und Spezialisten jeder Art. Unterschiede gibt es beispielsweise bei den Krankenhäusern. Stationäre Behandlungen auf europäischem Niveau findet man nur in teuren Privatkliniken, ansonsten gibt es noch eine weitere Abstufung, nämlich zwischen normalen Einrichtungen und den wenigen Hospitälern, die arme Menschen behandeln und denen es an allem fehlt. Die Ausbildung der Ärzte in Peru ist sehr gut und wenn Sie einmal einen Arzt konsultieren, werden Sie bestimmt eine ausgezeichnete und gründliche Untersuchung bekommen. Viele Peruaner gehen bei harmlosen Krankheiten gleich in eine der vielen Apotheken, in denen meistens ausgebildete Pharmazeuten Dienst haben, die einen ebenfalls beraten können. Im Anhang finden Sie eine Liste mit deutschsprachigen Ärzten bzw. Krankenhäusern.
Wichtig:
Die meisten Auslandsreisekrankenversicherungen erstatten Kosten für Medikamente und medizinische Behandlungen nur, wenn diese von einem zugelassenen Arzt verschrieben worden sind. Kauft man beispielsweise direkt Präparate in einer Apotheke, kann es einem passieren, dass die Versicherung sich weigert, die Kosten anzuerkennen.
Medizinische Vorsorge für eine Reise nach Südamerika
Bevor Sie nach Südamerika reisen, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Hausarzt konsultieren und sich gründlich untersuchen lassen. Besonders wichtig ist dies bei Reisen durch die Anden, da die hier auftretenden Höhenunterschiede ein gesundes Herz-Kreislaufsystem voraussetzen. Über notwendige Impfungen kann der Hausarzt oder ein tropenmedizinisches Zentrum Auskunft geben und beraten. Im Anschluss finden Sie einige der wichtigsten Krankheiten, vor denen Sie sich in Südamerika schützen sollten. Diese Aufzählung ersetzt aber auf keinen Fall eine medizinische Beratung durch Ihren Hausarzt bzw. einen Spezialisten.
Wichtig: Sollten nach Ihrem Aufenthalt in Peru ungewöhnliche Symptome auftreten, suchen Sie auf jeden Fall einen Spezialisten auf, selbst wenn Ihr Hausarzt eine andere Diagnose stellt.
Impfschutz für Peru
Für Reisen nach Südamerika bzw. nach Peru gibt es eine ganze Reihe an evtl. wichtigen Schutzimpfungen. Ob Sie die jeweiligen Impfungen benötigen, hängt unter anderem davon ab, in welche Regionen Sie fahren möchten und ob Sie von Peru in ein anderes Land reisen. Sie sollten sich unbedingt vorher von Ihrem Hausarzt informieren lassen oder eine tropenmedizinische Sprechstunde in Ihrer Nähe aufsuchen.
Vorsichtsmaßnahmen in Peru bzw. Südamerika
Um Krankheiten und Infektionen vorzubeugen, sollte man einige Regeln befolgen. Wichtig ist, wie bereits angesprochen, dass man sich vorher genau überlegt, ob man wirklich an der kleinen Straßenküche um die Ecke essen möchte. Alle Speisen, die mit ungekochtem Wasser zubereitet werden, sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn Sie Wasser zum Trinken, Zähneputzen oder Waschen von Lebensmitteln benutzen wollen, sollte dies vorher ebenfalls abgekocht werden oder Sie benutzen abgepacktes Mineralwasser hierfür. Vorsicht ist auf jeden Fall bei Tieren geboten. Hunde oder Katzen, die auf der Straße leben, sollten nicht angefasst werden. Dies gilt im Prinzip auch für Haustiere, da diese sehr leicht mit Hunden bzw. Katzen, die auf der Straße leben, in Kontakt kommen können. Tollwut ist in Südamerika verbreiteter als in Europa. Wenn Sie von einem Tier gebissen worden sind, sollten sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Höhenkrankheit
Besonders bei Reisen durch die peruanischen Anden kommt es immer wieder zu Krankheitserscheinungen durch die teilweise gewaltigen Höhenunterschiede. Um diese zu vermeiden, sollte man die Reiseroute so auswählen, dass so wenig Höhenmeter wie möglich an einem Tag bewältigt werden müssen. Die übliche Reiseroute von Lima über Huancaya nach Cusco, die von vielen Reiseveranstaltern gewählt wird, ist dabei besonders gefährlich. Alternativ sollte lieber über Nasca und Ica nach Arequipa und Cusco gefahren werden, da der Höhenanstieg hier wesentlich langsamer voranschreitet und Sie ausreichend Zeit haben, um sich daran zu gewöhnen. Während dem Reisen durch das Gebirge immer ausreichend Trinken, wenig Essen sowie Alkohol und Zigaretten vermeiden und sich so wenig wie möglich anstrengen. Wenn Symptome der Höhenkrankheit auftreten, insbesondere Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder andere Erschöpfungszustände, ein schneller Puls, Schlafstörungen oder Atemnot, unbedingt den Aufstieg abbrechen und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Es gibt eine ganze Reihe an empfohlenen Medikamenten, die zur Vermeidung von Symptomen der Höhenkrankheit angeraten werden. Hierbei sollte aber beachtet werden, dass diese Medikamente die Symptome nur verdecken und den Erkrankten evtl. dazu verleiten, weiter aufzusteigen und schwerere Folgen in Kauf zu nehmen. Der beste Weg ist wirklich der, sich so langsam wie möglich in das Gebirge vorzutasten, so viel wie möglich zu trinken und sich ausreichend zu schonen. Sprechen Sie auch mit Ihrem Hausarzt über diese Thematik, wenn Sie vorhaben, eine Reise durch die Andenregion zu unternehmen.
Malaria
Wenn Sie in ein Gebiet mit erhöhtem Malariaaufkommen fahren, sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine sinnvolle Prophylaxe sprechen. Um sich zu schützen, sollte man so wenig Haut wie möglich zeigen und sich nachts durch ein Moskitonetz vor den lästigen Insekten sichern. Die Krankheit wird ausschließlich durch einen Stich einer (infizierten) Anophelesmücke übertragen. Ein Moskitonetz zum Aufhängen über dem Bett ist mit Sicherheit eine gute Investition, auch wenn Sie nicht direkt in ein gefährdetes Gebiet reisen möchten. Es gibt einige empfohlene Medikamente, die Sie vorbeugend einnehmen können. Sie sollten damit bereits vor Ihrer Einreise in ein Malariagebiet beginnen und die Einnahme auch danach weiter fortsetzten, da die Inkubationszeit zwischen 8 und 35 Tagen betragen kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die aktuell sinnvollste Prophylaxe!
