Reiseforum Peru

Larcomar

Wer während dem Auslandspraktikum in Peru Zwischenstation in Lima macht, sollte sich unbedingt das Vergnügungsviertel Larcomar direkt an der Steilküste des Pazifiks in Lima anschauen. Larcomar liegt im Stadtteil Miraflores und bietet neben unzähligen Restaurants, Bars und Geschäften auch eine der besten Discotheken des Landes.

Reiseforum Peru: Spanischkurse Cusco

Als Spezialist für Südamerika Reisen umfasst unser Angebot an Sprachreisen natürlich auch Spanischkurse in der schönsten Stadt Lateinamerikas. Nutzen Sie die Möglichkeit in einer der eindrucksvollsten Städte der Welt Spanisch zu lernen und dabei die einmalige Welt der Anden in Peru zu erkunden. Neben einem vielfältigen Programm an Spanischkursen in Cusco, bieten wir ebenfalls Quechua-Sprachkurse sowie Auslandspraktika und Freiwilligendienst in Cusco an. Neben Spanisch Intensivkursen von 10 bis 30 Stunden Sprachkurs pro Woche, stehen Spanischkurse für Mediziner bzw. für medizinische Berufe, Spanischkurse für Wirtschaftswissenschaftler, Vorbereitungskurse auf das DELE-Examen und Kombinationsmöglichkeiten aus Spanischkurs & Praktikum bzw. aus Spanischkurs und Freiwilligendienst zur Verfügung.

Ein Auslandsaufenthalt in Cusco ist dabei ein ganz besonderes Erlebnis, egal ob man sich für eine Praktikumsstelle, einen Freiwilligendienst oder für einen der Spanischkurse in Cusco entscheidet. Die Stadt liegt auf über 3400 Metern Höhe inmitten der Bergwelt der Anden und in direkter Nähe zum „Wahrzeichen“ Perus, der vergessenen Stadt der Inkas bei Machu Pichu. Unzählige weitere Bauten, Festungen und Tempel der Inka, ein vielfältiges Angebot an Freizeitmöglichkeiten und Abendunterhaltung sowie eine wunderschöne Altstadt mit präkolombianischen Kultstätten und kolonialen Prachtbauten runden das Bild Cuscos ab.

Alle Spanischkurse in Cusco finden Sie hier.

Reiseforum Peru: Die Bevölkerung Perus

Die Andenrepublik Peru gehört zu den ärmeren Staaten Südamerikas und ist neben Ländern wie Bolivien und Guatemala, einer der Staaten mit einer überwiegend indigenen Bevölkerung.
Die niedrigen Lebenshaltungskosten in Peru sind natürlich vorteilhaft, wenn man einen Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum in Peru absolvieren möchte, gleichzeitig bietet sich hier mit einem verantwortungsbewussten Tourismus die Möglichkeit, den Menschen dieses Landes zu helfen und die Wirtschaft zu unterstützen.
Die Indios in Peru sind hauptsächlich Nachfahren der Inka, die bis zum 15.Jahrhundert in fast ganz Südamerika herrschten und in der peruanischen Stadt Cusco ihre Hauptstadt errichteten. Rund 30 Prozent der peruanischen Einwohner sind Mestizen (Mischlinge zwischen weißen Einwanderern und Indios) und etwa 12 Prozent Weiße. Neben diesen drei vorherrschenden Gruppen leben auch einige Schwarzafrikaner und viele Asiaten im Land. Gerade aus Japan gab es einige Einwanderungswellen während der Amtszeit des peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori, der ursprünglich aus Japan stammte. Nach einer statistischen Erhebung aus dem Jahre 1999 wohnen ungefähr 72 Prozent der Einwohner Perus in Städten, wobei es in den letzten Jahren eine regelrechte Landflucht gegeben hat. Die Entwicklung hat zu einigen Problemen in den Vorbezirken verschiedener Großstädte geführt, da sich beispielsweise in Lima ständig neue illegale Siedlungen am Rande der Stadt gründen. Meistens werden diese illegalen Ortschaften nach einiger Zeit und durch den Protest der Bevölkerung anerkannt.

Die Lebenserwartung der Peruaner hat sich in den letzten Jahren aufgrund des Fortschritts bei der Versorgung der Bevölkerung erhöht und liegt mittlerweile sogar bei 70,3 Jahren (ermittelt im Jahre 2001). Trotzdem gibt es sehr viele Menschen, die unter der Armutsgrenze leben und die Infrastruktur ist in vielen Regionen nicht ausreichend. Der Altersdurchschnitt ist relativ gering und über 40 Prozent der peruanischen Bevölkerung ist unter 15 Jahren. Dieses sehr junge Durchschnittsalter wird zum einen durch eine hohe Geburtenrate aber auch durch ein nicht allzu hohes durchschnittliches Endalter der Menschen erreicht. Aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung und einem fehlenden öffentlichem Gesundheitssystem sterben immer noch viele ärmere Menschen an heilbaren oder einfachen Erkrankungen wie Grippe, Blinddarmentzündung oder anderen eher harmlosen Krankheiten. Gerade in den ländlichen Gegenden fehlt eine flächendeckende medizinische Versorgung und es gibt ebenfalls nicht genügend Ärzte und Krankenhäuser in vielen Regionen.

Peru hat eine sehr hohe Arbeitslosigkeit, die nach inoffziellen Schätzungen fast 50 Prozent (gemessen an der arbeitsfähigen Bevölkerung) erreicht. Da es in Peru fast keine staatlichen Sicherungssystem und damit natürlich auch keine Arbeitslosenversicherung gibt, ist diese hohe Anzahl an erwerbsuntätigen Personen sehr schlimm für viele Kinder und ältere Menschen.

„Soziale Brennpunkte“ im Land sind also zum einen die vielen ländlichen Regionen, in denen es eine ungenügende Infrastruktur und zuwenig flächendeckende medizinische Versorgung gibt und zum anderen die Randbezirke der Großstädte, allen voran die Hauptstadt Lima, in denen die meisten Menschen in den Zuwanderervierteln in großer Armut leben. Die Landflucht hat ebenfalls eine ganze Reihe sozialer Probleme hervorgerufen, da sich die Einwanderer in ihrer Kultur und in ihren Lebensgewohnheiten stark von der etablierten, hauptsächlich eher weißen Bevölkerung unterscheiden. En großer Teil der indigenen Einwohner in Lima lebt daher weit unter der Armutsgrenze und hat mit vielen Problemen zu kämpfen.

Die kulturelle Vielfalt und die vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (Peru wird dabei nur noch von Bolivien übertroffen) machen einen Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum in Peru natürlich sehr interessant. Die überwiegend indigene Bevölkerung in der Andenregion Perus, die man beispielsweise während einem Auslandspraktikum in Cusco kennen lernen wird, hat sich ihre alten Traditionen und Lebensweisen erhalten und bietet mit ihren typischen Trachten einen ganz anderen Anblick als beispielsweise die eher westlich orientierte Bevölkerung an der Küste. Im Regenwald Perus leben vielzählige unterschiedliche Kulturen und in der Nähe zu Ecuador gibt es sogar noch ca. 15 Indiogruppen, die bisher nicht mit der Außenwelt in Kontakt getreten sind.

Die Unterschiede in der Bevölkerung des Landes und die Reize dieser verschiedenen Kulturen sind ein weiterer Grund, sich bei einem Auslandspraktikum für einen Praktikumsplatz in Peru zu entscheiden.

Reiseforum Peru – Der Inka Trail zum Maccu Piccu

Der weltberühmte Inka Trail ist eine der vielen Möglichkeiten um die Landschaft des ehemaligen Inkareiches in Peru aus der Nähe kennen zu lernen und diese dabei auch intensiv zu genießen. Dabei ist der Inka Trail einer der begrenzten Möglichkeiten um von Cusco zum Maccu Piccu zu gelangen. Die Inka errichteten während Ihrer Herrschaft in Südamerika ein gewaltiges Netz aus Straßen und Bergpfaden die durch schwierigstes Terrain führen. Alle Wege und Pfade die von den Inkas gebaut wurden, führen letztendlich zum ehemaligen „Nabel“ des Reiches, nach Cusco. Cusco, von den Inkas auch als Nabel der Welt bezeichnet, war die ehemalige Hauptstadt und das politische und religiöse Zentrum der Inkakultur. Nach den Inka, benutzten die spanischen Eroberer die Wege und heute wandeln Touristen auf den Pfaden, um beispielsweise zum „Maccu Piccu“ aufzusteigen.

