Freiwilligendienst in Südamerika Teil 9
Freiwilligenarbeit in Peru – Chiclayo Teil 9 von Martina
Diese Woche reisten wir einmal quer durch Peru. In Chiclayo gings los. Anfangs hatten wir noch ein bisschen Angst, da in den Medien von Erdrutschen die Rede war. Doch da wir keine andere Gelegenheit hatten und wir unbedingt Cusco sehen wollten, fuhren wir doch. Von Chiclayo gings 14 Stunden im Bus nach Lima. Von dort wollten wir eigentlich gleich darauf nach Arequipa fahren, doch der nächste Anschluss war erst am Abend.
Zum Zeitvertreib gingen wir ins Kino, auf den Kunstwarenmarkt und suchten stundenlang doch mit Erfolg ein vegetarisches Restaurant. Völlig erschöpft, da wir bei allem unsere Reiserucksaecke mithatten, ging es dann nach Arequipa. Weitere 15 Stunden im Bus, doch da wir 1. Klasse fuhren, konnten wir schlafen und die Zeit ging rum wie im Flug.
In Arequipa angekommen, brachten wir unser Gepäck ins Hotel und fuhren sogleich in die Altstadt. Dort reihten sich dann Kunsthandwerkslaeden aneinander, in welchen wir zuerst einmal unsere Geldbeutel um einiges erleichterten. Danach schlenderten wir noch ein bisschen durchs Zentrum und schauten uns die weissen Vulkangesteingebäude an.
Am darauf folgenden Tag um zwei Uhr in der Früh fuhren wir mit einer organisierten Tour in den Canon de Colca, welcher der dritt grösste Canon der Welt ist. Auch schon die Inkas nutzen dieses Tal als Anbaufläche für Amarant und Kartoffeln. In den Dörfern am Anfang des Canon trafen wir immer wieder Frauen und Männer in peruanischen Trachten mit ihren Lamas. Ein Peru wie aus dem Bilderbuch.
Am späteren Nachmittag gingen wir dann noch zu einem Condoraussichtspunkt und wir hatten Glück und sahen sechs Condore. Am Abend vielen wir dann müde doch glücklich ins Bett und am Morgen ging es schon weiter nach Puno. Die Busfahrt von Arequipa nach Puno gehört zu einen der schönsten Busstrecken in Peru und sollte unbedingt bei Tag gefahren werden.
Wir sahen viele freilebende Lamas und schönste Berglandschaften. In Puno angekommen stellten wir unsere Rucksäcke im Busterminal ab und besuchten die Islas flotantes auf dem Titicacasee. Auf diesen aus Schilf gebauten Inseln lebt eine indigene Gruppe, welche von der Fischerei und dem Tourismus lebt.
Am Abend ging es dann schon wieder weiter mit dem Bus nach Cusco. Da mein Sitznachbar schnarchte, machte ich diese Nacht kein Auge zu und langsam hatten wir auch alle die Nase voll von den ganzen Busfahrten. Doch trotzdem kamen wir am Morgen in Cusco an und wurden von unserem Hostelvater abgeholt. Nach einem guten Fruehstück besichtigten wir Cusco. Doch da uns allen der Kopf von der Höhe brummten und wir noch vom Bus fahren müde waren, gingen wir schon um vier am Nachmittag ins Bett.
Am Sonntag war dann das Highlight unserer Reise, Machu Picchu. Um drei Uhr nachts ging es los und nach ewigen Bus und Zugfahrten standen wir dann endlich um neun Uhr morgens vor den Ruinen. Ich dachte nicht, dass dieser Anblick so beeindruckend ist. Doch die Ruinen verknüpft mit dem Nebelwald bringen echt jeden zum staunen. Und so waren es auch die 180 Dollar, welche wir füer diesen Tag zahlten, der Wert.
Das war auch schon der letzte Tag unserer Blitzreise durch Peru. Vo uns stand nur noch die ewige Busfahrt von Cusco nach Chiclayo und die war wirklich schlimm. Zuerst fuhren wir 20 Stunden nach Lima und von Lima nochmals 12 Stunden nach Chiclayo. Völlig übermüdet, fertig und mit geschwollenen Füssen kamen wir dann wieder in Lambayeque an.
Zurück in Lambayeque arbeiteten wir gleich weiter an unsrem Kindergartenprojekt. In der vorigen Woche hatten die Jungs alle Wände gestrichen und nun konnten wir darauf Tiere und Blume malen. Drei volle Tage waren wir dran doch das Ergebnis hat sich gelohnt. Am Montag war dann auch Einweihungsfest der neuen zweiten Aula und sogleich auch Wilkommensfest für die Kinder ins neue Schuljahr. Wie auf jeder Feier tanzten wir viel, assen viel Süssigkeiten und hatten viel Spass mit den Kindern.
Im anderen Kindergarten halfen wir auch noch ein bisschen mit streichen und kauften mit unseren Spenden von unserern Familien aus Deutschland und Österreich eine neuen Raumteiler. Sonst laut das Leben wie immer in Lambayeque, viel schlafen, ausgehen in Chiclayo, Kindergartenbesuche, Volleyballspiele, Strandtage…Gemütlich und schön….
15.03.2011 Freiwilligendienst in Südamerika – Peru (Chiclayo) von Martina
Aktualisiert am 8. Mai 2011



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