Tetanus
Gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) sollte man sich auch impfen lassen, wenn man nicht nach Südamerika oder in andere weit entfernte Länder reisen möchte. Die mehrstufige Impfung hält ca. 10 Jahre und ist in Deutschland kostenfrei.
Tollwut
Mittlerweile gibt es Vorsorgeimpfungen gegen Tollwut. In Südamerika kommt es immer wieder zu Infektionen durch Wildtiere oder streunende Hunde bzw. Katzen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man sich von allen herumlaufenden Tieren fernhalten sollte. Vorsicht ist auch bei Haustieren angeraten, die mit anderen Tieren in Kontakt kommen können. Ob Sie eine Impfung benötigen, sollten Sie persönlich entscheiden und mit Ihrem Hausarzt besprechen. Wichtig ist auf jeden Fall die sofortige Konsultation eines Arztes, wenn Sie von einem Tier gebissen wurden.
Sonnenbrand
Auch wenn der Himmel bedeckt sein sollte, gibt es in Peru eine sehr starke Sonneneinstrahlung. Sie sollten sich mit einem ausreichenden Lichtschutzfaktor eincremen.
Hepatitis
Hepatitis ist in vielen Ländern Süd- und Mittelamerikas weit verbreitet und so auch in Peru. Die Krankheit kann vor allem durch verunreinigtes Wasser oder Nahrungsmitteln übertragen werden oder im Fall von Hepatitis B durch Blutübertragung und Geschlechtsverkehr. Gegen Hepatitis A und B können Sie sich mit einer mehrstufigen Impfung schützen, die wir Ihnen in allen südamerikanischen Ländern dringend anraten.
Typhus
Gegen die bakterielle Infektion helfen verschiedene Impfungen, die als Schluckimpfung oder als Injektion angeboten werden und die für Reisende zu empfehlen ist, die sich in Gegenden mit sehr schlechten Hygienezuständen aufhalten. Es sind allerdings Mindestabstände zu anderen Impfungen einzuhalten.
Chagas
Chagas ist eine Infektionskrankheit, die durch eine Raubwanzenart hervorgerufen wird und unbehandelt sogar zum Tod führen kann. Diese Wanzenart kommt häufig in Gegenden mit niedrigem Hygienestandard vor.
Dengue-Fieber
Das Dengue-Fieber ist eine Infektionskrankheit die durch Mücken übertragen wird und ähnlich wie Malaria verläuft, allerdings nicht tödlich ist. Es gibt allerdings keine wirksame Schutzimpfung, im Krankheitsfall soll die Einnahme von Paracetamol (auf keinen Fall Aspirin, Ibuprofen oder ein anderer Wirkstoff) helfen.
Leishmaniasis
In vielen Ländern Südamerikas, in denen Tropengebiete vorhanden sind, kommt es immer wieder zu Infektionen mit dieser Krankheit, die durch den Stich einer Mücke übertragen wird. Eine Impfung gibt es nicht, wirksamer Schutz ist ein Moskitonetz und angemessene Kleidung.
Cholera
Eine Impfung gegen Cholera wird von den meisten Medizinern nicht angeraten, da der Schutz der Impfung weit unter 50 % liegt.
Durchfall
Irgendwann erwischt es jeden Südamerika-Reisenden einmal und eigentlich ist es nur die Frage, wann es passiert. Auf jeden Fall sollte man sich ausreichend Medikamente in Form von Kohletabletten oder anderen Präparaten mitnehmen. Wenn sich Übelkeit und Magenprobleme ergeben, kommt dies meist sehr rasch und heftig, wenn gerade keine Apotheke in der Nähe ist.
Aids
Aids (SIDA) ist in Südamerika ein weit verbreitetes Problem und notwendiger Schutz in Form von Präservativen oberste Pflicht.
Weitere Gesundheitstipps für Peru und Südamerika
Ernähren Sie sich gesund und vitaminreich und greifen Sie ruhig auf das überall vorhanden Angebot an frischen und wirklich „spottbilligen“ Früchten und Obstsorten zurück. Essen Sie nur dort, wo auch viele Einheimische speisen und fragen Sie ihm Zweifelsfall jemanden. Vorsicht ist vor allem bei folgenden Nahrungsmitteln angeraten:
- roher Fisch bzw. Meeresfrüchte, rohes Fleisch und Mayonnaise
- offene Fruchtsäfte
- Eis, Eiscreme, Eiswürfel
- Rohes Gemüse, Salate und nicht schälbare Obstsorten
- Wasser nur abgepackt oder vorbehandelt (gekocht, gefiltert oder durch Entkeimungstabletten)
Gründliche Körperhygiene und häufiges Händewaschen sind oberst Pflicht!
Flughafen in Lima
Bei der Ausreise aus Peru ist direkt am Flughafen eine Steuer i.H.v. ca. 30 USD zu entrichten, die auch nur in bar bezahlt werden kann. Sie sollten sich daher genügend Bargeld für die Ausreise aufheben. Bei der Einreise ist darauf zu achten, dass der Beamte am Schalter auch die richtigen Daten für die geplante Ausreise einträgt. Manchmal kommt es vor, dass willkürlich ein kürzerer Aufenthalt vermerkt wird.
Wichtig:
In Peru bekommt man in jedem Supermarkt und in jedem Restaurant Kokatee (Mate de Coca) aus rohen Blättern oder in gewöhnlichen Teebeuteln angeboten. Obwohl das wohlschmeckende Getränk überhaupt keinen Rauschzustand hervorhebt, sondern nur eine ähnliche aufputschende Wirkung wie Koffein hat, zählt es in Deutschland zu den Rauschmitteln. Selbst kleinste Mengen des Tees können hierzulande empfindliche Strafen mit sich ziehen, ob es nun einen Sinn macht oder nicht. Man sollte sich nicht davon irritieren lassen, dass der Kokatee in Peru in gewöhnlichen Teebeuteln neben Hagebutte oder Schwarztee verkauft wird und auf keinen Fall versuchen, diesen mit nach Deutschland zu nehmen.