Zu den Zeiten, als die Inka über Peru und fast ganz Südamerika herrschten, waren die Inkapfade eines der wichtigsten Kommunikationsmittel und dienten dazu, Nachrichten zwischen den einzelnen Städten und Zentren des Reiches “Tahuantinsuyo“zu übermitteln.
Die Übermittler dieser Nachrichten, waren die so genannten „Chasquis“, also die Läufer bzw. Boten der Inka, die von Stadt zu Stadt liefen und wichtige Informationen überbrachten. Am wichtigsten war dabei natürlich die Übermittlung der Informationen von und zur Hauptstadt Cusco.

Von den Inkapfaden in Südamerika waren vier Wege am bedeutungsvollsten. Dazu gehört selbstverständlich der Weg von Cusco in Peru nach Quito in Ecuador. Quito war zeitweise der Sitz des Inkaherrschers und fast genauso wichtig wie Cusco. Der zweite wichtige „Camino del Inka“ führte von der peruanischen Stadt Nazca nach Tumbes (ebenfalls in Peru). Von Cusco zweigte eine weitere „Hauptstraße“ nach „Chuquiago“ in Bolivien ab und eine weitere in Richtung „Arica“ (ein Ort in der Atacama-Wüste in Chile), die bis nach „Tucuman“ in Argentinien reichte. Dieses Netz aus Straßen und Pfaden zeigt die Ausbreitung des Inkareiches in Südamerika und die Macht, die von diesem Reich ausging und die mit dem römischen Reich verglichen werden kann.

Die Inkapfade befinden sich teilweise auf einer Höhe von über 5000 Metern und obwohl sie vor tausenden bzw. hunderten von Jahren gebaut worden sind, kann man sie bis heute als Kommunikationsmedium und Verkehrsnetz nutzen. Sie verbinden heute noch viele Dörfer und Städte und da auf ihrer Strecke hunderte von Ruinen, Tempelanlage, Kasernen und Kultstätten der Inkas liegen, werden sie heute von Touristen und Einheimischen genutzt um die Landschaft zu erkunden.

Der Inkaweg nach „Machupichu“

Der berühmteste Inkapfad ist wohl der Inka Trail zum Maccu Piccu (auch Machupichu, Maccu Picchu oder Machu Pichu geschrieben), dem berühmtesten Bauwerk ganz Südamerikas. In den Anden bei Cusco liegt diese mystische vergessene Stadt und ist mittlerweile der Höhepunkt jeder Südamerikareise und eines der „Neuen Weltwunder“.

Die Strecke von Cusco zum Machupichu kann dabei, je nach persönlichem Geschmack, in zwei bis vier Tagen bewältigt werden, wobei verschiedene Streckenabschnitte des Inkatrails zur Verfügung stehen. Zu empfehlen ist dabei die Variante mit vier Tagen, da man dabei eindeutig mehr von der atemberaubenden Landschaft mitbekommt und sich weitaus mehr Zeit lassen kann. Als Ausgangspunkt für eine Tour zum Machupichu kann man beispielsweise „Urubamba“ oder „Ollanta“ wählen, zwei kleine Städte in der Nähe von Cusco. Man sollte sich auf jeden Fall einen örtlichen Reiseleiter oder einen Tourführer nehmen oder sich einer Reisegruppe anschließen. Die Fahrt von Cusco nach „Urubamba“ oder „Ollanta“ kann mit dem Zug, dem Bus oder mit dem Auto durchgeführt werden.
Die meisten Reisegruppen nutzen die beiden Städtchen um die letzten Besorgungen zu machen und Wasser sowie Lebensmittel für den Inkatrail einzukaufen.

Die meisten Touren wählen bei einer zweitägigen Tour am ersten Tag die Strecke hoch über dem kleinen Dorf „Llaqtapata“, weiter nach „Miscay“ und zu den Ruinen der Inkafestung „Willcarapay. Am ersten Tag wird oft Station in „Jatunchaca“ oder „Wayllabamba“ gemacht. Die beiden Dörfer sind eine gute Alternative um zu übernachten, will man nicht wie die meisten Wanderer auf dem Inkatrail im Zelt schlafen. Ein weiterer Weg nach „Wayllabamba“ ist die Strecke, die an den Ruinen von „Llaqtapata“ vorbeiführt. Am zweiten Tag sind die Ruinen von „Phuyupatamarca“(über 3630m) oder „Winaywayna“, einige der Hauptsehenswürdigkeiten auf der Strecke.

Der Inkatrail führt durch Höhenlagen, die nicht unbedingt etwas für Menschen mit einer Gehbehinderung oder einer schwachen körperlichen Konstitution sind und man sollte sich vorher genau überlegen, an welchem Abschnitt man den Inkatrail beginnen möchte. Eine weitere Alternative ist die Begehung des letzten Abschnitts von „Aguas Calientes“ bis zum „Machupichu“, für die man nur einige Stunden benötigt. „Aguas Calientes“ ist ein kleines Städtchen am Fuße des „heiligen Berges“ und bietet Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und eine Buslinie zum „Machupichu“. Die Linie fährt in modernen Kleinbussen mehrmals in der Stunde den Berg hinauf. Wer sein Auslandspraktikum in Peru oder einem anderen Land in Südamerika durchführt oder eine Südamerikareise plant, sollte einen Besuch des „Machupichu“ und der Stadt Cusco auf jeden Fall mit einplanen. Cusco und der heilige Berg der Inka sind ein absoluter Höhepunkt für jede Reise durch Südamerika.
Posted by A.S. Diaz

Reiseforum Peru – Cusco

Die Sehenswürdigkeiten von Cusco in Peru

Die meisten Rückkehrer einer Südamerikareise oder einer Peru-Reise sind sich einig, welche Stadt als die schönste ganz Südamerikas bezeichnet werden kann. Mitten in den Anden gelegen, mit einem phantastischen Panorama auf die umliegenden Berghänge, bezaubernden Alstadt-Gässchen, kolonialer Architektur sowie Relikten und Ruinen aus der Zeit der Inkaherrscher. Die Rede ist natürlich von Cusco, dem ehemaligen Zentrum des ganz Südamerika umspannenden Inkareiches. Als die schönste Stadt Südamerikas, ist es für Cusco natürlich selbstverständlich, dass die Stadt mit zahlreichen und interessanten Sehenswürdigkeiten aufwartet. Um Cusco und wenigstens einen Teil ihrer wunderschönen Umgebung kennen zu lernen, sollte man daher mindestens mit einer Woche Zeit ausgestattet sein. Wer sein Auslandspraktikum, das Freiwillige Soziale Jahr bzw. ein Studium im Ausland in einem Staat Südamerikas verbringt, wird Cusco wahrscheinlich sowieso mit auf der Reiseplanung haben. Für die meisten Teilnehmer einer Peru-Rundreise oder einem Praktikum in Peru ist Cusco der Höhepunkt schlechthin.

Das Zentrum der Stadt Cusco

Im Zentrum der Stadt Cusco sind einige sehenswerte Kirchen zu besichtigen, wie beispielsweise „La Catedral“, die Kathedrale von Cusco und einer der schönsten Kirchenbauten nicht nur in der Stadt, sondern in ganz Südamerika. „La Catedral“ besitzt übrigens die größte und berühmteste Glocke in Lateinamerika. Die Glocke wurde aus vielen Kilos purem Gold hergestellt bzw. verziert und ist 40 Kilometer weit zu hören.
Die Kathedrale befindet sich in der romatischen Altstadt und hat einige Dinge mehr zu bieten. Hunderte von wertvollen Gemälden, goldenen Zeremonienschmuck und andere Verzierungen. Das mächtige Portal der Kathedrale ist eines der vielen bekannten Fotomotive aus Cusco. Weitere wichtige sakrale Bauten sind unter anderem die Kirchen von „La Compania“, „San Blas“, „Santo Domingo“, “Iglesia Recoleta“ oder „La Merced“. Liebhaber alter und schöner Kirchengebäude und Klostermauern kommen in Cusco also voll auf ihre Kosten. Die Plaza von Cusco, die als Ausgangspunkt für eine Stadtführung oder einen Rundgang genutzt werden kann, ist ebenfalls eine der schönsten Südamerikas und lädt einfach dazu ein, in einem der vielen und reizvollen Restaurants, Bars oder Cafes einzukehren und das Treiben auf der Straße zu beobachten.

