Die Geschichte Limas

Die Ankunft der Spanier in Peru ging mit der Suche nach einer neuen Stadt einher, in der sie sich niederlassen konnten, eine Stadt, an der sie ihr neues Reich in Südamerika stabilisieren konnten. Lima wurde von dem Spanier „Franzisco Pizarro“ im Jahr 1535 gegründet, nachdem die erste von den Spaniern erbaute Stadt „Jauja“ eine eher unzweckmäßige Lage für eine Hauptstadt hatte. Vor dem Namen Lima, nannten die Spanier den Ort an der Küste Perus „die Stadt der Könige“.

Lima wurde danach zum Zentrum des peruanischen Vizekönigreich erhoben und damit begann in Lima eine neue Zeit der ökonomischen Entwicklung. Die Ureinwohner Limas waren unter dem Druck der Inquisition der katholischen Kirche dazu gezwungen, die Religion und die Lebensgewohnheiten der Spanier anzunehmen, wodurch man die Inkakultur nach und nach zerstörte. Viele Sklaven wurden aus Afrika entführt und nach Peru gebracht, um auf Äckern und Plantagen zu arbeiten.

In Lima wurden viele wichtige Gebäude errichtet und ein weit reichendes Handelszentrum aufgebaut. In dieser Zeit entstand auch die erste Universität Südamerikas, die „Universidad San Marcos“ und der Hafen von Callao, der eine wichtige Verbindung für den Handel zwischen Peru und der Welt darstellte.

Im Laufe der Zeit ertrug Lima viele gewaltige Naturkatastrophen, denn die Stadt befindet sich wie viele Städte in Südamerika in einem Erdbebengebiet. Diese verursachten im Laufe der Geschichte häufig Zerstörungen und brachten viel Elend für die Bevölkerung mit sich und wirkten sich damit negativ auf die wirtschaftliche Lage Limas aus, verlangsamten also die Entwicklung der Stadt.

Trotzdem war Lima schon nach kurzer Zeit die wichtigste Stadt für den südamerikanischen Handel. In der Stadt wurden nämlich durch den Callao–Hafen und durch den Panama-Kanal viele wichtige Geschäfte des Kontinents verwirklicht.
Die Einwohner Limas tauschten dabei beispielsweise ihr Silber aus Peru gegen fremde Importwaren aus.

Generell war die Lage in Lima damals sehr gut und den Bewohnern ging es bestens, wodurch viele Leute aus den Anden auswanderten um ihre Geschäfte zukünftig in Lima zu machen und dort ihr Glück zu versuchen. Doch aufgrund weiterer Erdbeben, die Lima nicht viel verschonten, entstand in der Stadt doch langsam eine eher kritische Lage. Dies war eine schlechte Zeit für Lima, Epidemien bedrohten den Wohlstand und die Gesundheit der Bevölkerung und obendrein gab es noch Kämpfe um die Unabhängigkeit Perus, die das Leben von vielen Leuten gekostet hat und es sollte noch viel mehr Kämpfe in dem südamerikanischen Land geben.

Eine Gruppe von Befreiern aus Argentinien und Chile brachte für die Peruaner schließlich die Hoffnung mit, zukünftig in einem freien Land zu leben und von den Spaniern unabhängig zu sein. Im Jahr 1821 wurde in der Stadt Lima die Unabhängigkeit Perus proklamiert und damit der letzte Vizekönig aus dem Land verdrängt. Doch dieser Erfolg war ein Resultat ständiger Kämpfe gegen die Spanier und kostete die peruanische Freiheitskämpfer eine Menge Kraft. Die Kämpfe um und in der Hauptstadt Lima waren sehr heftig und bewirkten anschließend wiederum Armut für das Volk und einen großen Mangel an Lebensmittel. Durch viel Arbeit und den raschen Wiederaufbau Limas, erholte sich die Stadt und entwickelte sich weiter.

In der Geschichte Perus gab es übrigens einen weiteren Krieg namens „La Guerra del Pazifico“. Der Krieg gegen die Chilenen war dabei ein sehr harter Schlag für die Peruaner, denn die Chilenen zerstörten fast alles im Land. Vor allem die Infrastruktur Perus litt gewaltig unter diesem Krieg. Bibliotheken, Museen und zivile Häuser wurden geplündert, Frauen wurden vergewaltigt, Kinder getötet und Gebäude und Häuser in den Städten niedergebrannt. Die Hauptstadt Lima befand sich damals in einer sehr schwierigen Situation und brauchte nach dieser Niederlage sehr lange, bis sich langsam wieder Wohlstand einstellte.

Lima ist heute die größte und die dichtbevölkerteste Stadt Perus mit 43 großen Stadtteilen. Die Stadt an der peruanischen Pazifikküste ist auch aktuelle immer noch die wichtigste Handelsstadt Perus und das bedeutendste Wirtschaftszentrum.
In Lima gibt es mehr als 26 Universitäten, demnach auch viele Möglichkeiten ein Auslandssemester oder ein ganzes Studium in Peru durchzuführen, jede Universität hat dabei ihre eigene Unterrichtsmethode und spezielle Fachgebiete. Einige der peruanischen Universitäten in Lima sind für ihre jeweiligen Fachbereiche in ganz Peru bzw. Südamerika bekannt, wodurch zahllose Studenten aus den Provinzen nach Lima kommen um dort zu studieren und eine bessere Ausbildung zu bekommen. Die Stadt scheint unaufhörlich zu wachsen, wobei diese schnelle Expansion der Stadtgrenzen gerade in den äußeren Stadtteilen Limas ein großes Problem darstellt. In vielen Außenbezirken Limas entstehen heute illegale Siedlungen die wie „Pilze aus dem Boden schießen“.

Wer sein Auslandsemester in Peru bzw. in Lima verbringen möchte, hat in der Stadt viele gute Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen. Die Hauptstadt Perus bietet neben Chiclayo die größten und besten Discotheken des Landes, Restaurants mit einer vielfältigen und weit über die Landesgrenzen berühmten Küche, moderne Geschäftsviertel und Einkaufsstraßen sowie eine schier unglaublicher Anzahl an interessantes Sehenswürdigkeiten und Bauwerken aus der präkolombianischen Zeit..

Die Altstadt von Arequipa

In Lima befindet sich auch der größte Flughafen Perus „Jorge Chavez“, heute ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt Südamerikas. Die Altstadt von Lima wurde bereits 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Man sollte sich viel Zeit nehmen, um die Stadt kennen zu lernen wenn man auf einer Perureise oder einer Südamerikareise ist, bzw. während einem längeren Auslandspraktikum in Peru in die Nähe Limas kommt.
Posted by A.Celis, Chiclayo Peru

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Aktualisiert am 31. Januar 2009

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