Reisepass für Peru
Falls Sie Ihren Reisepass verlieren sollten, kann es unter Umständen sehr umständlich sein, diesen wieder zu beantragen. Sie sollten sich eine (beglaubigte)Kopie anfertigen, um diesen Prozess zu erleichtern und für den Notfall etwas dabei zu haben. Ein guter Tipp zum „Sichern“ wichtiger Unterlagen wie Reisepass, Krankenversicherung, Telefonnummerverzeichnis, Adressliste, Flugtickets bzw. E-Tickets, etc. ist auch das Einscannen und Speichern im eigenen E-Mail Account. So können Sie sich Ihre Unterlagen überall in jedem Internet-Kaffee ausdrucken.
Internationaler Impfausweis für Peru
Wenn zwischen Peru und Bolivien ein- bzw. ausgereist wird, ist der internationale Impfausweis mit einer eingetragenen Gelbfieberimpfung zwingend vorgeschrieben. Dies gilt teilweise auch für Reisen in die Urwaldgebiete Perus. Bitte informieren Sie sich hierüber, bevor Sie ihren Reiseverlauf planen.
Internationaler Führerschein für Peru
Wenn Sie sich einen Mietwagen ausleihen möchten, benötigen Sie in Peru einen internationalen Führerschein, der nach der Einreise noch 90 Tage gültig ist. In Peru sind Reisen mit Überlandbussen für weitere Strecken, sowie Taxifahrten bzw. Collectivos so günstig, dass Sie im Prinzip für keine Strecke einen Mietwagen benötigen. Wir raten unseren Teilnehmern in allen Ländern Südamerikas grundsätzlich davon ab, selber mit einem PKW zu fahren. Die Fahrweise in Lateinamerika unterscheidet sich doch um einiges vom dem, was wir von Europa gewöhnt sind. Bei Unfällen ist oft automatisch der ausländische Verkehrsteilnehmer schuld oder schon allein durch mangelnde Sprachkenntnisse benachteiligt.
Internationaler Jugendherbergsausweis für Peru
In Peru gibt es kaum Jugendherbergen, so dass sich die Mitnahme eines Ausweises nicht rentiert, außerdem sind Pensionen bzw. Hostals derart günstig, dass man gegenüber einer Jugendherberge kaum etwas spart.
Empfohlene Versicherungen für eine Reise durch Peru
Reisekrankenversicherung Peru
Wir empfehlen unseren Teilnehmern dringend, eine Reisekrankenversicherung für den kompletten Zeitraum des Aufenthaltes abzuschließen. Dabei ist vor allem auf die eingeschlossenen Leistungen, wie Operationen, Krankenhausaufenthalt, bestimmte Diagnostikmethoden sowie einen eingeschlossenen Krankenrücktransport zu achten. Die Versicherung sollte eine 24 Stunden Hotline anbieten, unter der Sie jederzeit Hilfe erreichen können. Bitte achten Sie beim Abschluss auf das Kleingedruckte, wie einen möglichen Selbstbehalt oder Formulierungen, die Leistungen einschränken oder ausschließen.
Reisegepäckversicherung für Peru
Ob Sie eine Reisegepäckversicherung brauchen, liegt an Ihrer persönlichen Einstellung. Viele dieser Versicherungen schränken die Leistungen derart ein, dass sowieso nur in den wenigsten Fällen gezahlt wird. Beschädigungen beim Flugtransport werden meistens von der jeweiligen Fluggesellschaft übernommen.
Reiserücktrittsversicherung für Peru
Wir raten ebenfalls dringend zum Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung. Da wir grundsätzlich in Vorleistung treten und beispielsweise gebuchte Unterkünfte nicht mehr stornieren können, ist eine Rückzahlung des Reisepreises nicht möglich. Wir erstatten zwar nach unseren AGB Teilbeträge, je nachdem wann eine Reise storniert wurde und versuchen darüber hinaus auch weitere Kosten zurückzuverlangen und dem Kunden zu erstatten, können dies aber nicht garantieren. Reiserücktrittsversicherungen werden zu den unterschiedlichsten Konditionen abgeschlossen, ein Vergleich lohnt sich hier auf jeden Fall.
Wichtig:
Bitte frühzeitig abschließen, manche Versicherer haben feste Fristen.
Flüge nach Peru
Flüge nach Peru gibt es mittlerweile von fast allen europäischen Flughäfen und von unterschiedlichen Gesellschaften. Ein Preisvergleich lohnt sich auf jeden Fall, vor allem sollte man mit den An- und Abreisedaten etwas „herumexperementieren“. Günstige Flüge mit Zwischenstopp gibt es teilweise schon für 580 Euro, ansonsten kosten günstige Flüge ca. 800 Euro, wobei nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Wir raten eher von Flügen mit Zwischenstopp in den USA (Miami oder Atlanta) ab. Aufgrund der neuen und äußerst strengen Sicherheitskontrollen kommt es sehr oft vor, dass Anschlussflüge nach Lima verpasst werden. Teilweise werden Passagiere (willkürlich) zu zusätzlichen Befragungen gebeten, wobei je nach Andrang Wartezeiten von bis zu einer Stunde entstehen können, bis man überhaupt an der Reihe ist.
Visum und Einreise nach Peru
Als Tourist können Sie bis zu 3 Monaten (90 Tage) visumsfrei einreisen, wobei das Touristenvisum um weitere drei Monate verlängert werden kann. Für Studenten, die ein Praktikum in Peru absolvieren möchten oder einen Studienaufenthalt planen, ist ein gesondertes Studentenvisum erforderlich. Dafür benötigen Sie neben einer gültigen Immatrikulation bei einer (Fach)-Hochschule auch die Bescheinigung der Praktikumsstelle. Bitte informieren Sie sich über die gültigen Visumsbestimmungen bei dem für Sie zuständigen Konsulat. Vor allem bei alternativ gekleideten Reisenden verlangen die Zollbeamten manchmal einen Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel, um den Lebensunterhalt in Peru zu bestreiten. Dies kann in Form einer Kreditkarte oder Reisechecks nachgewiesen werden.
