Reiseforum Peru – Cusco
Die Sehenswürdigkeiten von Cusco in Peru
Die meisten Rückkehrer einer Südamerikareise oder einer Peru-Reise sind sich einig, welche Stadt als die schönste ganz Südamerikas bezeichnet werden kann. Mitten in den Anden gelegen, mit einem phantastischen Panorama auf die umliegenden Berghänge, bezaubernden Alstadt-Gässchen, kolonialer Architektur sowie Relikten und Ruinen aus der Zeit der Inkaherrscher. Die Rede ist natürlich von Cusco, dem ehemaligen Zentrum des ganz Südamerika umspannenden Inkareiches. Als die schönste Stadt Südamerikas, ist es für Cusco natürlich selbstverständlich, dass die Stadt mit zahlreichen und interessanten Sehenswürdigkeiten aufwartet. Um Cusco und wenigstens einen Teil ihrer wunderschönen Umgebung kennen zu lernen, sollte man daher mindestens mit einer Woche Zeit ausgestattet sein. Wer sein Auslandspraktikum, das Freiwillige Soziale Jahr bzw. ein Studium im Ausland in einem Staat Südamerikas verbringt, wird Cusco wahrscheinlich sowieso mit auf der Reiseplanung haben. Für die meisten Teilnehmer einer Peru-Rundreise oder einem Praktikum in Peru ist Cusco der Höhepunkt schlechthin.
Das Zentrum der Stadt Cusco
Im Zentrum der Stadt Cusco sind einige sehenswerte Kirchen zu besichtigen, wie beispielsweise „La Catedral“, die Kathedrale von Cusco und einer der schönsten Kirchenbauten nicht nur in der Stadt, sondern in ganz Südamerika. „La Catedral“ besitzt übrigens die größte und berühmteste Glocke in Lateinamerika. Die Glocke wurde aus vielen Kilos purem Gold hergestellt bzw. verziert und ist 40 Kilometer weit zu hören.
Die Kathedrale befindet sich in der romatischen Altstadt und hat einige Dinge mehr zu bieten. Hunderte von wertvollen Gemälden, goldenen Zeremonienschmuck und andere Verzierungen. Das mächtige Portal der Kathedrale ist eines der vielen bekannten Fotomotive aus Cusco. Weitere wichtige sakrale Bauten sind unter anderem die Kirchen von „La Compania“, „San Blas“, „Santo Domingo“, “Iglesia Recoleta“ oder „La Merced“. Liebhaber alter und schöner Kirchengebäude und Klostermauern kommen in Cusco also voll auf ihre Kosten. Die Plaza von Cusco, die als Ausgangspunkt für eine Stadtführung oder einen Rundgang genutzt werden kann, ist ebenfalls eine der schönsten Südamerikas und lädt einfach dazu ein, in einem der vielen und reizvollen Restaurants, Bars oder Cafes einzukehren und das Treiben auf der Straße zu beobachten.
Die „Plaza de Armas“ von Cusco
Im Zentrum der Stadt befindet sich die „La Plaza de Armas“, einer der wunderschönsten Plätze dieser Art in Südamerika, umgeben
von schönen Anlagen und Kirchen. Die „Plazas“ sind die historischen Zentren der Städte in Lateinamerika, an denen sich das Leben der Stadt abspielte und alle wichtigen Ereignisse stattfanden. Aus historischer Sicht ist die Plaza von Cusco natürlich auch wegen ihrer Vergangenheit aus der Zeit der Inka bedeutsam.
Als die Inka in Cusco herrschten war die „La Plaza de Armas“ der Platz, an dem die Indios ihr berühmtes Fest, das Fest des „Inty-Raymi“ gefeiert haben. Der Platz war derzeit mit Sand ausgefüllt und von einer circa 250 Meter langen Goldkette umspannt. Nach dem die Spanier in Peru ankamen und Cusco eroberten, wurde dieser Platz umgebaut und wird heute von Kirchen dominiert. Auf der „Plaza de Armas“ in Cusco wurde außerdem der letzte Inkaherrscher und sein Nachfolger „Tupac Amaru II“ hingerichtet.
