Reiseforum Südamerika
Die Ruinenstadt Kuelap im Norden Perus ist einer der vielen weiteren Sehenswürdigkeiten, die Peru neben Machu Picchu zu bieten hat. Während die allermeisten Touristen sich nur für die bekannte Rundreise mit Cusco, Arequipa und vielleicht noch den Linien von Nasca entscheiden, werden wirkliche archäologische Highlights wie Kuelap meist vernachlässigt. Gerade in Bezug auf die Ruinenstadt in Nordperu muss man aber sagen, dass Kuelap sich mindestens mit Machu Picchu messen kann, in vielerlei Hinsicht aber noch weitaus spektakulärer als der „alte Gipfel“ ist.
Die gigantische Anlage wurde nach Meinung der meisten Forscher in über tausendjähriger Arbeit erbaut, wobei mehr als 25 Millionen Kubikmeter an Material verwendet wurden. Vergleicht man dies beispielsweise mit der Cheopspyramide in Ägypten, so ist das die dreifache Menge an Baumaterial und dies in einer schwindelerregenden Höhe von über 3000 Metern. Die gesamte Kultur der ehemaligen Erbauer von Kuelap, den Chachapoya ist dabei höchst geheimnisvoll und bisher kaum erforscht. Interessant ist dabei auch, dass die Inka größte Schwierigkeiten hatten, dieses mysteriöse Volk zu unterwerfen und die Festung Kuelap selber nicht einnehmen konnten. Die Umgebung von Kuelap wird von Archäologen und Forschern als das Areal mit der höchsten Dichte an unentdeckten oder vollkommen unerforschten historischen Sehenswürdigkeiten auf dem ganzen lateinamerikanischen Kontinent bezeichnet.
Schon der Weg nach Kuelap ist ein einmaliges und abenteuerliches Erlebnis. Besucher können beispielsweise von Bagua Grande aus anreisen und müssen lediglich drei bis vier Stunden Fahrt in Kauf nehmen. Zuerst geht die Reise nach Chachapoyas, der Hauptstadt der Region Amazonas in der es derzeit sogar einen deutschstämmigen Bürgermeister gibt. Die Kleinstadt liegt auf über 2300 Metern Höhe und bietet zahlreiche interessante Bauwerke und natürlich ein einmaliges Panorama. Von Chachapoyas, kann man beispielsweise mit einer der zahlreichen Agenturen einen Ausflug nach Kuelap buchen. Die Fahrt dorthin dauert je nach Fahrweise ca. 2 bis 3 Stunden und führt über schwindelerregende Bergpässe und Serpentinen. Man sollte unbedingt eine zuverlässige Agentur und ein sicheres Fahrzeug auswählen und nicht gleich das billigste Angebot in Anspruch nehmen. Die Fahrt ist wirklich nichts für schwache Nerven, da man während der ganzen Zeit im wahrsten Sinne des Wortes am Abgrund fährt. Der Weg lohnt sich aber auf jeden Fall, den am Ende wartet die Festung Kuelap, die man vom neu gebauten Parkplatz nach einem weiteren Fußweg von ca. 20 Minuten erreicht.
> Alle Praktikumsstellen in Nordperu – Chiclayo
Kuelap ist in mehrere Abschnitte und eine weitere Festung im oberen Teil getrennt, wobei der größte Teil der Anlage immer noch vollkommen unerforscht und nicht freigelegt ist. Man wandert in dem wirklich imposanten Gelände zwischen den Ruinen, die von Bromelien und Orchideen überwuchert sind herum und benötigt schon einige Zeit um alles einmal gesehen zu haben. Im erforschten Teil der Anlage sind Archäologen immer noch dabei weitere Abschnitte Kuelaps freizulegen und graben ständig neue Funde aus. Eines der bekanntesten und dabei gleichzeitig auch mysteriösesten Bauwerke von Kuelap ist „El Tintero“, das Tintenfass. Der Name rührt von der Bauweise her, die von Außen nach unten schmäler und nach oben breiter wird, wobei es im Inneren genau umgedreht ist. Die offizielle Erklärung lautet, dass es sich um eine Tempelanlage handelt, wobei es viele weitere Deutungsweisen gibt und weitere Indizien auf eine andere Nutzungsweise hindeuten. In der Umgebung des „Tintero“ fand man viele Knochen von Menschen, darunter auch von Menschen anderer Abstammung und einer viele tausend Kilometer entfernten Herkunft. Im Inneren des Bauwerkes wurden Raubtierknochen entdeckt und einige Forscher halten „El Tintero“ für eine Folterkammer, ein Gefängnis oder einen Hinrichtungsort, andere sprechen von einem Observatorium, da Lichtstrahlen sich zu bestimmten Tageszeiten im Zentrum des Gebäudes treffen. Der „Tintero“ in Kuelap ist auf jeden Fall eines der großen Mysterien der Anlage.
