Praktikum mit Sprachkurs in Cusco (Peru) von Laura

Nach dem Abitur wollte ich unbedingt eine Zeit im Ausland verbringen. Da ich bereits im August an meinem Ausbildungsplatz für ein duales Studium erscheinen musste, hatte ich leider nur 6 Wochen Zeit für meine Auslandserfahrung. Meine Wahl fiel auf Peru und zwar auf die Stadt Cusco, da ich wusste, dass es in der Gegend sehr viel zu sehen gibt.

Am 26.06 war ich dann endlich da. Ich wurde am Flugplatz abgeholt und in meine Familie gebracht. Ich hab bei einer älteren Frau und ihrem Enkel gewohnt, die seit 9 Jahren Touristen aufnehmen. Außer mir haben dort am Anfang noch ein junger Mann aus Ungarn und zwei Mädchen aus den USA gewohnt, später, nachdem sie gefahren waren, kam ein Mann aus Polen und eine andere Frau aus Deutschland dazu. An meinem ersten Wochenende, wurde mir von Max, einem Peruaner, der im Hinterhof zur Miete wohnte, die Stadt gezeigt.

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Gleich Montag ging es dann los in die Schule. Dort habe ich Leute aus aller Welt kennengelernt. Es befand sich gerade eine Gruppe von 28 Schülern aus den USA in der Schule. Außerdem kamen erstaunlich viele junge Leute aus Deutschland. In der Schule herrschte immer eine freundliche herzliche Atmosphäre, was wohl auch daher kam, dass die Lehrer gerne mit ihren Schülern abends in Discos oder zum Kartfahren gehen. Fast alle hatten Einzelunterricht. So kam ich in der ersten Woche in den Genuss 4 Stunden Einzelunterricht jeden Tag zu haben. Ich habe dann noch 2 Wochen mit 2 Stunden jeden Tag drangehängt.

Zwei Wochen lang habe ich in einem Waisenhaus für behinderte Kinder gearbeitet. Das war die härteste Arbeit, die ich jemals gemacht habe. Dort lebten 23 Kinder, von denen 4 allein Essen konnten. Alle Kinder wurden von einer einzigen Frau betreut, die sehr froh war, dass fast immer viele Freiwillige beim Füttern, waschen und putzen geholfen haben. Danach habe ich noch zwei Wochen in einer Kindertagesbetreuung geholfen, in die Kinder unter 6 Jahren kommen, die zuhause nicht genug zu Essen haben. Dort ging es sehr viel fröhlicher zu, sodass es leichter war, jeden Tag dorthin zu gehen.

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Praktikum in Peru

Zusammen mit Freunden aus der Schule, habe ich an den Wochenenden viel unternommen. Wir sind ins Valle sacrado gefahren und haben die Ruinen rund um Cusco besichtigt. Mit meinem Mitbewohner und Freunden aus den USA bin ich zum Machu Picchu gefahren. Wir haben in Aguas Calientes übernachtet und sind morgens um 3 aufgestanden, um mit dem ersten Bus hochzufahren. Es war absolut genial, wie sich der Nebel und die tiefhängenden Wolken gelichtet haben, und man immer mehr sehen konnte. Wir waren auch früh genug, um zum Wayna Picchu heraufzuklettern. Das war so ziemlich das anstrengendste, was ich jemals gemacht habe. Ich komme aus dem absoluten Flachland und habs nicht so mit Bergsteigen. Wäre ich nicht in Begleitung von Freunden gewesen und hätten sie mir nicht gut zugeredet, wäre ich nie oben angekommen. Die Aussicht war dann aber absolut fantastisch.

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An meinem letzten Wochenende bin ich mit Max im Nachtbus nach Puno zum Titicacasee gefahren. Dort konnten wir einen atemberaubenden Sonnenaufgang sehen… allerdings aus einem Haus heraus, weil uns zu kalt war um nach draußen zu gehen. Wir sind dann mit einem kleinen Boot zu den schwimmenden Inseln gefahren und anschließend weiter nach Taquile. Auf der Rückfahrt sind wir mit einem Bus mit offener Tür (aus irgendeinem Grund, ließ sie sich nicht schließen) und ausgefallener Heizung gefahren. Ich habe noch nie so sehr gefroren.
Die Temperaturen waren eher gewöhnungsbedürftig. Morgens war ich froh, wenn ich noch 16 Grad im Zimmer hatte. Nach einigen Tagen, hab ich das als richtig warm empfunden. Über Tag war es durch die fast immer scheinende Sonne schön warm und Nachts furchtbar kalt.

In meiner letzten Woche waren meine Mitbewohner zu einem Trekkingtrip aufgebrochen, einige waren schon wieder abgereist und Eva, meine dort beste Freundin war nach Manu gefahren und deshalb habe ich die ganze letzte Woche mit Max verbracht, wodurch ich sehr viele Peruaner kennengelernt und ausschließlich Spanisch gesprochen habe. Vorher war es oft ein buntes Sprachenmischmasch, bestehend aus Spanisch, Englisch und Deutsch.

Da ich schon in Peru war, musste ich natürlich auch Meerschweinchen probieren. Es wird nicht mein Lieblingsessen, aber es ist genießbar. Ansonsten hat mir das Essen recht gut gefallen. Allerdings gab es dort, wo ich gewohnt habe jeden Tag mindestens 2 mal Suppe. Am Ende konnte ich keine Suppe mehr sehen, auch wenn sie fast immer gut geschmeckt hat. Dadurch, dass Cusco so hoch liegt und ich sehr viel Suppe gegessen habe, habe ich wenigstens abgenommen . Oft habe ich im „The Circus“ gegessen. Das Restaurant gehört einem Freund von Max und das Essen war einfach super dort. Außerdem ist die Atmosphäre toll. Ich kann jedem nur empfehlen dorthin zu gehen.

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Im Nachhinein kann ich festhalten, dass es die absolut beste Entscheidung war, diese 6 Wochen in Cusco zu verbringen. Ich konnte aus dieser Zeit sehr viel für mich selber mitnehmen. Außerdem habe ich so viele nette Menschen getroffen, mit denen ich immer noch Kontakt habe. Ich plane bereits nächstes Jahr im Mai wieder hinzufahren. Allerdings nach Lima, weil Max kurz nach mir nach Lima zurückgefahren ist und ich zu ihm fahren werde. Im Ganzen habe ich so ca. 1700 Bilder, zusammen mit denen, die Freunde mit gegeben haben. Ich gucke sie mir immer wieder an, um mich an diese schöne Zeit zu erinnern.

Laura M. 19 Jahre, 6 Wochen Praktikum mit 4 Wochen Intensivkurs in Cusco – Peru

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Aktualisiert am 2. November 2010

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