Die „Plaza de Armas“ von Cusco

Im Zentrum der Stadt befindet sich die „La Plaza de Armas“, einer der wunderschönsten Plätze dieser Art in Südamerika, umgeben
von schönen Anlagen und Kirchen. Die „Plazas“ sind die historischen Zentren der Städte in Lateinamerika, an denen sich das Leben der Stadt abspielte und alle wichtigen Ereignisse stattfanden. Aus historischer Sicht ist die Plaza von Cusco natürlich auch wegen ihrer Vergangenheit aus der Zeit der Inka bedeutsam.
Als die Inka in Cusco herrschten war die „La Plaza de Armas“ der Platz, an dem die Indios ihr berühmtes Fest, das Fest des „Inty-Raymi“ gefeiert haben. Der Platz war derzeit mit Sand ausgefüllt und von einer circa 250 Meter langen Goldkette umspannt. Nach dem die Spanier in Peru ankamen und Cusco eroberten, wurde dieser Platz umgebaut und wird heute von Kirchen dominiert. Auf der „Plaza de Armas“ in Cusco wurde außerdem der letzte Inkaherrscher und sein Nachfolger „Tupac Amaru II“ hingerichtet.

Die Plaza ist heute der Treffpunkt von Touristen und Einheimischern und besitzt eine wunderschöne und durch die vielen alten Gebäude fast schon romantische Stimmung.
Das alte Zentrum der Stadt Cusco bietet natürlich auch andere wichtige Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das berühmte „Casa del Admirante“, in dem sich das Inkamuseum befindet, die nationale Universität „San Antonio de Abad“, ein schönes Gebäude mit indigenen Einflüssen und viele weitere unzählige Prachbauten.
Das „Casa del Admirante“ in dem sich das Inkamuseum befindet, beherbergt viele wertvolle Gemälde, schaurige Mumien und Keramik aus der Zeit der Inka sowie typische und traditionelle Handwerkskunst und Textilien.
Eines der interessantesten Viertel ist das „Barrio de San Blas“, gleichzeitig auch eine der buntesten Gegenden von Cusco. Wegen ihrer schönen Häuser und Pflasterstraßen aus uraltem Stein, der Kirche von „San Blas“ (die gleichzeitig die älteste Kirche von Cusco ist) und ihrem schönen Ausblick auf die Stadt, ist die Gegend von San Blas eines der Hauptziele und Anlaufstellen von Touristen, die Cusco besuchen. Interessant für Besucher der Stadt ist ebenfalls der alte Inkatempel „Qoricancha“, der eines der wichtigsten Heiligtümer der Indios war und aufgebaut wurde, um die Sonne verehren zu können. Mit den unzähligen Kirchen, Klostern, wichtigen kolonialen Prachtbauten und den Heiligtümern sowie Kultstätten aus der präkolombianischen Zeit und Heiligtümern der Inka bietet Cusco wahrlich mehr als hundert nennenswerte Sehenswürdigkeiten.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in der Umgebung von Cusco

Die Inkafestung von „Saqsaywaman“

Die Ruinen von Saqsaywaman befinden sich in der Nähe des Zentrums der Stadt Cusco und können von der Plaza de Armas sogar zu Fuß erreicht werden. Wer den Aufstieg zu Fuß scheut, kann für ein paar Cent (vielleicht 0,75 Euro) mit dem Taxi fahren. „Saqsaywaman“ ist eine Festung mit Grundmaßen von über 60 Metern Länge und war neben „Maccu Piccu“ eine der wichtigsten Befestigungsbauten der Inkas. Die Festung wurde von dem Inka „Tupac Yupanqui“ errichtet und später von „Huayna Capac“ erweitert. Die Festung besaß eine hohe Bedeutung für die Inkaherrscher, war der Zugang zu Cusco doch der am meisten gefährdete Bereich im ganzen Reich.
Um die Festung von „Saqsaywaman“aufzubauen, wurden mehr als 40 000 Menschen benötigt und es wurde mehr als 70 Jahre gebaut, was man anhand der gewaltigen Steinquader noch heute erahnen kann. Es ist selbst heute noch nicht vollkommen klar, wie die Inkas diese Festung errichten konnten, denn jeder Steinquader hat eine Größe von 6,2 x 4 x 5 m und wiegt circa 42 Tonnen, was selbst den Bau der Pyramiden in den Schatten stellt, bedenkt man vor allem die exponierte Lage von „Saqsaywaman“ auf einem Berghang über Cusco.

Der Inkalegende nach, soll in „Saqsaywaman“ (oder auch Sachsayhuaman) der Schatz des Inkareiches versteckt worden sein. In den Ruinen wurden von Archäologen insgesamt 16 vollständige Inkagräber mit wertvollen Grabbeigaben entdeckt, vom Schatz der Inka fehlt allerdings weiterhin jede Spur.
Seit Jahren treffen sich in „Saqsaywaman“ Einheimische und Touristen am 24 Juni jedes Jahr, um die Sonnwende und das Fest des „ Inti Raymi“ zu feiern.

Der Tempel „Kenko“
Der große „Kenko“ war ein Tempel für öffentliche Zeremonien der Inka und liegt östlich von „Saqsaysawaman“. Die Tempelfläche beinhaltet ein Amphitheater. Das Theater ist eine halbkreisförmige Fläche (55 m lang) mit 19 Mauernischen, die vermutlich Reste einer riesigen Mauer sind. Die Kultstätten der Inkas in und um Cusco bieten dem Besucher die Möglichkeit, die Kultur dieses einzigartigen Volkes „hautnah“ zu erleben und die Atmosphäre dieser Tempelanlagen und Festungen ist dabei wirklich einmalig. Wer diesen Tempel besucht, sollte sich „La piedra labrada“, einen Fels mit einer schlangenförmigen Opferrinne, die Sternwarte der Inkas („Cusilluchayoc“) und die unterirdische Kammer („La canaleta zigzagueante“) unter den Tempelanlagen unbedingt anschauen.
„Tambomachay“, das Wasserheiligtum der Inka
Ungefähr 8 Kilometer von Cusco befindet sich der frühere „Badeort“ der Inkas.
Das Wasserheiligtum hat eine Größe von 437 qm aus vielen riesigen Steinquadern, Aquädukten und Wasserfällen. Das Wasser sprudelt dabei aus natürlichen thermalen Quellen, die sich in der Nähe des Ortes aus den Anden ergießen.

„Puca Pucara“, die rote Festung
„Puca-pucará“ diente in der Inkazeit als eine Kaserne und gleichzeitig auch als Versorgungsdepot für Narungsmittel. Hier gibt es typische Steingebäude aus der Inkazeit, Bäder und weitere Aquädukte, Aussichtstürme und alte Pfade, die von der Festung in die Umgebung führen.

„Tipon“
21 Km von der Stadt „Oropesa“ befindet sich „Tipon“, ein weiterer wichtiger Platz, an dem die Inkas das Wasser verehrten. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt Cusco. „Tipon“ bietet ebenfalls viele gut erhaltene Anlagen und Gebäude aus den behauenen Steinquadern.
„Tipon“ war in der Inkazeit von sehr vielen Indios bevölkert und diente als Wohnstätte vieler wichtiger Persönlichkeiten der Inka.