Genauso mysteriös und interessant wie Kuelap sind natürlich die Erbauer selber, die Chachapoyas. Der Name wurde dem geheimnisvollen Volk durch die Inka gegeben und bedeutet soviel wie Wolkenmenschen oder Nebelkrieger. Die Inka sprachen von „großen und hellhäutigen Kriegern“. Die Chachapoyas wurden nie ganz durch die Inka besiegt und konnten erst kurz vor Eintreffen der spanischen Konquistadoren zum größten Teil unterworfen werden. Kuelap ist die bedeutendste Festungsanlage und eine der wichtigsten Anlagen der Chachapoyas.
Neben den gigantischen Bauwerken von Kuelap ist die eindrucksvolle Landschaft der zweite wichtige Grund um eine Reise dorthin einzuplanen, wenn man zu Besuch in Peru ist. Von Chiclayo benötigt man ca. 10 bis 12 Stunden mit Bussen inklusive der letzten Fahrt mit einer Reiseagentur oder einem Taxi.
> Alle Angebote auf unserer Hauptseite – Sprachkurse, Studienreisen und Auslandspraktika
Auf unserer Webseite www.auslandspraktikum.in steht nun auch unser neues Peru Forum bereit. Das Forum erreichen Sie unter www.auslandspraktikum.in/forum. Hier finden Sie zukünftig Reiseberichte und interessante Artikel über das vielseitigste Land Südamerikas, angefangen von Hotel- und Restaurantrezensionen, über aktuelle Hinweise zu Peru, Reisetipps und kulturelle Besonderheiten, bis hin zu Stellenangeboten für Auslandspraktika. Alle neuen Community-Mitglieder nehmen auch im Peru Forum automatisch an der Verlosung unseres Gewinnspieles für die besten Artikelschreiber des Jahres 2010 teil. An Gewinnen winken im Peru Forum beispielsweise satte Zuschüsse für alle Programme aus den Rubriken Auslandspraktika, Sprach- und Studienreisen oder Auslandssemester. Teilnehmen kann dabei jeder, es zählen alle Artikel und neu eingestellte Themen im Peru Forum.
Ab sofort steht unter der URL http://www.auslandspraktikum.in/forum/sudamerika-forum-f31.html unser neues Forum Südamerika für alle interessierten Nutzer bereit. Hier können Beiträge rund um das Thema Südamerika veröffentlicht werden. Reiseberichte, News, Erfahrungen und Informationen zu einem Auslandspraktikum in Südamerika oder einem Sprachkurs. Das neue Forum soll dabei als Community-Plattform dienen und zu Diskussionen und Beiträgen über alle südamerikanischen Länder wie beispielsweise Peru, Ecuador oder Bolivien anregen.
Hier geht es direkt zu unserem neuen Forum Südamerika
Egal ob man noch weitere Tipps für die nächste Südamerika-Reise braucht oder nach einer Begleitung für den nächsten Trip durch den lateinamerikanischen Kontinent sucht, für alle diese Belange ist genügend Platz im Forum vorhanden.
Obwohl das Community-Angebot noch relativ neu ist, konnten wir schon jede Menge Neuanmeldungen verzeichnen und möchten weiterhin interessante Beiträge und neue Themen belohnen. Aus diesem Grund suchen wir nach aktiven Schreibern für unsere Forum Südamerika und sponsern für den ersten bis zehnten Platz eine satte Zuzahlung für alle unsere Programme in Südamerika hinzu.