Reist man in Peru ein, muss außerdem eine internationale Ein- bzw. Ausreisekarte (Tarjeta Internacional de Embarque, bitte den zweiten Abschnitt gut aufbewahren und bei der Ausreise abgeben), eine Zolldeklaration (Declaracion Jurada de Equipajes) und eine Deklaration über mitgeführte Agrargüter (Declaracion de Ministerio de Agricultura de Servicios Nacional de Saludad Agraria) ausgefüllt werden. Mit der letzten Deklaration bescheinigt man außerdem, dass man in den letzten 40 Tagen nicht auf einem Bauernhof war und evtl. gefährliche Krankheiten einschleppen könnte.
Internet/Telefon in Peru
Internet-Cafes und Locutorios gibt es in Peru an jeder Straßenecke. Für wenige Centamos können Sie im Internet surfen oder nach Deutschland telefonieren. Die Preise sind sehr billig, Gespräche kosten ca. 10-30 Centamos (Festnetz) und 30-50 Centamos (Mobilfunk). Umgedreht ist es wesentlich teurer, nämlich wenn Sie von Deutschland nach Peru telefonieren wollen. Manche Festnetzanbieter verlangen astronomische Minutenpreise (teilweise bis zu 2 Euro die Minute für Gespräche nach Südamerika). Abhilfe schaffen Call-by-Call Anbieter, wenn Sie über einen Festnetzanschluss der deutschen Telekom verfügen oder Callthrough-Anbieter, wenn Sie einen Anschluss eines alternativen Anbieters nutzen (Arcor, Alice, etc.). Bei den Call-by-Call Nummern werden allerdings sehr häufig die Tarife geändert und auch massiv angehoben, aktuelle Preisvergleiche sind sehr wichtig!
Die günstigste Methode miteinander in Kontakt zu bleiben, ist letztendlich das Internet. Die Verbindung in den meisten Internet-Cafes in Peru ist sehr gut und reicht vollkommen aus, um über einen Messenger Service oder über Skype zu telefonieren.
Die meisten europäischen Mobilfunktelefone funktionieren zwar problemlos in den USA, aber nicht in Südamerika, da dort ein anderer Standard benutzt wird. Wenn Sie unbedingt ein Handy benutzen wollen, können Sie sich sehr kostengünstig eine Prepaidkarte und ein Telefon kaufen.
Toiletten und Sanitäre Anlagen in Südamerika
Wer zum ersten Mal eine sanitäre Anlage in Südamerika betritt, bekommt dort leicht den ersten Kulturschock. Die Abflussrohre sind extrem dünn, weshalb man benutztes Toilettenpapier nicht wie hier üblich im Abfluss entsorgt, sondern einen gesonderten Abfalleimer neben der Toilette benutzt. Papier ist in öffentlichen Einrichtungen nie vorhanden und wird daher von Peruanern immer in kleinen Mengen mitgeführt. Generell sind öffentliche Toiletten in einem eher schlechten Zustand. In vielen Gegenden gibt es zu bestimmten Tageszeiten Wasserknappheit, weshalb es passieren kann, dass vor allem in Privathäusern ohne eigenes Reservoir ein Wasserbehälter im Badezimmer steht, aus dem dann herausgeschöpft werden kann.
Wichtig:
Vorher informieren, ob das Wasser zu einer bestimmten Stunde ausfallen kann.
Was brauche ich unbedingt für einen Aufenthalt in Peru
1. Reisepass mindestens 6 Monate gültig (bei Einreise über die USA sind weitere Voraussetzungen zwingend nötig).
2. Eventuell Visum für Peru.
3. Gültige Auslandsreiseversicherung (achten auf Notfallnummer, ausreichende Absicherung und Rücktransport im Krankheitsfall).
4. Internationaler Impfpass (+ Kopie) bei Einreisen aus bestimmten Gebieten, generell wichtig für den behandelnden Arzt, Allergiepass wenn vorhanden.
5. evtl. internationaler Studentenausweis (lohnt sich schon fast für den Eintritt zum Machu Pichu, ansonsten gibt es nur sehr selten Rabatte für ausländische Studenten.
6. Kopie Reisepass, Flugtickets, alle wichtigen Adresslisten an eigene E-Mail versenden.
7. Spanisch Wörterbuch, evtl. Anhang mit wichtigen Quechua-Begriffen bei längerem Aufenthalt in den Anden.
8. Moskitonetz bei Aufenthalt an der Küste oder im Dschungel.
9. Adapter für peruanische Steckdosen (können vor Ort oder bereits in Deutschland gekauft werden). Achtung: Die Stecker in Peru haben lediglich zwei flache Kontakte.
10. Evtl. Einmal-WC-Sitze, Desinfektionstücher, Toilettenpapier.
11. Evtl. tragbarer Wasserkocher.
12. Reiseapotheke: Unbedingt mit Kohletabletten bzw. Durchfallmittel, Pflaster, Verbandzeug, Insektenschutz (gegen Moskitos), Wasserentkeimungsmittel, evt. Antibiotikum bzw. Tropenbreitbandantibiotikum, unbedingt Malariamittel, Paracetamol, evtl. Allergiemittel.
13. Kreditkarte und EC-Cash Karte (Notrufnummern notieren) sowie Reisechecks (die Nummern der Checks und die Quittungen über die Einlösung aufbewahren).
14. Ohrenstöpsel (Peru ist wie fast jedes Land in Südamerika sehr laut und lebhaft, was für den Europäer anfänglich schlaflose Nächte bedeuten kann).
Chiclayo eine Stadt an der Küste Perus
Chiclayo ist eine der größten Städte Perus und gleichzeitig die Hauptstadt der Region „Lambayeque“. Die Stadt liegt an der Küste des Landes und ist wegen seiner freundlichen Bewohner auch als „die Stadt der Freundschaft“ (Capital de la Amistad) bekannt.
Chiclayo ist ein Treffpunkt für die Menschen aus dem Amazonasregenwald und der Küstenregion des Landes und somit eine der wichtigsten und größten Handelsstädte Perus. Chiclayo ist sowohl eine moderne, als auch eine traditionelle Stadt mit typischen Bauwerken, bunten Märkten, schönen Sandstränden und jeder Menge an interessanten Sehenswürdigkeiten. Die Stadt bietet eine ganze Reihe an Ruinen und Überbleibseln alter Kulturen aus der präkolombianischen Zeit und aus anderen Epochen.
