Krankenpflegepraktikum in Chiclayo von Lucia Teil 1

Meine erste Woche in Peru

Vor einer Woche habe ich meine Reise nach Peru angetreten. Fuer die naechsten zwei Monate soll Chiclayo, an der Kueste im Norden von Peru, mein zu Hause sein. Ich war sehr aufgeregt, da ich noch nie ganz alleine so weit gereist bin.
Nach 16 Stunden komme ich dann endlich in Lima an, wo, wie versprochen, ein Taxifahrer auf mich wartet und mich zu meinem Hotel bringt, in dem ich zwei Naechte verbringen werde, um mir Lima anschauen zu koennen.
Die Besitzerin des Hotels ist sehr nett. Beim Fruehstueck am naechsten Tag erklaert sie mir ganz genau wo sich alles befindet, welche Orte sicher sind und was sehenwert ist.
In den beiden Tagen bekomme ich einen ersten Eindruck von dem fremden Land. Die Leute sind alle sehr hilfsbereit, aber man muss trotzdem immer vorsichtig sein. Leider ist das Klima zu der Jahreszeit in Lima nicht sehr schoen, es ist kalt und la garúa, der Kuestennebel, bedeckt den Himmel. Ansonsten gefaellt mir Lima aber ganz gut. In Miraflores, dem Stadtteil in dem sich mein Hotel befindet, gibt es viele schoene Parks am Meer und im Zentrum von Lima ist die Altstadt sehr schoen.
Nach den zwei Tagen gehts dann zu meiner Gastfamilie. Ich werde wieder, wie angekuendigt, von einem Taxi abgeholt und zum Busterminal gebracht, wo mein Ticket schon bereitliegt. Die 12stuendige Busfahrt ist entgegen meinen Erwartungen sehr angenehm. In Chiclayo angekommen werde ich von meiner Betreuerin abgeholt und zu meiner Familie gebracht. Sie empfangen mich gleich mal mit einem peruanischen Fruehstueck und ich fuehle mich schnell wohl. Mittags hat meine Betreuerin ein Treffen mit anderen Deutschen organisiert, was mich sehr freut. So hat man die Moeglichkeit seine ersten Eindruecke auszutauschen.
Am naechsten Tag beginnt meine Arbeit im Krankenhaus. Wie erwartet sind die Verhaeltnisse hier mit denen in Deutschland nicht zu vergleichen. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Grosse Saele in denen die Betten dicht nebeneinander stehen und Medikamente fuer jeden zugaenglich in aufgeschnittenen halben Flaschen aufbewahrt werden. Aber es hat auch positive Seiten. Den Menschen scheint ihre Arbeit Spass zu machen, sie sehen nicht so gestresst aus, wie die meisten Aerzte in Deutschland und ich darf viel mehr selber machen.
Nachmittags hab ich dann zum ersten Mal Sprachkurs. Der Unterricht laesst sich ganz individuell gestalten, weil man entweder nur in kleinen Gruppen oder sogar ganz alleine Unterricht hat.
Nachdem ich mich nun also schon etwas eingelebt habe werde ich naechste Woche die Stadt und deren Umgebung erkunden und berichten.

Lucia, 20 Jahre (2 Monate Krankenpflegepraktikum in Chiclayo, Peru mit 2 Wochen Sprachkurs)

Aktualisiert am 15. September 2010

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