Wer hier Spaß am Schreiben hat, kann sich bis zu 400 Euro für den nächsten Auslandsaufenthalt hinzuverdienen. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um einen Sprachkurs, einen Freiwilligendienst oder ein Auslandspraktikum in Südamerika handelt. Dieses Angebot für alle User gilt übrigens bis Ende 2011 nicht nur für das Forum Südamerika auch für alle unsere anderen Portale auf www.auslandspraktikum.in/Forum
Neben den ägyptischen Pyramiden im Tal der Könige, sind wohl die Pyramiden in Südamerika die bekanntesten Vertreter dieser mystischen Bauwerke. Auf dem lateinamerikanischen Kontinent gab es jedoch eine ganze Reihe an unterschiedlichen Hochkulturen, die Pyramiden bauten und wer einmal die Zeit für eine ausgiebige Lateinamerika Rundreise hat, sollte sich unbedingt einige der Pyramiden in Südamerika anschauen. Zu den faszinierendsten Bauwerken dieser Gattung gehören wohl die gigantischen Ruinen der Maya, die gleichfalls zu den mysteriösesten Völkern unsere Erde zählten. Zu Zeiten ihrer Hochkultur vor mehren tausend Jahren verfügten die Maya bereits über ein architektonisches und astronomisches Wissen, dass Wissenschaftler unserer Zeit immer wieder aufs Neue fasziniert. Die Maya errichteten perfekt ausgerichtete Pyramiden und monumentale Tempelanlagen bis sie dann fast von einem auf den anderen Moment spurlos verschwanden.
Neben den Pyramiden der Maya, die in Mittelamerika, vor allem im heutigen Yucatan und Guatemala stehen, gibt es aber eine ganze Reihe anderer Völker die gleichartige Bauwerke errichteten. Neben den Inka, die hauptsächlich in Peru, aber auch teilweise in Bolivien und Ecuador genauso faszinierende Monumente wie beispielsweise die vergessene Stadt Machu Pichu oder die Festung Saqsaywaman bei Cusco errichteten, gibt es unter anderem in Peru weitere mindestens genauso mysteriöse Ruinen zu bestaunen. Wer sich für ein Praktikum in Peru oder einen Auslandsaufenthalt in der Andenrepublik entscheidet und sich dabei in der nordperuanischen Stadt Chiclayo aufhält, sollte unbedingt einmal einen Ausflug zum geheimnisvollen Tal der Pyramiden von Túcume in der Nähe Chiclayos unternehmen. Chiclayo bietet neben den Pyramiden von Túcume übrigens weitere archäologische Highlights. Beispiele sind das Grab und die Pyramide des berühmten Herrn von Sipan, dessen Grabbeigaben und Mumien man in einem Museum in Lambayeque besichtigen kann, oder die aus Lehmziegeln erbaute Stadt Chan Chan, die einst die mächtige Hauptstadt des Chimu – Reiches war.
Wenn man schon in Chiclayo ist, stellen dann die archäologischen Stätten der Huaca Rajada ein weiteres lohnendes Ziel dar, da sie ebenfalls nur einen Katzensprung von Chiclayo entfernt liegen. Chiclayo eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt zu weiteren Rundreisen nach Ecuador oder in den schönsten Teil des peruanischen Amazonas Regenwaldes und wir empfehlen die Stadt immer wieder als Station für ein Auslandspraktikum, ein ganzes Auslandsjahr oder einen Studienaufenthalt in Peru. Wer sich für Peru entscheidet sollte allerdings auf jeden Fall einen Abstecher in die südliche Region des Landes und in die Anden unternehmen. Städte wie Cusco, die übrigens als schönste Stadt Südamerikas gilt und ein absolutes Highlight jeder Südamerikareise ist, oder Arequipa, sind dabei ein absolutes Muss. In der Nähe von Cusco lässt sich dann auch das Wahrzeichen Perus besichtigen, die lange Zeit vergessene Stadt Machu Pichu, die inzwischen sogar zu den „Neuen Weltwundern“ gewählt wurde. Interessante Bauwerke gibt es in der Region im Überfluss und in der direkten Nähe von Cusco liegen hunderte von Tempelanlagen, Ruinen und Festungsbauten der Inka.
Wer sich für Pyramiden in Südamerika interessiert, für den gilt es natürlich ebenfalls eine Tour zu einer der größten Pyramiden Lateinamerikas einzuplanen, nämlich zur Sonnenpyramide „Huaca del Sol“, die am Ausgang des Tals von Moche in Peru liegt.