Aus Chiclayo stammen einige der wichtigsten frühzeitlichen Kulturen aus der Geschichte Perus, wie zum Beispiel „die Mochicas“ oder die „Sican“-Kultur. Aus der Kultur der „Mochicas“ stammt auch der legendäre „Senor de Sipan“, dessen Grabmal und dessen Mumie man noch heute im Museum in Lambayeque bestaunen kann. Die ursprüngliche Pyramide, in der man den „Senor de Sipan“ bestattet hat, liegt übrigens nur einige Kilometer von Lambayeque bzw. Chiclayo entfernt und ist eine weitere Sehenswürdigkeit der Region.
Die „Mochica“ Kultur entwickelte sich zwischen dem ersten und siebten Jahrhundert n.Chr. in der Küstenregion Perus. Eine der wichtigsten Eigenschaften dieser Kultur war die Kenntniss über die Hydrauliktechnik. Indem die Mochika Wasser zweckmäßig nutzten und beeindruckende Bewässerungssysteme um ihre Dörfer herum anlegten, waren sie in der Lage eine äußerst effiziente Landwirtschaft zu betreiben. Ihre technischen Kenntnisse und Fähigkeiten halfen den Mochika, sich zu einer erfolgreichen Kultur zu entwickeln, ihre ökonomische Lage zu verbessern und ihr Reich auszudehnen. Die Mochika eroberten fast die ganze Küste Perus und gründeten heutige Städte wie „Ancasch“, „La Libertad“ und Lambayeque, die Stadt, die dem Departemente Lambayeque den Namen gab. Noch heute sind die Überreste der Mochika, ihre Ruinen und vor allem die Keramiken eine wichtiger Bestandteil der regionalen Tourismusbranche. Die Herstellung von Keramik gehörte ebenfalls zu den herausragenden Eigenschaften dieser Kultur. Neben Gefäßen und Schmuckstücken aus diesem Material fertigten die Mochika kunstvolle Schmiedearbeiten aus Gold und Kupfer. Die zwei wichtigsten Museen in Lambayeque sind voll mit den Schmuckstücken und Gebrauchsgegenständen, die von den kunstfertigen Händen der Mochika-Schmiede gefertigt wurden.
Zwischen dem achten und vierzehnten Jahrhundert n.Chr. tauchte in der Küstenlandschaft Perus eine zweite sehr erfolgreiche Kultur auf. Die „Sican“ übernahmen viele Kenntnisse der Mochica und verbesserten diese. Lambayeque lässt sich als Zentrum dieser Kulturen bezeichnen und ist im Gegensatz zu vielen anderen, von den Spaniern gegründeten Städten, wie Piura Trujillo oder Lima eine Siedlung die von einer Mischung der verschiedenen Indio-Kulturen gegründet wurde. In den Unabhängigkeitskriegen und Widerstandsbewegungen der Indios gegen die spanischen Eroberer spielte Lambayeque daher auch eine wichtige Rolle. Sehr lange war die kleine Stadt an der Pazifikküste nicht nur der Namensgeber sondern auch die Hauptstadt des Departementos, bis im Jahre 1805, „Felipe Santiago Salaverry“ die Stadt Chiclayo zur Hauptstadt ernannte und die „Stadt der Helden“ schuf. Chiclayo entwickelte sich rasend schnell und stieg rasch zur wirtschaftlich bedeutendsten Siedlung der ganzen Region auf. Heute ist Chiclayo nicht nur ein wichtiges ökonomisches Zentrum sondern auch sehr wichtig für die regionale Tourismusbranche. Dies liegt nicht nur an den zahlreichen archäologischen Attraktionen, dem warmen Klima und der Nähe zu den schönen Pazifikstränden Perus, sondern wohl auch an den freundlichen und interessanten Einwohnern. Im Winter des jahres 2007 kam übrigens ein weiteres archäologisches Highlight von Chiclayo zum Vorschein, als Forscher die mit 4000 Jahren ältesten Wandmalereien Amerikas entdeckten.
Die Einwohner leben überwiegend von der Landwirtschaft und dem Anbau von Reise, Zucker und exotischen Früchten sowie natürlich von der Fischerei und dem Tourismus und dem Handeln mit den Nachbarstädten. Chiclayo ist ein Treffpunkt für viele Menschen, die ihre Waren aus den entferntesten Gegenden zum Verkauf in die Stadt bringen.
Posted by A.M.Diaz, Chiclayo/ Peru
Unser Programm für Chiclayo bzw. Lambayeque beinhaltet verschiedene Angebote für längerfristige Auslandsaufenthalte mit Praktikumsbezug, Auslandssemester, ein Freiwilliges Soziales Jahr in Peru und Sprachreisen.
Die Geschichte Limas
Die Ankunft der Spanier in Peru ging mit der Suche nach einer neuen Stadt einher, in der sie sich niederlassen konnten, eine Stadt, an der sie ihr neues Reich in Südamerika stabilisieren konnten. Lima wurde von dem Spanier „Franzisco Pizarro“ im Jahr 1535 gegründet, nachdem die erste von den Spaniern erbaute Stadt „Jauja“ eine eher unzweckmäßige Lage für eine Hauptstadt hatte. Vor dem Namen Lima, nannten die Spanier den Ort an der Küste Perus „die Stadt der Könige“.
Lima wurde danach zum Zentrum des peruanischen Vizekönigreich erhoben und damit begann in Lima eine neue Zeit der ökonomischen Entwicklung. Die Ureinwohner Limas waren unter dem Druck der Inquisition der katholischen Kirche dazu gezwungen, die Religion und die Lebensgewohnheiten der Spanier anzunehmen, wodurch man die Inkakultur nach und nach zerstörte. Viele Sklaven wurden aus Afrika entführt und nach Peru gebracht, um auf Äckern und Plantagen zu arbeiten.
In Lima wurden viele wichtige Gebäude errichtet und ein weit reichendes Handelszentrum aufgebaut. In dieser Zeit entstand auch die erste Universität Südamerikas, die „Universidad San Marcos“ und der Hafen von Callao, der eine wichtige Verbindung für den Handel zwischen Peru und der Welt darstellte.
Im Laufe der Zeit ertrug Lima viele gewaltige Naturkatastrophen, denn die Stadt befindet sich wie viele Städte in Südamerika in einem Erdbebengebiet. Diese verursachten im Laufe der Geschichte häufig Zerstörungen und brachten viel Elend für die Bevölkerung mit sich und wirkten sich damit negativ auf die wirtschaftliche Lage Limas aus, verlangsamten also die Entwicklung der Stadt.