„Pikillacta“

„Pikillacta“ ist ein nationaler archäologischer Park mit einer Fläche von 3421 Hektar auf einer Höhe von ca. 3300 Metern über dem Meeresspiegel.„Pikillacta“ ist bekannt, als eine der wichtigsten antiken Großstädte Perus. Hier gibt es Gebäude aus Lehm und Stein, die sogar 3 Stockwerke haben. In der Inkazeit wurde die Stadt „Pikillaqta“ von vielen umherziehenden Indios als vorübergehende Wohnstätte genutzt. Die Ruinen von „Choquepucijo“ sind eine der wichtigsten archäologischen Sehenswürdigkeiten von „Pikillacta“.
Der archäologische Komplex „RAJCHI„
Einer der nennenswerten archäologischen Plätze in der Nähe von Cusco ist „Rajchi“, eine Ansammlung von vielen Gebäuden und Palästen der Inkas und umgeben von kleinen Hügeln. In diesem Komplex gibt es einige wichtige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, wie verschiedene Tempelanlagen, Kasernengebäude, Inkabäder und eine Festungsmauer von mehr als 4 Kilometer Länge, die sich um die ganze Stadt zieht. Die gigantische Mauer zeigt die ehemalige Bedeutung des Komplexes von „Rajchi“, der als militärischer Vorposten diente und von dem aus die Inkas die militärische Expansion in Richtung des Titicacasees unternahmen.
Posted by A.S. Diaz-Menendez, Chiclayo/ Peru

In Cusco gibt es einige Angebote um ein Praktikum in Peru zu absolvieren, ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer der vielen karikativen Einrichtungen abzuleisten oder bei einer internationalen Hilfsorganisation zu arbeiten. Cusco ist zwar wesentlich teurer als beispielsweise Chiclayo oder Randbezirke von Lima, doch man sollte auf jeden Fall einmal in dieser ganz besonderen Stadt gewesen sein. Wer sein Praktikum in Peru nicht vollständig im teuren Cusco absolvieren möchte, ist die beste Alternative, einen Praktikumsplatz in Chiclayo zu finden und anschließend in den Ferien oder in einer Verlängerung des Auslandsaufenthaltes nach Cusco zu reisen. Für eine Perureise bietet sich hierbei die Tour von Lima nach Nasca bzw. Ica und dann weiter über die typische Peru-Rundreiseroute Cusco und Arequipa bis nach Lima an. Wir empfehlen unseren Teilnehmern allerdings die Peru-Rundreise nicht in der Reihenfolge zu absolvieren, wie sie die meisten Touranbieter im Eilverfahren durchführen, sondern lieber erst an die Küste und anschließend durch die Anden, an Cusco, Arequipa, dem Colca Canyon und Maccu Picchu vorbei zu reisen. Wer die Rundreise in dieser Reihenfolge unternimmt, erspart sich den gewaltigen Höhenanstieg, der den Reisenden auf der umgekehrten Route erwartet. Gerade in den Anden Südamerikas ist mit diesem Höhenanstieg und den damit verbundenen Risiken nicht zu spaßen. Für die Erkundung der näheren Umgebung Cuscos und der vielen Möglichkeiten, uralte Relikte der Inkas zu bestaunen, sollte man sich also mindestens 5 Tage, besser natürlich ein bis zwei Wochen einplanen. Für Sprachreisen nach Cusco bieten wir unseren Teilnehmern eine große Auswahl an Spanischkursen sowie Quechua-Unterricht in Cusco.

Reiseforum Peru – Francisco Pizarro und die Eroberung Perus durch die spanische Krone

Francisco Pizarro wurde in den Jahren 1476 bis 1478 (ein genaues Datum lässt sich heutzutage aufgrund der verschiedenen Angaben nicht mehr rekonstruieren) als unehelicher Sohn eines spanischen Hauptmanns in der Stadt Trujillo (auch Truxillo geschrieben), die in der spanischen Provinz Extremadura im Südwesten des Landes lag, geboren. Francisco Pizarro startete seine „Karriere“ als Schweinehirt in der Umgebung seiner Heimatstadt Trujillo, bis ihm eines Tages Tiere seiner Herde entliefen. Daraufhin beschloss der junge Pizarro, wie so viele seiner Landsleute die sich entweder im Heimatland etwas zu Schulden kommen ließen oder vor etwas anderem weglaufen wollten, sein Glück in der neuen Welt zu versuchen. Pizarro verließ Spanien und wurde einige Jahre später Landbesitzer ausgedehnter Grundflächen in Panama, einer neu erschlossenen Kolonie der spanischen Krone. Doch das Dasein als Großgrundbesitzer war nicht genau das, was sich der ehemalige Schweinehirte vom Leben vorgestellt hatte und so schloss er sich mit ca. 36 Jahren einigen Expeditionen und Erkundungsmärschen des spanischen Entdeckers und Konquistadors Balbao an. Vor diesen Expeditionen hatte er sich zwischen den Jahren 1502 und 1509 auf dem heutigen Haiti angesiedelt und ein Jahr später an einer Erkundungsfahrt nach Uraba teilgenommen. Nun, im Jahre 1513, nahm er an dem Marsch von Vasco Núñez de Balboa teil, der bei der Erforschung der Landenge von Panama (das Ziel Vasco Núñez de Balboas wahr die Landenge zwischen der karibischen See und dem pazifischen Ozean, auch Isthmus von Panama genannt, die gleichzeitig die Landbrücke zwischen Süd- und Nordamerika darstellt) bis zum Pazifischen Ozean vordrang. Bei diesem Marsch mit Balboas Truppen erfuhr Francisco Pizarro erstmals von dem glorreichen und mit Goldschätzen überfüllten Land „Biru“(das heutige Peru), was den Spanier so faszinierte, dass er sich mit zwei weiteren „goldsüchtigen“ Entdeckern zusammenschloss, nämlich mit Diego de Almagro und dem katholischen Priester Pater Ferdinand, der aus Panama stammte und Geldgeber des geplanten Reiseunternehmens wurde. 1522 hatte Francisco vom Reich der Inka in Südamerika erfahren und träumte fortan von ähnlichem Reichtum und Entdeckerglück, wie dem von Hernán Cortés, der einige Jahre zuvor das Reich der Azteken erobert hatte.

Die ersten zwei Expeditionen ins gelobte Goldland „Biru“ bzw. zum berühmten „El Dorado“ waren totale Fehlschläge und endeten ohne jeden Erfolg. Der Großteil der Konquistadoren starb während der Reisen durch Südamerika und jedes Mal kehrte nur ein bescheidenes Häuflein der Männer zurück. Im Jahre 1526 teilten Francisco Pizarro und Diego de Almagro jedoch bereits das Land unter sich auf, von dem sie hofften, schnellstmöglich Besitz ergreifen zu können. Aus diesem Vertrag den die beiden untereinander schlossen, kann man bereits erkennen, wie groß die Gier nach Gold, aber auch die Gewissheit über den Erfolg der Mission bei beiden gewesen sein muss. Sowohl Pizarro, als auch Diego de Almagro hatten auf den verschiedensten Expeditionen schon Teile des sagenumwobenen Goldlandes gesehen, nämlich einige Küstenstädte des Inkareiches am Pazifikstrand Perus. Pizarro stachelte mit seinen Vorstellungen über diese neue Welt und dem unvorstellbaren Reichtum auch den König Spaniens, Karl an. Nachdem er zwischen 1526 und 1527 an den Küstenstränden des heutigen Perus gelandet war, kehrte er mit peruanischem Gold, den berühmten und in Spanien bis dahin unbekannten Llamas und einigen Indios nach Panama zurück und war daraufhin sofort an den Hof nach Spanien gereist. Der König erließ die bekannte „Capitulacion de Toledo“ und rief damit Francisco Pizarro zum offiziellen „Adelantado“ aus. Eine „Capitulacion“ der spanischen Krone ermächtigte den Inhaber in einem offiziellen Dokument zur militärischen Eroberung und Inbesitznahme im Namen der spanischen Krone. Maßgeblicher Bestandteil einer solchen „Capitulacion“ war die Übernahme der Kosten für die gesamte Expedition und zwar durch den Expeditionsführer bzw. den „Adelantado“. Dieser musste nicht nur die gesamte Investition des Unternehmens finanzieren sondern im Falle eines Erfolges auch einen Anteil an allen gefundenen Gold- und Silbervorkommen an die Krone angeben. In den meisten Fällen betrug der königliche Anteil an den eroberten Schmuckstücken und Edelmetallen mindestens 20 Prozent. Eine „Capitulacion“ hatte also einen ähnlichen Charakter wie eine heutige Schürf-, Landnutzungs- oder Ölbohrkonzession an ein privates Unternehmen und beinhaltete alle notwendigen Rahmenbedingungen. Für die spanische Krone waren solche Konzessionen ein einträgliches Geschäft, gab sie doch lediglich die Genehmigung und musste keine weiteren Kosten für ein ungewisses Expeditionsunternehmen tragen. Im Falle eines Erfolges war sie dennoch maßgeblich an den Erträgen beteiligt ohne selbst wiederum investieren zu müssen.