Wer während dem Auslandspraktikum in Peru Zwischenstation in Lima macht, sollte sich unbedingt das Vergnügungsviertel Larcomar direkt an der Steilküste des Pazifiks in Lima anschauen. Larcomar liegt im Stadtteil Miraflores und bietet neben unzähligen Restaurants, Bars und Geschäften auch eine der besten Discotheken des Landes.
Reiseforum Peru: Spanischkurse Cusco
Als Spezialist für Südamerika Reisen umfasst unser Angebot an Sprachreisen natürlich auch Spanischkurse in der schönsten Stadt Lateinamerikas. Nutzen Sie die Möglichkeit in einer der eindrucksvollsten Städte der Welt Spanisch zu lernen und dabei die einmalige Welt der Anden in Peru zu erkunden. Neben einem vielfältigen Programm an Spanischkursen in Cusco, bieten wir ebenfalls Quechua-Sprachkurse sowie Auslandspraktika und Freiwilligendienst in Cusco an. Neben Spanisch Intensivkursen von 10 bis 30 Stunden Sprachkurs pro Woche, stehen Spanischkurse für Mediziner bzw. für medizinische Berufe, Spanischkurse für Wirtschaftswissenschaftler, Vorbereitungskurse auf das DELE-Examen und Kombinationsmöglichkeiten aus Spanischkurs & Praktikum bzw. aus Spanischkurs und Freiwilligendienst zur Verfügung.
Ein Auslandsaufenthalt in Cusco ist dabei ein ganz besonderes Erlebnis, egal ob man sich für eine Praktikumsstelle, einen Freiwilligendienst oder für einen der Spanischkurse in Cusco entscheidet. Die Stadt liegt auf über 3400 Metern Höhe inmitten der Bergwelt der Anden und in direkter Nähe zum „Wahrzeichen“ Perus, der vergessenen Stadt der Inkas bei Machu Pichu. Unzählige weitere Bauten, Festungen und Tempel der Inka, ein vielfältiges Angebot an Freizeitmöglichkeiten und Abendunterhaltung sowie eine wunderschöne Altstadt mit präkolombianischen Kultstätten und kolonialen Prachtbauten runden das Bild Cuscos ab.
Alle Spanischkurse in Cusco finden Sie hier.
Als Spezialist für Südamerika Reisen, Auslandspraktika und Studienaufenthalte in Lateinamerika, bieten wir unseren Reiseteilnehmern ebenfalls Rundreisen in Kombination mit einer Sprachreise an. Unsere Angebote ermöglichen ein südamerikanisches Land während einer Rundreise kennen zu lernen und dabei an mehreren Stationen Spanisch bzw. eine der traditionellen Sprachen des Kontinents, wie Aymara oder Quechua zu lernen. Sie können dabei eine Sprachrundreise auswählen und diese beliebig mit verschiedenen Bausteinen bzw. Stationen erweitern. Reisen Sie beispielsweise durch Ecuador, haben Sie nicht nur die Möglichkeit, an unseren Sprachschulen in Quito und Otavalo, sondern auch an so außergewöhnlichen Orten, wie einer Lodge mitten im Dschungel oder auf den Galapagos Inseln einen Sprachkurs zu besuchen. Unser Klassiker ist die dreiwöchige Sprachreise durch Ecuador, mit Zwischenstationen in Quito, Otavalo und einer ganzen Woche Aufenthalt im tropischen Amazonas-Regenwald, mit einem Spanisch Intensivkurs über die kompletten drei Wochen, Unterkunft und Vollpension für sagenhafte 1638,- Euro.
Reiseforum Peru: Die Bevölkerung Perus
Die Andenrepublik Peru gehört zu den ärmeren Staaten Südamerikas und ist neben Ländern wie Bolivien und Guatemala, einer der Staaten mit einer überwiegend indigenen Bevölkerung.
Die niedrigen Lebenshaltungskosten in Peru sind natürlich vorteilhaft, wenn man einen Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum in Peru absolvieren möchte, gleichzeitig bietet sich hier mit einem verantwortungsbewussten Tourismus die Möglichkeit, den Menschen dieses Landes zu helfen und die Wirtschaft zu unterstützen.