Trotzdem war Lima schon nach kurzer Zeit die wichtigste Stadt für den südamerikanischen Handel. In der Stadt wurden nämlich durch den Callao–Hafen und durch den Panama-Kanal viele wichtige Geschäfte des Kontinents verwirklicht.
Die Einwohner Limas tauschten dabei beispielsweise ihr Silber aus Peru gegen fremde Importwaren aus.
Generell war die Lage in Lima damals sehr gut und den Bewohnern ging es bestens, wodurch viele Leute aus den Anden auswanderten um ihre Geschäfte zukünftig in Lima zu machen und dort ihr Glück zu versuchen. Doch aufgrund weiterer Erdbeben, die Lima nicht viel verschonten, entstand in der Stadt doch langsam eine eher kritische Lage. Dies war eine schlechte Zeit für Lima, Epidemien bedrohten den Wohlstand und die Gesundheit der Bevölkerung und obendrein gab es noch Kämpfe um die Unabhängigkeit Perus, die das Leben von vielen Leuten gekostet hat und es sollte noch viel mehr Kämpfe in dem südamerikanischen Land geben.
Eine Gruppe von Befreiern aus Argentinien und Chile brachte für die Peruaner schließlich die Hoffnung mit, zukünftig in einem freien Land zu leben und von den Spaniern unabhängig zu sein. Im Jahr 1821 wurde in der Stadt Lima die Unabhängigkeit Perus proklamiert und damit der letzte Vizekönig aus dem Land verdrängt. Doch dieser Erfolg war ein Resultat ständiger Kämpfe gegen die Spanier und kostete die peruanische Freiheitskämpfer eine Menge Kraft. Die Kämpfe um und in der Hauptstadt Lima waren sehr heftig und bewirkten anschließend wiederum Armut für das Volk und einen großen Mangel an Lebensmittel. Durch viel Arbeit und den raschen Wiederaufbau Limas, erholte sich die Stadt und entwickelte sich weiter.
In der Geschichte Perus gab es übrigens einen weiteren Krieg namens „La Guerra del Pazifico“. Der Krieg gegen die Chilenen war dabei ein sehr harter Schlag für die Peruaner, denn die Chilenen zerstörten fast alles im Land. Vor allem die Infrastruktur Perus litt gewaltig unter diesem Krieg. Bibliotheken, Museen und zivile Häuser wurden geplündert, Frauen wurden vergewaltigt, Kinder getötet und Gebäude und Häuser in den Städten niedergebrannt. Die Hauptstadt Lima befand sich damals in einer sehr schwierigen Situation und brauchte nach dieser Niederlage sehr lange, bis sich langsam wieder Wohlstand einstellte.
Lima ist heute die größte und die dichtbevölkerteste Stadt Perus mit 43 großen Stadtteilen. Die Stadt an der peruanischen Pazifikküste ist auch aktuelle immer noch die wichtigste Handelsstadt Perus und das bedeutendste Wirtschaftszentrum.
In Lima gibt es mehr als 26 Universitäten, demnach auch viele Möglichkeiten ein Auslandssemester oder ein ganzes Studium in Peru durchzuführen, jede Universität hat dabei ihre eigene Unterrichtsmethode und spezielle Fachgebiete. Einige der peruanischen Universitäten in Lima sind für ihre jeweiligen Fachbereiche in ganz Peru bzw. Südamerika bekannt, wodurch zahllose Studenten aus den Provinzen nach Lima kommen um dort zu studieren und eine bessere Ausbildung zu bekommen. Die Stadt scheint unaufhörlich zu wachsen, wobei diese schnelle Expansion der Stadtgrenzen gerade in den äußeren Stadtteilen Limas ein großes Problem darstellt. In vielen Außenbezirken Limas entstehen heute illegale Siedlungen die wie „Pilze aus dem Boden schießen“.
Wer sein Auslandsemester in Peru bzw. in Lima verbringen möchte, hat in der Stadt viele gute Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen. Die Hauptstadt Perus bietet neben Chiclayo die größten und besten Discotheken des Landes, Restaurants mit einer vielfältigen und weit über die Landesgrenzen berühmten Küche, moderne Geschäftsviertel und Einkaufsstraßen sowie eine schier unglaublicher Anzahl an interessantes Sehenswürdigkeiten und Bauwerken aus der präkolombianischen Zeit..

In Lima befindet sich auch der größte Flughafen Perus „Jorge Chavez“, heute ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt Südamerikas. Die Altstadt von Lima wurde bereits 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Man sollte sich viel Zeit nehmen, um die Stadt kennen zu lernen wenn man auf einer Perureise oder einer Südamerikareise ist, bzw. während einem längeren Auslandspraktikum in Peru in die Nähe Limas kommt.
Posted by A.Celis, Chiclayo Peru
Unser Angebot für Südamerikareisen enthält Peru Sprachreisen, unsere Programme für ein Praktikum in Peru sowie Studienangebote in verschiedenen peruanischen Städten. Spanischkurse in Peru finden Sie in unserer Rubrik Spanisch Sprachreisen Peru.
Der peruanische Regenwald
Durch einen Auslandsaufenthalt in Peru hat man die Möglichkeit dieses einmalige Land mit seiner faszinierenden Landschaft näher kennen zu lernen. Peru bietet drei vollkommen unterschiedliche Klimazonen und eine wunderbare Kultur mit exotischen und neuen Eindrücken. Neben der teils fruchtbaren Küstenlandschaft (Costa) und dem schneebedeckten Gebirge der Anden (Sierra) lädt die dritte Region, die peruanische „Selva“, zu einem Besuch ein. Der Teil des Amazonas-Regenwaldes in Peru gehört nicht nur zu den ursprünglichsten tropischen Regenwaldgebieten dieser Erde, Peru wird auch die Wiege des Amazonas genannt sondern ist auch der mit Abstand schönste tropische Dschungel Südamerikas. Wer sich also für längere Zeit, sei es für ein Auslandspraktikum, für einen Sprachkurs oder für ein Auslandssemester in Peru aufhält, sollte sich die nötige Zeit einplanen um einen Abstecher in einen der schönsten Regenwälder Südamerikas zu unternehmen.
Eintauchen in einen tropischen Fluss mitten im Wald, exotisches Essen, Spaziergänge und Ausflüge durch die faszinierende Natur sind einige von den vielen Beschäftigungen, die Abenteuer und ungewöhnliche Erfahrungen versprechen. Von denen gibt es in Peru, beziehungsweise im peruanischen Regenwald reichlich genug.