Der König war von Pizarros Ausführungen und seinem Lebenslauf derart angetan, dass er ihm nicht nur die gewünschte „Capitulacion“ überreichte, sondern Francisco auch zum Gouverneur von allem Landbesitz südlich von Panama und zum Generalkapitän von Peru ernannte. Dreizehn der getreuen Begleiter Pizarros ernannte der König außerdem zu Rittern der spanischen Krone. Francisco brach sofort nach Südamerika auf und erkundete zunächst mit einer Expedition von einigen hundert Konquistadoren die Küste von „Biru“, dem heutigen Peru. Aus diesen ersten Expeditionen begann Pizarro schon mit der Gründung einiger Städte, wie dem heutigen Piura, einer charmanten im Kolonialstil erbauten Stadt an der Küste Perus. Piura gehört heute zu den Städten, die man auf jeden Fall besuchen sollte, wenn man auf einer Perureise entlang der Costa Perus unterwegs ist. Von Chiclayo sind es dabei nur zwei bis drei Stunden, je nachdem ob man mit dem Autobus auf der regulären Route Chiclayo-Piura unterwegs ist oder mit dem eigenen PKW fährt. Noch heute erkennt man in den verschiedenen Städten Perus sofort, ob es sich um eine ehemalige Kolonialstadt der Spanier handelt oder ob die Stadt ausschließlich indigene Wurzeln hat. Die Gründung einiger Städte Perus durch die Spanischen Eroberer ist einer der Gründe, warum Städte wie Piura, Chiclayo, Tumbes, Trujillo (in Peru gibt es eine gleichnamige Stadt), Arequipa, Cusco, Iquitos, Callao oder Lima so unterschiedlich sein können und ihren jeweils eigenen unnachahmlichen Charme und Charakter besitzen.

Im Herbst des gleichen Jahres stieß Francisco Pizarro dann doch noch von seinen Schiffen tief ins Innere Perus vor. Statt sich an der Küste entlang und anschließend in die Anden um Cusco vorzuarbeiten, wählte Pizarro den mühevollen Weg durch den Amazonas-Regenwald und die tropische „Grüne Hölle“ Perus. Die mit schweren Brustpanzern und vollem Gepäck beladenen Konquistadoren quälten sich durch den tropischen und feucht-heißen Regenwald bis hin zu den Ausläufern der Andenkordilleren, die sie anschließend überqueren mussten. Interessant an diesem langen Weg durch Peru ist, dass die Inkas die Ankunft der Spanier schon längst bemerkt hatten, es aber nicht zu Kampfhandlungen oder Aggressionen durch die Inkas kam. Der Herrscher des Inkareiches schickte den Spaniern auf ihrem Weg lediglich immer wieder Boten mit Nachrichten und beobachtete so den Zug der Eroberer durch sein Land.

Warum der Inkaherrscher nicht schon im Voraus etwas gegen die Eindringlinge unternahm lässt sich heute nicht mehr mit Gewissheit erklären. Fakt ist jedoch, dass man die Konquistadoren trotz ihrer schillernden Rüstung, ihrer Feuerwaffen und ihrer Pferde unterschätzte. Bei den einfachen Inkas machten die Spaniern mit ihrer Waffentechnologie und den merkwürdigen „sechsbeinigen“ Geschöpfen einen göttergleichen Eindruck, doch der Inkaherrscher Atahualpa wird den kleinen Tross im Angesicht seiner mehrer tausend Mann starken Kriegertruppe wohl als geringe Bedrohung eingeschätzt haben.

Im November des Jahres 1532 kam es dann zur entscheidenden Schlacht um das Schicksal des Inkareiches in Peru. Pizarro traf mit seinen Hauptleuten und Offizieren die Entscheidung den obersten Inka gefangen zu nehmen um so die Kontrolle über das riesige Reich zu ergreifen. Er marschierte zur peruanischen Stadt Cajamarca, die ca. eintausend Kilometer von der eigentlichen Hauptstadt des Inkreiches entfernt liegt, aber trotzdem der Hauptaufenthaltsort des Herrschers war. Warum der König Atahualpa lieber in Cajamarca residierte, statt sich in der heiligen Stadt Cusco niederzulassen, lässt sich vielleicht damit erklären, dass Atahualpa die Stadt Cajamarca in einem blutigen Bürgerkrieg erobert hatte und an der Hauptstadt Cusco eine noch blutigere Rache geübt hatte, weil die Einwohner Cuscos seine Widersacher unterstützt hatten. Das Blutbad, das seine Krieger in Cusco angerichtet hatten, war eines der grausamsten in der Geschichte Südamerikas. Selbst Kinder und Säuglinge aus der Familie seiner Gegner ließ Atahualpa pfählen oder auf andere grausame Arten ermorden.

Bei der Ankunft Francisco Pizarros residierte der Herrscher also in Cajamarca und wurde von einem Heer von Inkakriegern bewacht, dass heute auf knapp 100.000 Mann geschätzt wird. Nach heute nicht mehr nachvollziehbaren Verhandlungen zwischen den Unterhändlern Atahualpas und einigen Offizieren Francisco Pizarros (hauptsächlich durch die Hauptmänner de Soto und Hernando Pizarro) verließ der Inka mit seinen Kriegern Cajamarca und damit das Feld den Spaniern. Nachdem sich Pizarro in der Stadt niedergelassen hatte, kam es zu weiteren Gesprächen, in denen sich der Inka bereit erklärte, ein Treffen in Cajamarca abzuhalten. Warum er sich daraufhin mit einem unbewaffneten Gefolge von nur einigen tausend Mann in die Stadt wagte und sich damit fast schutzlos den Spaniern ergab, kann man heute nur erahnen. Wahrscheinlich wollte der Inkakönig auf seinem goldenen Thron, der von seinen Dienern zum Platz von Cajamarca getragen wurde und der Begleittruppe von mehreren tausend Mann den gewaltigen Eindruck eines gottgleichen Herrschers erwecken und dachte eventuell daran, die spanischen Eindringlinge als Sklaven zu nehmen. Man schätzt, dass der Inka mit seinem Gefolge von 3000 bis 6000 Mann vor die Tore Cajamarcas zog und daraufhin mit einer kleineren Truppe in das Stadtinnere vordrang, um sich an der „Plaza de Cajamarca“ mit Pizarro zu treffen. Wahrscheinlich hatten die Conquistadores um Francisco Pizarro den dort gelegten Hinterhalt weit im Voraus geplant.