Die Indios in Peru sind hauptsächlich Nachfahren der Inka, die bis zum 15.Jahrhundert in fast ganz Südamerika herrschten und in der peruanischen Stadt Cusco ihre Hauptstadt errichteten. Rund 30 Prozent der peruanischen Einwohner sind Mestizen (Mischlinge zwischen weißen Einwanderern und Indios) und etwa 12 Prozent Weiße. Neben diesen drei vorherrschenden Gruppen leben auch einige Schwarzafrikaner und viele Asiaten im Land. Gerade aus Japan gab es einige Einwanderungswellen während der Amtszeit des peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori, der ursprünglich aus Japan stammte. Nach einer statistischen Erhebung aus dem Jahre 1999 wohnen ungefähr 72 Prozent der Einwohner Perus in Städten, wobei es in den letzten Jahren eine regelrechte Landflucht gegeben hat. Die Entwicklung hat zu einigen Problemen in den Vorbezirken verschiedener Großstädte geführt, da sich beispielsweise in Lima ständig neue illegale Siedlungen am Rande der Stadt gründen. Meistens werden diese illegalen Ortschaften nach einiger Zeit und durch den Protest der Bevölkerung anerkannt.
Die Lebenserwartung der Peruaner hat sich in den letzten Jahren aufgrund des Fortschritts bei der Versorgung der Bevölkerung erhöht und liegt mittlerweile sogar bei 70,3 Jahren (ermittelt im Jahre 2001). Trotzdem gibt es sehr viele Menschen, die unter der Armutsgrenze leben und die Infrastruktur ist in vielen Regionen nicht ausreichend. Der Altersdurchschnitt ist relativ gering und über 40 Prozent der peruanischen Bevölkerung ist unter 15 Jahren. Dieses sehr junge Durchschnittsalter wird zum einen durch eine hohe Geburtenrate aber auch durch ein nicht allzu hohes durchschnittliches Endalter der Menschen erreicht. Aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung und einem fehlenden öffentlichem Gesundheitssystem sterben immer noch viele ärmere Menschen an heilbaren oder einfachen Erkrankungen wie Grippe, Blinddarmentzündung oder anderen eher harmlosen Krankheiten. Gerade in den ländlichen Gegenden fehlt eine flächendeckende medizinische Versorgung und es gibt ebenfalls nicht genügend Ärzte und Krankenhäuser in vielen Regionen.
Peru hat eine sehr hohe Arbeitslosigkeit, die nach inoffziellen Schätzungen fast 50 Prozent (gemessen an der arbeitsfähigen Bevölkerung) erreicht. Da es in Peru fast keine staatlichen Sicherungssystem und damit natürlich auch keine Arbeitslosenversicherung gibt, ist diese hohe Anzahl an erwerbsuntätigen Personen sehr schlimm für viele Kinder und ältere Menschen.
„Soziale Brennpunkte“ im Land sind also zum einen die vielen ländlichen Regionen, in denen es eine ungenügende Infrastruktur und zuwenig flächendeckende medizinische Versorgung gibt und zum anderen die Randbezirke der Großstädte, allen voran die Hauptstadt Lima, in denen die meisten Menschen in den Zuwanderervierteln in großer Armut leben. Die Landflucht hat ebenfalls eine ganze Reihe sozialer Probleme hervorgerufen, da sich die Einwanderer in ihrer Kultur und in ihren Lebensgewohnheiten stark von der etablierten, hauptsächlich eher weißen Bevölkerung unterscheiden. En großer Teil der indigenen Einwohner in Lima lebt daher weit unter der Armutsgrenze und hat mit vielen Problemen zu kämpfen.
Die kulturelle Vielfalt und die vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (Peru wird dabei nur noch von Bolivien übertroffen) machen einen Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum in Peru natürlich sehr interessant. Die überwiegend indigene Bevölkerung in der Andenregion Perus, die man beispielsweise während einem Auslandspraktikum in Cusco kennen lernen wird, hat sich ihre alten Traditionen und Lebensweisen erhalten und bietet mit ihren typischen Trachten einen ganz anderen Anblick als beispielsweise die eher westlich orientierte Bevölkerung an der Küste. Im Regenwald Perus leben vielzählige unterschiedliche Kulturen und in der Nähe zu Ecuador gibt es sogar noch ca. 15 Indiogruppen, die bisher nicht mit der Außenwelt in Kontakt getreten sind.