Die „Selva“ in Peru ist weltweit bekannt für ihre große Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen, außerdem gibt es wunderbares exotisches Essen und Getränke die mit Zutaten, die in der Region angebaut worden sind, hergestellt worden sind. Genauso exotisch wie die kulinarischen Spezialitäten und die Landschaft, sind aber auch die Menschen in dieser Gegend. Wer ein Praktikum in Peru absolvieren möchte oder ein Auslandssemester beziehungsweise ein Studium in Peru anstrebt, sollte also auf jeden Fall diese exotische Region besichtigen.
Der peruanische Regenwald nimmt wie alle Regenwälder dieser Erde eine wichtige Funktion ein, der er dient als Lunge unserer Welt. Der in Peru sehr lang gestreckte Amazonas-Wald besteht hier aus drei Teilen, dem hoch gelegenen und dem tiefer gelegenen Regenwald sowie einem Palmensavannen-Gebiet.
Der peruanische Hochregenwald „ Yunga“ befindet sich am westlichen Rand der Andenkordilleren (Coordillera de los Andes), sein Klima ist sehr feucht und warm, außerdem regnet es hier sehr viel und sehr stark. Der starke und häufige Regen ist ein Grund für die vielen romantischen Wasserfälle in der Region. Die Vegetation ist hier am üppigsten und daher sehr schwer zu durchdringen, man findet hier zahlreiche Orchideenarten, gewaltige Begonien und Tausende von anderen Pflanzen. Der peruanische Hochregenwald beheimatet auch die einzige Art an südamerikanischen Bären, den „Oso de anteojos“ und viele andere Tierarten, von denen man einige sogar früher für ausgestorben hielt.
Der tiefer gelegene peruanische Regenwald ist die größte Dschungel-Region Perus, in der auch die meisten Tieren und Pflanzen dieser Welt beheimatet sind. Hier befinden sich auch die meisten und größten Flüsse Perus, wie „El Amazonas“, „Madre de Dios“ oder „Ucayali“, die für den Ureinwohner als Quelle für seinen Lebensunterhalt sowie für die Kommunikation und den Austausch mit den jeweiligen Nachbarn genutzt werden.
Hier leben tausende ungewöhnliche Tierarten, wie zum Beispiel das größte Nagetier der Welt „ El Ronsoco“, Schlangen, Pumas, Jaguare, schwarze Alligatoren, Anacondas und viele weitere noch unbekannte Arten von Fröschen, Spinnen und Insekten. Außerdem findet man in dem tiefer gelegenen peruanischen Regenwald mehr als 20000 Arten von Pflanzen und Früchten, die auch für medizinische Zwecke genutzt werden können.
Die Palmensavanne ist eine kleine Region in der Nähe der Grenze von Peru zu Bolivien, die andere spezifische Merkmale aufweist. Hier ist das Klima sehr warm und regnerisch, manchmal kann es hier so viel regnen, dass die ganze Palmensavanne überschwemmt wird. Auf dieser weiten Ebene leben besondere Tiere die sich an die Umstände der Palmensavanne angepasst haben, wie der Gelbschnabel-Tukan, Ara, Ameisenbären oder Wölfe (Los Lobos de Crin). Wenn Sie sich die Zeit für ihren Auslandsaufenthalt in Peru einteilen, sollten sie neben dem Sprachkurs, dem Auslandsstudium oder dem Auslandspraktikum genügend Zeit für eine Reise durch den peruanische Regenwald aufheben, damit Sie dieses einmalige Naturschauspiel nicht verpassen.
Posted by A.Celis, Chiclayo / Peru
Städte in Peru – Piura
Wenn man seine Sprachkenntnisse verbessern möchte, dann sollte man schon einmal in einem fremden Land gewohnt haben. Oder zumindest einen Sprachurlaub im Ausland gemacht haben. Die Weltsprache Nummer eins ist und wird es auch immer bleiben Englisch. Doch neben Englisch gibt es noch einige andere wichtige Sprachen wie beispielsweise, Spanisch, Französisch oder auch Italienisch.
Man sollte auf jeden Fall mal in einem Land gelebt haben, wo die jeweilige fremde Sprache auch gleichzeitig die Muttersprache der Einheimischen ist.
Bei der Sprache Spanisch hat man sehr viele Möglichkeiten, denn nicht nur in Spanien wird Spanisch gesprochen. Einige Staaten in Amerika, besonders Lateinamerika haben als Muttersprache Spanisch. Einige Beispiele sind Chile, Kolumbien, Ecuador und Peru.
Peru liegt im Westen von Südamerika und hier ist die Landessprache Spanisch.
Eine der größten und interessantesten Städte in Peru ist Piura. Sie ist die sechstgrößte Stadt im Land und hat circa 345.000 Einwohner.
Diese Stadt wurde bereits im Jahre 1532 von einem Spanier gegründet. Piura ist somit die erste spanische Stadt auf dem Gebiet des heutigen Perus. Doch leider sind aus der Gründerzeit nicht allzu viele Gebäude erhalten geblieben. Nur vereinzelt findet man noch ein Haus aus dieser kolonialen Zeit.
Die Stadt liegt im Norden des Landes und ist auch zugleich die Hauptstadt der gleichnamigen Region Piura.
Sehens- und auch lohenswert ist die Kathedrale der Stadt, denn diese stammt bereits aus dem Jahre 1588. Also geschichtlich gesehen entstand die Kathedrale kurz nach der Gründung der Stadt.
Es gibt hier noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt gesehen haben sollte. Wenn man schon einen Sprachaufenthalt in Peru macht, eine Sprachreise nach Peru unternimmt oder zum Studieren dorthin geht, dann sollte man auch eine Rundreise durch Peru machen und sich die wichtigsten oder zumindest die größten Städte des Landes anschauen.
Einfach mal das Internet nach Peru durchsuchen und sich dann darüber informieren, was es dort für interessante und vielseitige Städte gibt. Man kann auch einfach in einem Reiseführer über Peru nachschauen.
