Kleiner Knigge für Reisen in südamerikanische Länder:
Der heutige Massentourismus bietet mittlerweile erschwingliche Pauschalreisen in alle Herren Länder an und ist auf der einen Seite ein kräftiger Devisenbringer für ärmere Regionen, in denen er oft hilft, die schwache Volkswirtschaft zu stärken. Anderseits wirkt er sich aber auch sehr oft auf regionale Kulturen und die einheimische Bevölkerung aus und verändert vorhandene Strukturen und Gegebenheiten nachhaltig.
Als verantwortungsbewusster Reisender sollte man sich natürlich an die jeweilige Kultur und an die Landessitten des Reiselandes anpassen und diese respektieren.
Man sollte möglichst eine offene und unvoreingenommene Einstellung gegenüber der fremden Kultur mitbringen und sich zumindest grundlegend darauf vorbereiten. Für jemanden, der in einen anderen Kulturkreis reist und dort sogar einen längeren Aufenthalt plant, gehört also die Beschäftigung mit der Geschichte, der Sprache und den Sitten des Landes zum absoluten Muss.
Die Umgangsformen und gesellschaftlichen Strukturen in den lateinamerikanischen Ländern ähneln in vielerlei Hinsicht denjenigen, die wir aus den südeuropäischen Ländern kennen. Die Rollen von Mann und Frau sind klar verteilt und ein jeder verhält sich entsprechend seiner Geschlechterrolle und dies zumeist sehr stark betont. Der Grad der Emanzipation der Frau variiert stark vom jeweiligen Land und so haben Frauen in Brasilien oder Argentinien wesentlich mehr zu sagen, als beispielsweise in Peru oder Bolivien. Dies unterscheidet sich dann nochmals sehr stark von Familie zu Familie.
Aktualisiert am 8. Juli 2008


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