Nachdem der oberste Inka den Platz mit seinen Dienern erreichte, trat ihm ein spanischer Priester entgegen und versuchte ihn mit einer Bibel zu bekehren. Der König konnte mit einem Buch nicht besonders viel anfangen und war sehr enttäuscht, dass dieses Ding nicht zu ihm sprach, wie zu den fremden Eindringlingen. Erzürnt warf er die heilige Schrift weit von sich in den Staub der Plaza de Cajamarca und lieferte Pizarro damit den Vorwand, um den Angriff auf die Inkas zu eröffnen. Der Konquistador nahm nicht direkt am Geschehen teil sondern gab aus sicherer Entfernung das Zeichen zum Angriff auf die unbewaffneten Indios. Überrascht durch den plötzlichen Angriff und eingeschüchtert durch die lauten „Donnerbüchsen“ und Kanonen der Spanier ließen sich die Krieger der Sonne niedermetzeln wie Vieh. Pizarros Männern vollführten ein beispielloses Massaker an den wehrlosen Indios und ermordeten das gesamte Gefolge des Königs. Glaubt man den spanischen Quellen, so wurde keiner der Konquistadoren bei dem Scharmützel getötet, was bei dem Unterschied in der Anzahl der zwei verschiedenen Heere schier unglaublich ist. Dass eine kleine Gruppe spanischer Konquistadoren eine gewaltige Übermacht von mindestens 3000 Indios tötet und dabei keinen einzigen Mann verliert, kann man sich nur vorstellen, wenn man bedenkt, welch abschreckende Wirkung die Explosionen der Kanonen und die Schüsse aus den spanischen Feuerwaffen haben mussten. Neben dieser abschreckenden Wirkung, die durch die panzerbewehrten und hoch zu Ross sitzenden Spanier wohl noch verstärkt wurde, kam der Überraschungseffekt noch dazu. Hätte der oberste Inka Perus mit einem Angriff dieser kleinen Truppe gerechnet, hätte er sich wohl nicht mit unbewaffneten Männern mitten unter seine Feinde begeben. Während die Conquistadores mit ihren Vorderladerwaffen und lediglich zwei Kanonen die Inkas niedermetzelten, blieb das Hauptheer der Inkakrieger außerhalb der Stadtmauern Cajamarcas. Wahrscheinlich wollte man den Führer des Reiches, der eine gottgleiche Stellung einnahm nicht unnötig in Gefahr bringen, wenn man die Stadt kopflos stürmte oder was noch wahrscheinlicher erscheint, war man ohne die Befehle des Inkaführers und seiner direkten Befehlsempfänger nicht in der Lage, selber Entscheidungen zu treffen und in diesem Augenblick zu handeln. Pizarro gab seinen Männern die Anweisung, den Inka zu schonen und ihn lebendig gefangen zu nehmen, was diesen auch glückte. Man brachte Atahualpa in ein Turmverlies und sperrte in unter scharfer Bewachung ein. Pizarro ließ seinem Gefangenen zwar jede Menge an Komfort und Freiraum, trotzdem konnte der Inkaherrscher sein Turmverlies nicht verlassen. Pizarro gestattet Atahualpa Boten zu empfangen und in dieser Weise die Staatsgeschäfte weiterzuführen und erlaubte ihm außerdem seine drei Lieblingsfrauen bei sich wohnen zu lassen. Die Boten überbrachten dem Inka die traditionellen handgeknüpften Knoten, mithilfe derer man wichtige Zahlen und Statistiken für den Herrscher „aufgeschrieben“ hatte. Der Spanier Pizarro nutzte diese Zeit, während er den Inka bei sich in Gefangenschaft hielt, um Informationen über die Goldvorräte, das Inkareich und vor allem über das sagenumwobene El Dorado zu bekommen. Doch die Informationen die er von seinem Gegenüber bei den täglichen Treffen bekam, waren eher spärlicher Natur. Atahualpa und Pizarro sollen angeblich sogar freundschaftliche Bande während der Gefangenschaft im Turm Cajamarcas geknüpft und fast allabendlich Brettspiele miteinander gespielt haben. Nach einiger Zeit warf Francisco Pizarro dem Inkakönig jedoch vor, die Gefangenschaft der Spanier zu missbrauchen und sich auf deren Kosten ein gemütliches Leben zu machen. Dem Inka wurde mit dem Tode gedroht und er musste sich etwas einfallen lassen, um seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen. Atahualpa versprach Pizarro ein astronomisches Lösegeld für seine Freilassung zu bezahlen. Einen ganzen Raum (so groß wie seine ca. 50qm große Zelle) wollte er mit reinem Gold füllen und zwei weitere Räume voll mit Silber. Zuerst hatte er eine Füllung bis zur Höhe seiner ausgestreckten Hand vorgeschlagen, dieses Angebot aber noch mal erhöht. Die Inkas trugen Gold und Silber aus dem ganzen Reich herbei um ihren geliebten gottgleichen Herrscher zu retten. Ganze drei Monate sollen die Indios die Edelmetalle und Schmuckstücke herangetragen haben und anschließend sollen die Hochöfen der Goldschmiede mehr als 34 Tage gebrannt haben, um all das Gold und Silber in handliche Barren einzuschmelzen. Pizarro stahl den Inkas nicht nur einen unermesslichen Anteil ihres Reichtums sondern zerstörte durch das Einschmelzen der jahrhundertealten Kunstgegenstände und Schmuckstücke auch einen nicht wieder zu bringenden Teil ihrer Kultur. Dieses gewaltige finanzielle Opfer der Inkas brachte ihrem Herrscher allerdings keinen weiteren Vorteil. Aufgrund seiner Offiziere, die Francisco Pizarro dazu drangen den Inkaherrscher hinzurichten, gab dieser schließlich nach und ließ Atahualpa zum Tode verurteilen. Obwohl die beiden sich während der Gefangenschaft Atahualpas näher gekommen waren und wahrscheinlich so etwas wie Freundschaft geschlossen hatten, konnte sich Pizarro nicht gegen seine Gefolgsleute durchsetzen. Vielleicht handelte er damit auch in seinem Interesse, denn die Spanier befürchteten einen Rachefeldzug der Inka, sollte Atahualpa wirklich freigelassen werden. Nachdem sein Tod beschlossene Sache war, machte man dem Inkaherrscher allerdings noch ein letztes „gnädiges“ Angebot. Statt ihn, wie durch das Urteil beschlossen, bei lebendigem Leib auf dem Scheiterhaufen hinzurichten, bot man dem Inkakönig an, zum Christentum überzutreten und einen nicht ganz so furchtbaren Tod zu erleiden. Wenn sich Atahualpa dazu entschließen würde den katholischen Glauben anzunehmen, versprach man ihm, man würde ihn nur zu Tode würgen und seinen Körper nicht beschädigen. Dieses für einen Europäer genauso grausam klingende Todesurteil war für den Inkaherrscher die einzige Rettungsmöglichkeit. Nach dem Glaube der Inkas konnte man nur mit einem unversehrten Körper in das Leben im Jenseits über gleiten und weiter bestehen.
Im Juli des Jahres 1533 (wobei andere Quellen auch von Ende August sprechen) wurde der letzte souveräne Herrscher des Inkareiches in Cajamarca mit der berühmten Garotte erwürgt und starb damit wie ein gewöhnlicher Verbrecher. Mit der Ermordung der Inka-Königs in Peru sicherten sich die Spanier um Francisco Pizarro den Sieg über die Indios und hatten damit Südamerika erobert.

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Die Eroberung des Inkareiches in Peru durch Francisco Pizarro und die Spanier

Peru war eine „Entdeckung“ der Spanier, die diese auf ihren vielen Reisen und Expeditionen zur neuen Welt machten. Der Wunsch der Spanier wegen ihrer schlechten ökonomischen Lage und aufgrund mangelnder Einnahmequellen aus den anderen Kolonien aus ihrem Land zu flüchten, war eine Motivation für viele, um sich zusammen mit der Hoffnung unglaubliche Schätze zu finden, auf den unbekannten Weg zu machen.
Nach der Endeckung der Kanarischen Inseln wurde die Neugier der Spanier nach neuem Land erweckt und man machte sich auf, um neue Kolonien und Land in Übersee zu erschließen.

Durch die Entwicklung des neuen Schiffstyps der Karavelle („La Carabela“), wurde es ermöglicht neue und unbekannte Gebiete zu erforschen und Reisen zu weiter entfernten Zielen zu unternehmen. Diese Entwicklung führte im Jahr 1492 ebenfalls zur „Entdeckung“ der neuen Welt durch Christoph Kolumbus. Angeregt durch die Nachricht von der Erkundung dieser neuen und exotischen Welt, ließ der König von Spanien eine ganze Reihe von Expeditionen nach Südamerika aufstellen.

Die ersten dieser Expeditionen misslangen und waren sehr entmutigend, doch nach dem „Fang“ einiger Indios in Südamerika, hatten die Spanier eine bessere Ahnung von dem, was sie auf diesem Kontinent erwartete. Einer der Indios erzählte ihnen, in der neuen Welt gäbe es ein großes und mächtiges Reich namens „Tahuantinsuyo“, in dem Berge von Gold und anderen Edelmetallen sowie ein unermesslicher Reichtum nur darauf wartete von den Entdeckern in Anspruch genommen zu werden. Durch die Nachricht, dass es ein solch mächtiges und reiches Land in Südamerika geben sollte, waren die Spanier erneut sehr motiviert und starteten einige Expeditionen nach Süden. Anführer dieser Erkundungsmannschaften waren Francisco Pizarro und Diego de Almagro. Mit Hilfe des spanischen Königs landeten sie also endlich auf peruanischem Territorium.

