Mein Freiwilligendienst in Thailand mit Academical Travels
Ich bin 19 Jahre alt und habe nach dem Abi einen vier wöchigen Freiwilligendienst in Thailand gemacht. In Thailand werden die Freiwilligen vom Flughafen abgeholt und mit Taxi, Bus und Auto ins Camp gebracht. Ich fand die Fahrt sehr abenteuerlich, da ich die einzige im Bus war und der Fahrer kein Englisch konnte und ich danach auf der Ladefläche eines Pick-ups mitgefahren bin, aber ich bin trotzdem gut im Camp angekommen. Da die Thailänder ein anderes Gefühl von Pünktlichkeit haben als wir, sollte man sich nicht verunsichern lassen, wenn Busse Verspätung haben.
Die Freiwilligen wohnen in einem Camp aus kleinen Hütten mit je 4 Betten und einem Bad. Gegessen wird in einem offenen Pavillon, in dem abends auch noch geredet und Spiele gespielt werden. Auf der anderen Straßenseite sind 2 kleine Bars, die Softdrinks, Bier, Cocktails und Chips verkaufen. Ein paar Meter die Straße entlang gibt es ein Internetcafé. Ansonsten gibt es im Camp W-LAN. Das Camp bietet Platz für ca. 60 Freiwillige. Im Camp wird Englisch gesprochen, aber da oft mehrere aus einem Land da sind, bilden sich schnell Grüppchen, die in ihrer Muttersprache kommunizieren. Hier einige Fotos von unserem Freiwilligencamp in Thailand!
Die erste Woche im Camp ist eine Einführungswoche (freiwillig und immer in den Programmen enthalten). Danach kann man sein individuelles Projekt buchen. Im Camp gibt es viele verschiedene Projekte und man kann jede Woche ein anderes Projekt wählen. Es gibt Projekte, die nahe am Camp sind und auch Projekte, für die man eine Woche in einem anderen Camp untergebracht ist. Nahe am Hauptcamp kann man zwischen Arbeit im Waisenhaus, Unterrichten an der Schule, Thaiboxen und dem Bau eines Lehmhauses wählen. Außerhalb gibt es noch ein Elefantencamp, einen Trip durch den Dschungel, eine Woche in den Bergen des Nordens, eine Strandwoche und eine Woche bei Buddhistischen Mönchen. Es ist einfacher die gewünschten Projekte schon vor Reisebeginn zu buchen, es gibt aber immer auch noch die Möglichkeit vor Ort die Projekte zu wählen oder zu tauschen. Ich habe mich neben der Einführungswoche für eine Buddhismuswoche, und je eine Woche Arbeit im Waisenhaus und Unterrichten an der Schule entschieden.
In der Einführungswoche sind wir rumgereist und haben uns verschiedene Sehenswürdigkeiten angesehen. Wir haben viele Tempel, Denkmäler und Buddhastatuen besichtigt und haben auf Märkten gestöbert. Außerdem haben wir an einem Koch- und einem Sprachkurs teilgenommen und haben gelernt, wie Buddhisten in den Tempeln beten. Die Einführungswoche war für mich die beste Woche, da man viel über die Kultur und die Menschen erfährt. Die einheimischen Begleiter zeigten uns, was man als Tourist nicht sieht. Ich fand die Tempel und Statuen unglaublich faszinierend und toll. Daher kann ich die Einführungswoche nur jedem empfehlen!

In meiner zweiten Woche sind wir in ein anderes Camp gefahren und haben dort viel über den Buddhismus gelernt. Wir haben Videos gesehen, haben uns mit Mönchen unterhalten und haben Tempel besucht. Das Highlight war eine Übernachtung in einem Tempel. Wir haben Meditationsunterricht bekommen und haben mit Mönchen über ihr Leben und ihren Glauben gesprochen. Wir durften sogar mit den Mönchen zusammen meditiert und hatten einen Empfang beim höchsten Mönch des Tempels. Es war total interessant aus erster Hand zu erfahren, wie buddhistische Mönche leben und was das besondere an ihrem Glauben ist. (Wer sich für die Buddhismuswoche entscheidet, sollte unbedingt lange, weiße Klamotten mitbringen.)
Freiwilligendienst im Waisenhaus in Thailand
Im Waisenhaus werden Freiwillige fürs Fliesen legen, streichen und unterrichten gebraucht. Während ich dort war, haben wir das Schulgebäude von außen neu gestrichen, haben im Essbereich Fliesen verlegt und Englisch unterrichtet. Am Ende der Woche können alle, die wollen, eine Nacht mit den Kindern im Waisenhaus verbringen. Das war eine gute Erfahrung, aber auch sehr hart, da die Mädchen in 5 Zimmern mit je 20 Kindern und die Jungen in einem Zimmer mit 120 Kindern schlafen und keine richtigen Betten haben. Die Kinder freuen sich, wenn man eine Nacht bei ihnen schläft. Sie führen einen herum und zeigen, wie sie wohnen und ihre Zeit verbringen.
Auch das Unterrichten hat viel Spaß gemacht und ist an der Schule viel leichter als im Waisenhaus. Da die Schüler nur sehr schlechten Englischunterricht genießen und ein Großteil von den Freiwilligen gelehrt wird, kann man mit nicht perfekten Englischkenntnissen höhere Klassen gut unterrichten. Das Unterrichten ist trotzdem immer eine kleine Herausforderung, da die Schüler kein Englisch können und die Freiwilligen meistens kein Thai. Dafür sind die Kinder sehr süß und anhänglich und geben sich große Mühe, etwas zu lernen. Am Ende fällt es schwer, wieder zu gehen.
Sehr beliebt bei den Freiwilligen war außerdem das Elefantencamp und die Strandwoche.
Unter der Woche ist man in seinen Projekten eingebunden, aber am Wochenende kann man wunderbar rumreisen und Nationalparks, Wasserfälle, oder Bangkok besichtigen. Bus und Taxi Verbindungen sind vorhanden und nicht sehr teuer. Hierzu gibt es im Camp Informationen über Ausflugsziele und Buspläne. Eine Gruppe für einen Wochenendausflug ist Dank der großen Anzahl an Leuten im Camp schnell gefunden.
Für mich war Thailand eine großartige Erfahrung, die ich nur jedem weiter empfehlen kann. Das Leben in Thailand ist sehr anders und man muss bereit sein, sich auf viel Neues eizunlassen, aber es lohnt sich!
Alle unsere Programme für Freiwilligendienste im Ausland finden Sie hier!
Aktualisiert am 20. Januar 2012








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