Die Unterschiede in der Bevölkerung des Landes und die Reize dieser verschiedenen Kulturen sind ein weiterer Grund, sich bei einem Auslandspraktikum für einen Praktikumsplatz in Peru zu entscheiden.
Reiseforum Südamerika: Ein Auslandsaufenthalt in Peru
Das Land bietet sich hervorragend für einen Auslandsaufenthalt während dem Studium oder ein Auslandspraktikum in Südamerika an. Peru ist das mit Abstand vielfältigste Land des Kontinents und besitzt unendlich viele Möglichkeiten, sich die Zeit während dem Studium oder dem Praktikum im Ausland zu vertreiben. Die Landschaft der Andenrepublik besteht aus verschiedenen Klimazonen, vom feuchtheißen Dschungel des Amazonas Regenwaldes, über trockene Wüstengebiete und tropische Küstenoasen, die Gebirgsketten der Anden mit ihren mehreren tausend Meter hohen Gipfeln, bis hin zu malerischen Sandstränden an den Küsten des Pazifiks. Wer sich für ein Auslandspraktikum in Peru entscheidet oder hier seinen Auslandsaufenthalt in Südamerika verbringen möchte, sollte sich viel Zeit mitbringen um wenigstens einen Teil dieses wunderbaren lateinamerikanischen Landes zu erkunden. Für den Auslandsaufenthalt während dem Studium bietet sich Peru aber auch vor allem dadurch an, dass die peruanischen Lebenshaltungskosten äußerst niedrig sind. Wer bereits eine Unterkunft und einen Praktikumsplatz in Peru gefunden hat, benötigt für sein Auslandsjahr oder den Auslandsaufenthalt höchstens ein kleines Taschengeld von wenigen Euros pro Tag, je nachdem, wie man seine Zeit verbringen möchte.
Wer während dem Auslandsjahr oder dem Praktikum in Peru durch das Land reisen möchte, hat dabei unendlich viele Möglichkeiten. Die Andenregionen Perus locken mit einmaligen Städten wie Cusco (der schönsten Stadt Südamerikas), Arequipa oder Sehenswürdigkeiten wie der vergessenen Stadt der Inkas „Maccu Pichu“ und dem tiefsten Canyon der Welt, dem Colca Canyon. An der Küste lassen sich Städte wie Chiclayo, Trujillo, Piura, Ica oder Nasca mit den berühmten mystischen Linien von Nasca bestaunen und ein weiteres Highlight Perus ist mit Sicherheit die „Grüne Hölle“ des Amazonas Regenwaldes. Ob man nun von Lima aus aufbricht und die Dschungelregion um Puerto Maldonaldo zu erkunden oder von Chiclayo, der Großstadt im Norden losfährt, um von Bagua nach Iquitos, der schwimmenden Dschungelstadt zu gelangen. Der peruanische Regenwald ist einer der ursprünglichsten und herrlichsten Regenwälder unseres Planeten und Peru wird allgemein als die „Wiege des Amazonas“ bezeichnet.
Wer das Auslandspraktikum in Peru machen möchte, der hat auch bei der Wahl des Aufenthaltsortes verschiedene Möglichkeiten und Praktikumsplätze gibt es in Chiclayo, Lima und Cusco, wo man das Auslandspraktikum nicht nur mit einem Spanischkurs kombinieren kann, sondern auch die Möglichkeit hat, Quechua zu lernen. Spanisch Sprachreisen nach Peru bieten wir grundsätzlich in Cusco und in Chiclayo an.
Ihr Praktikum in Peru können Sie ebenfalls sowohl in Chiclayo, als auch in Cusco absolvieren. Wer das Praktikum in Chiclayo durchführen möchte, hat auch in der direkten Nähe der peruanischen Großstadt einige interessante Sehenswürdigkeiten. Die Umgebung Chiclayos bietet die archäologischen Stätten der „Huaca Rajada“, das geheimnisumwitterte Tal der Pyramiden von Túcume und beispielsweise die einstige Hauptstadt des Chimu-Reiches, die aus Lehm erbaute Stadt „Chan-Chan“. Chiclayo ist eine Stadt mit über 600.000 Einwohnern, liegt in der Nähe der Grenze zu Ecuador, was Ausflüge in das interessante Nachbarland ermöglicht und bietet die Nähe zur Pazifikküste. Neben Chiclayo liegen einige wunderschöne Badeorte, an denen sich die Chiclayenos an den Wochenenden entspannen oder ihre Fiestas feiern. Die Stadt wird übrigens aufgrund der freundlichen Einwohner auch gern als „Stadt der Freundschaft“ („Capital de la Amistad“) bezeichnet. Chiclayo ist also der perfekte Ort für Ihre Peru Sprachreise oder Ihr Auslandspraktikum in Peru.