Im Jahr 1529 wurde die „Capitulacion de Toledo“ unterzeichnet und Francisco Pizarro durch die Königin „Isabel de Portugal“ und im Namen des spanischen Königs überreicht. Die Urkunde ernannte Francisco Pizarro zum Governeur und „Adelantado“ von „Nueva Castilla“ und war die offizielle Genehmigung der spanischen Krone, Peru zu erobern und zu unterwerfen. Für den Partner Pizarros, Diego de Almagro, blieb nur der Posten des Kommandeurs und Verwalters des heutigen Túmbes, was diesen sehr erzürnte und zu späteren Expeditionen nach Chile führte. Nachdem die Spanier in Peru gelandet waren, führten mehrere Faktoren in sehr kurzer Zeit zum Sieg über die vorherrschenden Inkas. Der größte und wahrscheinlich ausschlaggebendste Nachteil für die Inkas war die weitaus überlegenere Waffentechnologie der Spanier. Wo die Inkas sich mit Speeren oder mit Pfeil und Bogen verteidigen mussten, besaßen die spanischen Eroberer Hieb- und Stichwaffen aus Metall und natürlich Handfeuerwaffen sowie Kanonen. Die Feuerwaffen waren für die Inkas noch „Neuland“ und zusammen mit den Pferden der Konquistadoren, veranlassten sie die Indios zu der Annahme, dass sich mit den Spaniern Götter auf den Weg nach Peru gemacht haben mussten. Da Pferde in der neuen Welt noch vollkommen unbekannt waren, war der Anblick eines solchen „sechsbeinigen“ Ungetüms ein wahrlich abschreckender und furchteinflößender Anblick für die Inka. Zusätzlich zu den neuen Waffen und dem damit einhergehenden Vorteil bei Kampfhandlungen, gab es eine weitere „Waffe“ der Spanier, die aber nur langfristig zu wirken begann. Man brachte aus dem europäischen Festland eine ganze Reihe an unbekannten Krankheitserregern mit, für die es bei den Inkas weder Antikörper noch Medikamente gab und im Nachhinein starb eine große Anzahl an Indios durch diese neu eingeführten Erreger und Krankheiten.

Die Ankunft der Konquistadoren geschah zu einer Zeit, in der sich im Reich der Inkas ein interner Bruderkampf um die Vorherrschaft im Reich abspielte. Die Brüder „Huascar“ und „Atahualpa“ lieferten sich einen Krieg um die Macht im Reich „Tahuantinsuyo“ was den Spaniern einen weiteren Vorteil einräumte.

Man wusste über diesen internen Kampf zwischen den beiden Inkaführern und entschied sich daraufhin, den Inka „Atahualpa“ zu ergreifen und festzunehmen. Die Spanier marschierten zu der Stadt „Cajamarca“, wo sich „Atahualpa“ zu dieser Zeit befand. „Atahualpa“ (auf Quechua auch „Atawallpa“ genannt) gewährte den Spaniern am 15.11.1532 eine Unterredung und empfing die Eindringlinge fast freundschaftlich, wobei der Herrscher der Inka die Konquistadoren für ihre geraubten Güter und die Zerstörung in seinem Reich bezahlen lassen wollte. Die Spanier planten indessen die Ergreifung Atahualpas, für sie war das Treffen nur ein reiner Vorwand um ihr geplantes Vorhaben in die Tat umzusetzen. Der Inkaherrscher wusste um diesen Plan der Spanier, doch in seinem Hochmut war er davon überzeugt, dass man ihm in den Reihen seiner Krieger kein Leid antun könnte. An der „Plaza de Cajamarca“ trafen sich schließlich die Konquistadoren mit dem Inka und man verhandelte über das Schicksal des Reiches. Das größte Problem dieses Treffens waren die Sprachschwierigkeiten und Fehler der jeweiligen Übersetzer, bei denen die schlechten Dolmetscher kaum etwas helfen konnten. Man machte dem Inka das Angebot, sich den spanischen Eroberern zu unterwerfen und der katholischen Kirche beizutreten. Man kann vermuten, dass dieses „Angebot“ für den Inka unannehmbar war und lediglich zu dem gewünschten Ergebnis für die Spanier führen sollte. Der Inka verstand nicht so viel von dem, was man ihm mit diesem Vorschlag unterbreiten wollte und konnte erst recht nichts mit der Bibel anfangen, die ihm ein spanischer Priester vorlegte. Der Pater überreichte die heilige Schrift und versuchte den Inhalt und die Bedeutung der katholischen Religion darzulegen, doch Atahualpa wurde immer ungehaltener und warf die Bibel im Zorn weg. Der Pater der „Delegation“ verstand diesen Akt Atahualpas als offenen Affront gegen seine Kirche und gab daraufhin bei der Festnahme des Inka den Ton an.

Für die Spanier war die Überwältigung des Herrschers der Inka ein sehr einfacher Schlag, da man den schlecht bewaffneten Kriegern der Inka haushoch überlegen war. Pizarro und seine 182 Soldaten überwältigten die Inkas und richteten danach ein Massaker an den rund 5.000 Inkakriegern an. Sie nahmen Atahualpa fest und warteten einfach auf Verstärkung durch weitere Truppen. Atahualpa wusste, dass die Spanier wegen ihrer Gier nach Gold und Edelmetallen nach Südamerika gekommen waren und bot seinen Geiselnehmern ein astronomisch hohes Lösegeld an. Ein ganzer Raum bis zur Decke voll mit Gold und zwei weitere Räume angefüllt mit Silber sollten die Konquistadoren um Pizarro erhalten, wenn sie sich entschließen sollten, den Höchsten aller Inkas freizulassen. Francisco Pizarro und seine Gefolgsleute gingen scheinbar auf das Lösegeldangebot ein, doch nachdem man aus allen Teilen des Reiches Gold und Silber herangeschafft hatte, weigerten sie sich natürlich den Inka freizulassen und ihr Versprechen einzuhalten. Dieses gewaltige Lösegeld ist übrigens bis heute der höchste Betrag in der Geschichte der Menschheit, der jemals für die Freilassung eines einzelnen Menschen bezahlt wurde. Die Einwohner des Inkareiches benötigten angeblich mehr als zwölf Wochen um die gewaltige Menge an Gold und Silber nach Cajamarca zu schaffen und ihre Schmelzöfen arbeiteten ununterbrochen über mehr als 30 Tage, um die Berge an Edelmetallen einzuschmelzen. Nach aktuellen Schätzungen, wurden den Spaniern damals zwischen 15 und 20 Tonnen reinstes Gold und ca. 170 bis 200 Tonnen reinstes Silber von den Inkas überreicht. Pizarro und seinem Gefolge war es eigentlich klar, dass sie nachdem Atahualpa in Freiheit sein würde, mit einem sofortigen Angriff und der Rache des Herrschers rechnen mussten. Nachdem das Lösegeld bezahlt war, suchte man also nach einem Vorwand, um den Inka vor Gericht zu stellen. Diesen Vorwand fand man sehr schnell und Atahualpa wurde wegen der Ermordung seines Halbbruder Huáscar während des blutigen Bruderkrieges zwischen den beiden Inkaherrschern zum grausamen Tode auf einem Scheiterhaufen verurteilt. Nachdem die spanischen Priester dem Inka zu einer Taufe geraten hatten und ihm zusicherten, dass man ihn in diesem Fall nur erwürgen würde, stimmte der Herrscher zu. Nach der Auffassung der Inka war ein unversehrter Körper notwendig um nach dem Tod weiterzuleben und im Jenseits existieren zu können. Daraufhin wurde Atahualpa im Juli 1533 (ein genaues Datum lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren) mit der berühmt-berüchtigten Garotte erwürgt.

Nachdem die Spanier den gekrönten Herrscher der Inkas auf so grausame Weise ermordet hatten, ernannten sie Túpac Huallpa (auch Toparpa oder in Quechua-Schreibweise Tupaq Wallpa) zum vierzehnten König der Inka und übergaben ihm die „Maskapaycha“, ein Stirnband der Herrscher über das Inkareich, das die Macht genauso symbolisch verkörperte wie das Zepter bei den europäischen Herrschern. Túpac Hualpa war ein jüngerer Bruder des ermordeten Atahualpa. Der neue Inka-König herrschte allerdings nur für eine sehr kurze Zeit, denn er wurde kurzerhand von einem General der Indios umgebracht. Daraufhin schlug sich Manco Inca auf die Seite der Konquistadoren um Francisco Pizarro und wurde kurz darauf von diesem unter dem Herrschernamen Manco Cápac II. (auf Quechua Manku Qhapaq II. oder Manqu Qhapaq II.)gekrönt. Die Spanier erlaubten Manco Cápac den Titel des Herrschers zu führen, außer diesem besaß der „erste Inka“ allerdings keine weiteren Rechte und schon gar keine Macht über sein eigenes Reich. Die Inkas leisteten daraufhin immer weniger Widerstand und viele der unterworfenen Indios unterstützten Francisco Pizzaro und seine Konquistadoren, weil sie sich davon im Endeffekt mehr Unabhängigkeit versprachen. Am 15.11.1533 erreichte Francisco Pizzaro die Hauptstadt des ehemals so mächtigen Inkareiches und nahm die Stadt ohne nennenswerte Kämpfe fast widerstandslos ein. Mit der Eroberung Cuscos durch die Spanier ging das ehemalige Reich der Inka unter und die Eindringlinge hatten es geschafft, mit einer Handvoll an Männern eine ganze Nation zu unterwerfen und eine jahrhundertealte Kultur zu vernichten.
Posted by A.S. Diaz-Menendez, Chiclayo/ Peru