Posted by A.Celis, Chiclayo Peru
Die Altstadt von Lima
 Altstadtrundgang
Bereits 1991 wurde die eigentliche Altstadt der peruanischen Metropole von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt und in den schachbrettartigen Straßennetzen und Gassen um die Plaza Mayor gibt es eine Vielzahl an interessanten Sehenswürdigkeiten zu entdecken.Wer in Lima nur zur Durchreise verweilt oder sich überhaupt nicht für derartige Dinge begeistern kann, der sollte doch zumindest einen halbtägigen Rundgang durch die eigentliche Altstadt unternehmen. Wir möchten hier eine kurze Tour vorstellen, in der man innerhalb von sechs bis acht Stunden die wichtigsten Bauwerke und Plätze der Stadt zu Gesicht bekommt, wenn man nicht allzu lange in einer der Kirchen oder Paläste verweilt. Man startet die Tour durch die Altstadt Limas am besten von der Plaza Mayor aus, von der man im Anschluss an die Besichtigung auch direkt auf den San Cristobal fahren kann. Von der Plaza startet eine der vielen Touristenbuslinien und fährt in regelmäßigen Abständen auf den nahe liegenden Berg, von dem man bei gutem Wetter und nicht allzu viel Nebel, einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und die Küste mit ihren Steilhängen hat. Die Plaza Mayor mit ihren kolonialen Prachtbauwerken besitzt eine wirklich prächtige Kulisse und hier findet man unter anderem den Regierungspalast und das eigentlich Rathaus von Lima. Der prunkvoll verzierte Brunnen in der Mitte des Platzes dient in Peru übrigens auch gleichzeitig als Nullpunkt für sämtliche Entfernungsmessungen. An der Südostseite der Plaza steht die mächtige Kathedrale der Hauptstadt, in der man den angeblichen mumifizierten Leichnam des spanischen Eroberers Francisco Pizarro bestaunen kann. Die Kathedrale beinhaltet ebenfalls ein kleineres Museum mit sakralen Kunstgegenständen.
Direkt neben dem großen Bauwerk steht die kleine und unscheinbar wirkende Iglesia del Sagrario, die eigentlich keine Besonderheiten aufweist und keinen Grund für einen längeren Aufenthalt bietet. Der Regierungspalast und Amtssitz des peruanischen Präsidenten wurde im neoklassischen Stil erbaut und steht an der Stelle des ehemaligen Palastes von Franco Pizarro. Für eine der Führungen, die werktags von 10:00 bis 11:00 stattfinden, benötigt man jedoch eine Besuchererlaubnis, die man direkt beim Tourismusbüro (Oficina de Tourismo, Jr. De la Union s/n, Plaza Pizarro, Büro 201) bekommen kann. Kontakt ist auch unter 311-3908 oder per E-Mail unter palacio@comunidadperuana.com möglich. Bemerkenswert ist auch die Wachablösung der bunt gekleideten Garde, die jeden Tag um die Mittagszeit an der Plaza abgehalten wird. Die mit goldenen Helmen gekleideten Gardesoldaten bieten mit ihren schicken Uniformen einen wirklich reizvollen Eindruck und müssen sich damit weder vor den Soldaten der Schweizer, noch der königlichen britischen Garde verstecken. Planen Sie auf jeden Fall ein, zur Mittagszeit in der Nähe. Neben der Kathedrale und dem Palacio de Gobierno, dem Regierungspalast, sticht als drittwichtigste Sehenswürdigkeit das Gebäude der Stadtverwaltung von Lima hervor. Die einzelnen Stadtteile besitzen alle ein eigenes Municipalidad, vor allem im Stadtteil Miraflores gibt es einen sehr schönen Bau, aber das aus Sandstein gebaute und mit reizvollen Holzerkern ausgestattete Rathaus an der Plaza ist wohl das Imposanteste.
Ein weiteres Highlight im direkten Altstadtbezirk ist das Kloster von San Francisco, dessen Kirche ebenfalls zum Weltkulturerbe gehört. Sowohl der Hauptbau, als auch das Kirchengebäude gehören beide zu den schönsten Bauten in Lima, die aus der Kolonialzeit stammen. Das Kloster ist aus zwei Gründen interessant:
Zum einen wegen der umfangreichen Sammlung an uralten Schriften, Pergament und historischen Chroniken, zum anderen wegen der unterirdischen Katakomben unter dem Kloster. In den unzähligen und weit verzweigten Gängen unterhalb des Gebäudes wurden ca. 75.000 Tote bestattet, wobei die Knochen und Schädel an verschiedenen Stellen in den Gängen, auf teilweise sehr makabrer Art und Weise aufgetürmt wurden.
Für einen geringen Betrag (1,25 Euro und 0,25 Euro für Studenten) erhält man Zutritt zum gesamten Klostergebäude, sowie eine Führung durch die ganze Anlage (inklusive des kleinen Klostermuseums und der Katakomben). Die Führungen werden sowohl auf Spanisch, als auch auf Englisch angeboten und man muss nur eine kurze Zeit in der kleinen Eingangshalle des Klosters warten, bis die nächste Führung stattfindet. In der gleichen Straße in der sich das Kloster liegt, befindet sich auch der Zugang zur Calle Ancash und das reizvolle Gebäude der Casa Pilatus in dem das nationale Kulturinstitut sitzt. Folgt man der Straße kommt man auf die Kreuzung zur Avenida Abancy mit dem Plaza Bolivar und dem Denkmal des Unabhängigkeitskämpfers Simón BolÃvar, der in vielen südamerikanischen Ländern als Nationalheld gehandelt wird.
Hinter dem Platz befindet sich das gebäude des Congreso und das bekannte „Haus der Dreizehn Münzen“ in dem man heute in einem wirklich geschmackvoll eingerichteten Restaurant zum Essen einkehren und die stilvolle koloniale Einrichtung genießen kann. Direkt um die Ecke liegt das Museo del Tribunal de la Santa Inquisicion, das schaurig schöne Museum der heiligen Inquisition, in dem Folterwerkzeuge und eine komplette Ausstellung zum Thema präsentiert werden. Im selben Haus befindet sich auch die Universitätsbibliothek, bei der sich auch ein kurzer Besuch lohnt. Der Eintritt und die Führungen im Museum der Inquisition sind übrigens komplett kostenlos. Wer diesen Teil des Altstadtrundgangs in normalem Tempo durchführt, der benötigt weniger als drei Stunden, allerdings kann man dann nicht sehr lange an den jeweiligen Orten verweilen. Alleine für die Besichtigung des Klosters San Francisco und vor allem für eine Führung durch die Katakomben, sollte man sich etwas länger Zeit nehmen.







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