Unsere Angebote für Praktikumsplätze, ein Auslandsjahr oder ein Freiwilliges Soziales Jahr in Chiclayo, enthalten übrigens äußerst günstige Langzeitangebote, die nicht nur für Studenten sondern auch für Schüler, Auszubildende und Absolventen gelten. Aufgrund unserer Kooperation mit verschiedenen Hochschulprofessoren und Lehrern aus Chiclayo, bieten wir in der Stadt an der peruanischen Costa ebenfalls sehr günstigen Spanischunterricht an. Wenn Sie neben ihrem Praktikum oder Ihrem Auslandsjahr auch gleich noch einen Spanischkurs in Chiclayo belegen möchten, finden Sie auf unserer Informationsseite für Spanisch Spanisch Sprachreisen nach Chiclayo einmalig günstige Angebote für Einzel- oder Gruppenunterricht.
Die zweite Stadt, die für ein Auslandspraktikum in Peru oder einen Sprachaufenthalt zur Verfügung steht, ist natürlich Cusco. Die berühmte Andenmetropole liegt in direkter Nähe zum „Maccu Picchu“ und bietet ein einmaliges Flair mit einer der schönsten Altstädte der Welt und einem atemberaubenden Panoramablick auf die umliegenden Berghänge der Anden. In Cusco bieten wir unseren Teilnehmern nicht nur Praktikumsplätze und die Möglichkeit bei einer Hilfsorganisation oder in einem sozialen Projekt zu arbeiten, sondern auch verschiedene Sprachreisemöglichkeiten. Alle unsere Sprachkurse in Cusco sind natürlich mit einem Auslandspraktikum oder sozialer Arbeit kombinierbar.
Für jedes Praktikum in Peru und für jede Sprachreise geht natürlich, wie bei allen unseren Programmen, eine Spende an eine soziales Projekt in Peru. Mit ihrem Auslandspraktikum oder Ihrer Sprachreise unterstützen Sie damit vor allem Straßenkinder in verschiedenen Städten des Landes.
Reiseforum Südamerika: Der Titicacasee in Peru und Bolivien
Der Titicacasee ist einer der geheimvollsten und schönsten Plätze ganz Südamerikas. Er hat eine Fläche von 8.562 km2, damit ist der Titicacasee der größte und einer der höchstgelegenen Seen Lateinamerikas (3.810 m über dem Meeresspiegel) sowie gleichzeitig der höchstgelegene schiffbare See der ganzen Welt. Der Titicacasee liegt im westlichen Teil von Peru und an der östlichen Seite von Bolivien. Von der gesamten Seefläche gehören 30% zu Bolivien und 70 % zu Peru, wobei der See keinerlei Verbindung zum Meer, weder zum Pazifik noch zur atlantischen See hat.
Am Ufer des Sees befindet sich die peruanische Stadt „Puno“, mit über 60 000 Einwohnern. Früher haben die Einwohner der Stadt ihren Lebensunterhalt von der Landwirtschaft und dem Fischfang verdient, denn der Titicacasee beheimatet zahlreiche Arten von Fischen, wie den „Carachi“, den „Ispi“ oder den „Boga“. Bedingt durch die zahlreichen Fischvorkommen gibt es unzählige „Caballitos de Totora“ (die typischen kleinen Fischerboote auf dem Titicaca), die von den Einwohnern jeden Tag als Verkehrsmittel und zum Fischen genutzt werden.
Heutzutage leben viele Einwohner der Region nicht nur von der Landwirtschaft oder dem Fischfang sondern auch vom Tourismus, der eine wichtige Einnahmequelle geworden ist oder vom traditionellen Handwerk.