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Reiseforum Peru: Kinderarbeit in Peru

Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs in vielen Ländern Südamerikas und vor allem in den ärmeren Andenrepubliken Ecuador und Peru, gibt es immer noch eine sehr hohe Zahl an Einwohnern, die unter der Armutsgrenze leben. Das Wirtschaftswachstum Perus besaß eine zeitlang sogar eine der weltweit höchsten Wachstumsraten, trotzdem ging dieser Aufschwung an den wirklich armen Menschen des Landes vollkommen vorbei. Gerade in den ländlicheren Gegenden fehlt es an Infrastruktur und es gibt generell kaum staatliche Sicherungssysteme um die sozial schwachen Menschen zu unterstützen. Internationale Hilfsorganisationen und Spenden aus Europa und den USA sind oft die einzige Hilfe für den einkommensschwachen Teil der Bevölkerung. Wie so oft, leiden die Kinder. Alleinerziehende Mütter und Älter am meisten unter dieser Situation. Besonders auffällig ist in dieser Hinsicht die extrem hohe Rate an Kindern, die bereits in sehr jungen Jahren arbeiten müssen, um sich oder ihre Familien zu ernähren. Nach internationalen Schätzungen und Studien lebt ein Großteil der Weltweit ca. 246 Millionen Kinderarbeitern in Lateinamerika, wovon ein weiterer größerer Teil auf Peru und Brasilien entfällt. Gerade in Peru ist Kinderarbeit leider oft noch selbstverständlich und man geht von ca. 1,93 Millionen Kindern (im Altern zwischen 6 und 17 Jahren) aus, die in verschiedenen, oft auch illegalen Berufen tätig sind. Von diesen 1,93 Millionen Kindern leben mehr als 30% in totaler Armut und weit unter der Armutsgrenze. In Peru trifft man die arbeitenden Kinder daher überall und sie gehören zum alltäglichen Straßenbild. Nicht nur in den Großstädten wie Lima, Chiclayo, Trujillo, Arequipa oder Iquitos im Dschungel Perus, wimmelt es von Kindern, die auf den Straßen Zigaretten, Süßigkeiten und Gemischtwaren anbieten, Autos oder Schuhe putzen und manchmal auch einfach nur nach Geld oder einer kleinen Mahlzeit betteln. Wer sich auf einer Südamerikareise befindet und zum ersten mal in eine größere Stadt kommt, sei es nun in Peru oder anderswo, der wird sich bald in einem Konflikt befinden, in den jeder Südamerikareisende schnell gerät. In jedem Lateinamerika Reiseführer steht, dass man bettelnden Kindern nichts geben sollte, da man sie nur daran hindert arbeiten zu gehen oder die Schule zu besuchen. Doch das Dilemma an dieser Situation ist, dass ein Kind, das kein Geld hat um sich oder seine Familie wenigstens mit den Grundnahrungsmitteln zu versorgen, wohl kaum an einen Schulbesuch denken kann und ohne eine ordentliche Ausbildung auch schlechte Chancen auf eine gute Anstellung hat. Nicht nur Kindern sondern auch alte Menschen, die keine versorgende Familie um sich haben, sieht man immer wieder nach Essen oder einer kleinen Spende fragen. Wer sich auf der Reise durch Südamerika zum ersten Mal in dieser Situation befindet und in das Gesicht eines hungernden Kindes blickt, wirft seine Grundsätze sehr schnell über Bord.

Kinderarbeit ist in Peru und vielen anderen lateinamerikanischen Ländern sehr beliebt, denn Kinder sind willig und für fast jede Arbeit einzuspannen. Ein weiterer Vorteil für diese Art von Arbeitgebern ist natürlich, dass Kinder in der Regel für sehr viel weniger Geld arbeiten und froh sind, ein paar Centamos verdienen zu können. Aufgrund der oft sehr extremen Armut, mangelnder Bildung und der Ausbeutung durch solche Unternehmen und Arbeitgeber, haben die Kinder kaum Möglichkeiten um diesen Teufelskreis zu verlassen. Die traurigen Schicksale dieser Kinder gehen dabei in die Millionen. Ein Beispiels ist Juanito der mit 7 Jahren jeden Tag um halb vier Uhr morgens aufstehen muss, um den langen Weg zu den Bergwerksminen in seiner peruanischen Heimatstadt anzutreten. Da er kein Geld für den Bus oder ein Collectivo hat, läuft er jeden Tag ca. 2 Stunde bis er seinen „Arbeitsplatz“ erreicht.
Anschließend arbeitet Juanito von 6 bis 4 Uhr Nachmittags und nach dieser zehnstündigen anstrengenden Arbeit erhält er gerade einmal 2 Dollar Lohn, von denen er sich einen Leib Brot und etwas Reis für seine Mutter und die 3 Geschwister kaufen kann. Seien Arbeit fällt ihm sehr schwer, vor allem da sein kleiner Kinderkörper für eine solch anstrengende und schweißtreibende Arbeit überhaupt nicht geschaffen ist. Während der Arbeit wird Juanito von Hunger und Müdigkeit geplagt und kaut Kokablätter, um die Schufterei wenigstens einigermaßen erträglich zu machen.

Viel Kinderarbeiter können unter diesen Umständen niemals zur Schule gehen und wenn sie sich doch zum Unterricht schleppen, bekommen sie meistens sehr schlechte Noten, da ihre Konzentration nach einem solchen Arbeitstag und bedingt durch die extreme Müdigkeit kaum noch vorhanden ist. Gibt es in den Städten keine kostenlose Schule, ist an einen Unterrichtsbesuch sowieso nicht zu denken, da sich solch arme Familien niemals das Schulgeld für ein oder sogar mehrere Kinder leisten können. Die Eltern, die aus ähnlichen Verhältnissen stammen, finden teilweise einen Schulbesuch der Kinder nicht einmal notwendig, da sie selber nicht zur Schule gegangen sind und ein anderes Leben gar nicht kennen. Eine solche Situation, wie die von Juanito ist typisch für solche Familien in Südamerika. Die Kleinen müssen sich um ihre allein erziehende Mutter und die Geschwister kümmern und sind in so frühen Jahren vollkommen allein für das Überleben der Familie verantwortlich. Natürlich ist Kinderarbeit in Peru verboten, doch wie bei so vielen dieser Gesetze reicht ein bloßes Verbot leider nicht aus, um dieser illegalen Aktivitäten und das Ausbeuten der schutzbedürftigsten Mitglieder der Gesellschaft zu verhindern. Es gibt in Peru eine ganze Reihe an internationalen Hilfsorganisationen, die versuchen diese Realität zu verändern oder die Lebensumstände einiger Kinder wenigstens zu verbessern, doch auch hier ist diese Hilfe oft nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Südamerikareise zu unternehmen, oder sich für einen Auslandsaufenthalt in Peru entscheidet, der sollte sich vorher Gedanken über das Land und die Kultur der Menschen machen und sich überlegen, inwieweit man durch den Auslandsaufenthalt, das Praktikum in Südamerika oder ein Auslandsstudium Hilfestellung geben kann und wenigstens eine kleinen Teil dazu beiträgt, diese Kinder zu unterstützen. Möglichkeiten gibt es viele und man muss nicht gleich eine Geldspende entrichten um zu helfen. Wer gerne ein Praktikum in Südamerika machen möchte, erhält viele Alternativen um sein Praktikum oder ein freiwilliges soziale Jahr in einer gemeinnützigen Institution oder einer internationalen Hilfsorganisation abzuleisten.
Posted by A.Celis, Chiclayo/Peru

Als Spezialist für Südamerikareisen, Auslandaufenthalte und Praktika in Peru wollen wir unseren Teilnehmer die Möglichkeit bieten, während dem Auslandaufenthalt eine sinnvolle Tätigkeit und damit einen kleinen aber wertvollen Beitrag zu leisten. Wenn Sie sich für ein Praktikum in Ecuador, Peru oder Bolivien entscheiden, oder gerne einen Freiwilligen Einsatz in einem lateinamerikanischen Land durchführen wollen, finden Sie auf unserer Übersichtskategorie Freiwilliges Soziales Jahr in Südamerika.