Lima –die faszinierend vielseitige Hauptstadt von Peru

Geschichte
Die heutige Hauptstadt Perus hatte schon immer eine wichtige Bedeutung, denn auch bei den „Wari“ und „Ichma“ fungierte Lima als Zentrum des jeweiligen Reiches. Dass es jedoch von diesen Kulturen heute nur so wenige Bauten gibt, liegt an den vielen Erdbeben, die Lima immer wieder zerstörten. Als die Spanier Lima 1535 offiziell zur Hauptstadt und Handelsmetropole Perus erklärten, war diese Stadt noch ein kleines beschauliches Städtchen. Erst in den 1980er Jahren stieg die Landflucht explosionsartig an, denn Lima blieb vom bewaffneten Konflikt, der zwischen einigen Terrorgruppen und der Armee herrschte weitgehend verschont. Viele Indios suchten in Lima Zuflucht und so wurde die Größe der Slums und Armenviertel immer unüberschaubarer. In den letzten 40 Jahren ist die Einwohnerzahl in Lima von 660 000 auf über 8 Millionen angewachsen.

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Bezirke und Stadteile in Lima
Die Größe und Weitläufigkeit der Stadt Lima wird schnell unterschätzt, da man sehr leicht den Überblick über die 30 Stadtteile in Lima verliert. Eine Taxifahrt vom Flughafen in das beliebte Stadtviertel Miraflores dauert allerdings je nach Verkehr zwischen 40 und 60 Minuten. Miraflores, San Isidro, Lima Centro und Barranco sind die sichersten Viertel und die touristischsten. Dass die meisten Touristen in Lima nur diese Stadtteile besichtigen hat einen guten Grund, denn die meisten anderen sind selbst bei Tageslicht gefährlich und sollten wenn überhaupt nur vom Taxi aus besichtigt werden. Vor allem in den Stadtteilen Callao, Surquillo und El Augustin ist große Vorsicht angesagt.

Wetter in Lima
Die Hauptstadt Lima ist bekannt für „garúa“ ein nebelartiger Dunst, der die Stadt fast das ganze Jahr umgibt. Grauer Himmel ist also Alltag in Lima, doch dafür regnet es hier fast nie. Nur peruanischen Sommer von Dezember bis März und sobald doch einmal die Sonne herauskommt, kann man hier ca. 25° Grad Celsius genießen. Doch wer viel Glück hat und einen Sonnentag in Lima erwischt, erfährt wie aus der etwas traurigen Stadt eine unvergesslich schöne Küstenstadt wird.

Freizeitmöglichkeiten in Lima
Wem das Wetter in Lima aufs Gemüt schlägt, der kann in eineinhalb bis zwei Stunden Autofahrt jede Menge sonnige Örtchen erreichen, wie zum Beispiel San Bartolo, Caballeros oder Napalo in denen es wüstenartige Sandstrände gibt.
Als beliebtes Ausflugsziel in Lima gilt auch die Insel Palomino, die man ebenfalls bequem mit dem Auto erreichen kann. Hier tummeln sich Seerobben, seltene Seevögel und riesige Fischschwärme. Mit etwas Glück kann man hier sogar Delfine und Pinguine entdecken.
Wer lieber archäologische Funde besichtigt, ist in Pachacamac in der Nähe von Lima richtig. Die Pyramiden, Steinpaläste und Lehmziegelbauten waren einst eine bedeutende Inkastätte, die einen kleinen Vorgeschmack auf Machu Picchu bietet.

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Sehenswürdigkeiten in Lima
Lima hat ein riesiges Angebot an kulturellen Sehenswürdigkeiten. Eine solch große Auswahl an Musen und Kirchen findet man nur in wenigen anderen Orten. Hinzu kommen Kinos Theater und eine Vielfalt an Denkmälern.

La Cathedral de Lima
Die Außenfassade dieser barocken Kirche fällt schon von weitem auf, denn die fein ausgearbeiteten Verziehrungen kommen durch den weißen Stein gut zur Geltung. Da die Kathedrale von Lima allerdings nach den großen Erdbeben jedes mal wieder restauriert werden musste, wurden viele prunkvolle Einzelteile im inneren entfernt. In der Kapelle am Hauteingang kann man die Überreste Pizarros besichtigen, die hier 1977 gefunden wurden.

Monasterio de San Francisco
Das Kloster und die Kirche, die man hier findet, gehören zum Fanziskanerorden. Neben dem Kirchenschiff sind auch die Katakomben mit über 70000 Gräbern einen Besuch wert. Die Bibliothek, die sich gleich am Eingang befindet, besitzt eine große Sammlung antiker Texte. In Lima gibt es hunderte solcher sakralen Bauwerke, aber das Monasterio de San Fransciso ist mit Sicherheit eines der sehenswertesten.

Plaza de Armas in Lima
Wie in fast allen peruanischen Städten ist auch dieser Hauptplatz schön hergerichtet und lädt zum ausruhen ein. Die prachtvollen hellgelben Häuser, die ihn umgeben und die weiße Kathedrale verleihen ihm eine besondere Atmosphäre. Damit gehört die Plaza de Armas in Lima mit zu den schönsten im Land.

Plaza San Martin
In den Abendstunden wird dieser Platz romantisch beleuchtet und lockt deshalb viele Touristen an. In der Mitte ragt eine Statue des berühmten José de San Martin hervor, die den Befreier hoch zu Ross präsentiert.

Museo de la cultura peruana
Hier wird einem die Vielfalt Perus vor Augen geführt. Man findet hier Ausstellungsstücke von den Indios aus den Anden, von den Ureinwohnern aus dem Amazonasgebiet und von den Kulturen, die an der Küste lebten. Um einen Überblick über Perus kulturelle Entwicklung zu erhalten, eignet sich dieses Museum hervorragend.

Museo de Arte de Lima
Wer es lieber moderner mag, sollte sich dieses Museum nicht entgehen lassen. Hier werden regelmäßig internationale Ausstellungen moderner Kunst gezeigt. Ob Videoinstallation, Kurzfilm oder einbetonierte Fahrräder – je nach Ausstellung findet man die skurrilsten Dinge.

El Circuido Magico del Agua
Sobald es dunkel wird kann man hier bunt beleuchtete Wasserspiele beobachten. Trotz Wasserknappheit in vielen Vierteln Limas ziehen die riesigen Fontänen und Springbrunnen eine große Zahl an Besuchern an.

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Aktualisiert am 16. Oktober 2010

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