Bekannt ist der Titicacasee vor allem wegen den berühmten schwimmenden Inseln der „Uro“, wie beispielsweise den Inseln von
„Paraiso“, „Tribuna“, „Collana“, „Uro Chiquitos“, „Tronani“ und „Blasero“, auf denen insgesamt über 146 Familien der „Uros“ leben.
Das Leben der „Uros“ auf den Inseln begann in der Inkazeit, als die „Uros“ sich vor den Inkas und anderen aggressiven Nachbarvölker bedroht fühlten und sich mitten auf dem See versteckten bzw. zurückzogen. Die „schwimmenden Inseln“ waren also seit jeher von den Inka, aber auch von den spanischen Eroberern unabhängig, was bei den Einwohnern, den „Uros“, ein eigenes „Nationalitätsgefühl“ entstehen ließ. Die Einwohner der Inseln auf diesem mysteriösen See waren stolz auf ihre eigene Identität und lebten ihr Leben weitgehend abgeschirmt von der Außenwelt, wodurch man dort auch heute noch ursprüngliche und traditionelle Lebensweisen vorfindet.
Heute verfügen die Inseln zwar über einige technologische Geräte und es gibt teilweise Radio und Fernsehen, die Kinder haben heute die Möglichkeit die Schule zu besuchen und es gibt sowohl kleinere Verkaufsläden und Restaurants, Unterkunftsmöglichkeiten und Herbergen, usw., die aber eigentlich alle nur für den Tourismus aufgebaut wurden. Wer heute an einer Südamerika-Rundreise teilnimmt, sollte unbedingt darauf achten, dass die Rundreise auch am Titicacasee vorbeiführt, da nicht nur die Kultur der „schwimmenden Inseln“, sondern auch die landschaftliche Schönheit der Gegend einen Besuch lohnen. Eine der berühmtesten Insel des Titicacasees ist die „Taquile“-Insel, die zum Gebiet von Peru gehört und über 5 km lang und über 1 Kilometer breit ist. „Taquile“ liegt 264 m über der Seeoberfläche und beheimatet heute etwa 1600 Personen, die vor allem wegen des Strickens der Männer berühmt ist. „Die Insel der strickenden Männer“ ist ebenfalls eine der vielen Attraktionen des Titicacasees.
Die Insel und ihre Einwohner halten noch immer an ihren traditionellen Gewohnheiten und Bräuchen fest. Zahlreiche traditionelle Riten und Feste werden von den Einwohnern „Taquiles“ heute noch zelebriert und auch die Religion ist auf der Insel sehr lebendig. Einige Feste, wie der „Dia de la Candelaria“, die „Fiesta La Santa Cruz“ oder die „Fiesta Santiago de Apostol“ sind nur einige Beispiele. Das Fest „Santiago de Apostol“ ist einer der größten und wichtigsten Feste der Insel, das jedes Jahr im Juli bis zum 5. August stattfindet und dadurch zelebriert wird, dass die Einwohner jeden Tag mit bunten und auffälligen Kostümen ausdauert auf den Straßen tanzen.
Über den Titicacasee sind viele Mythen und Geschichte entstanden, von denen die berühmteste wohl die Geschichte ist, die über die Gründung des Inkareiches erzähl. Gemäß der Sage der Inkas, habe der Gott „Wiracocha“ seine Kinder aus dem Titicacasse auf eine Insel gesetzt. Die Kinder „Manco Capac“ und „Mama Ocllo“ hatten einen Stab aus Gold und sollten diese Stäbe in die Erde stoßen. Da wo die Stäbe fest stecken bleiben würden, sollten sie bleiben und das Volk der Inka mit Gerechtigkeit regieren. Eine andere Sage erzählt auch, dass nach der Eroberung des Inkareiches durch die Spanier der Goldschatz der Sonneninsel von den Indios des Titicacasees versteckt wurde. Selbst heutzutage suchen jährlich noch hunderte Glücksritter und Abenteurer nach dem berühmten Goldschatz der Inka, doch bisher haben die Menschen trotz vieler Versuche nichts gefunden, mit einer Ausnahme, nämlich einem phantastischen Unterwasserleben im Titicacasee.
Posted by J.A. Fernández
Entdecken Sie die Wunder und Sehenswürdigkeiten des südamerikanischen Kontinents auf einer Sprach-Rundreise oder während einem Auslandspraktikum in Peru.




Letzt Kommentare