Die Plaza ist heute der Treffpunkt von Touristen und Einheimischern und besitzt eine wunderschöne und durch die vielen alten Gebäude fast schon romantische Stimmung.
Das alte Zentrum der Stadt Cusco bietet natürlich auch andere wichtige Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das berühmte „Casa del Admirante“, in dem sich das Inkamuseum befindet, die nationale Universität „San Antonio de Abad“, ein schönes Gebäude mit indigenen Einflüssen und viele weitere unzählige Prachbauten.
Das „Casa del Admirante“ in dem sich das Inkamuseum befindet, beherbergt viele wertvolle Gemälde, schaurige Mumien und Keramik aus der Zeit der Inka sowie typische und traditionelle Handwerkskunst und Textilien.
Eines der interessantesten Viertel ist das „Barrio de San Blas“, gleichzeitig auch eine der buntesten Gegenden von Cusco. Wegen ihrer schönen Häuser und Pflasterstraßen aus uraltem Stein, der Kirche von „San Blas“ (die gleichzeitig die älteste Kirche von Cusco ist) und ihrem schönen Ausblick auf die Stadt, ist die Gegend von San Blas eines der Hauptziele und Anlaufstellen von Touristen, die Cusco besuchen. Interessant für Besucher der Stadt ist ebenfalls der alte Inkatempel „Qoricancha“, der eines der wichtigsten Heiligtümer der Indios war und aufgebaut wurde, um die Sonne verehren zu können. Mit den unzähligen Kirchen, Klostern, wichtigen kolonialen Prachtbauten und den Heiligtümern sowie Kultstätten aus der präkolombianischen Zeit und Heiligtümern der Inka bietet Cusco wahrlich mehr als hundert nennenswerte Sehenswürdigkeiten.
Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in der Umgebung von Cusco
Die Inkafestung von „Saqsaywaman“
Die Ruinen von Saqsaywaman befinden sich in der Nähe des Zentrums der Stadt Cusco und können von der Plaza de Armas sogar zu Fuß erreicht werden. Wer den Aufstieg zu Fuß scheut, kann für ein paar Cent (vielleicht 0,75 Euro) mit dem Taxi fahren. „Saqsaywaman“ ist eine Festung mit Grundmaßen von über 60 Metern Länge und war neben „Maccu Piccu“ eine der wichtigsten Befestigungsbauten der Inkas. Die Festung wurde von dem Inka „Tupac Yupanqui“ errichtet und später von „Huayna Capac“ erweitert. Die Festung besaß eine hohe Bedeutung für die Inkaherrscher, war der Zugang zu Cusco doch der am meisten gefährdete Bereich im ganzen Reich.
Um die Festung von „Saqsaywaman“aufzubauen, wurden mehr als 40 000 Menschen benötigt und es wurde mehr als 70 Jahre gebaut, was man anhand der gewaltigen Steinquader noch heute erahnen kann. Es ist selbst heute noch nicht vollkommen klar, wie die Inkas diese Festung errichten konnten, denn jeder Steinquader hat eine Größe von 6,2 x 4 x 5 m und wiegt circa 42 Tonnen, was selbst den Bau der Pyramiden in den Schatten stellt, bedenkt man vor allem die exponierte Lage von „Saqsaywaman“ auf einem Berghang über Cusco.
Der Inkalegende nach, soll in „Saqsaywaman“ (oder auch Sachsayhuaman) der Schatz des Inkareiches versteckt worden sein. In den Ruinen wurden von Archäologen insgesamt 16 vollständige Inkagräber mit wertvollen Grabbeigaben entdeckt, vom Schatz der Inka fehlt allerdings weiterhin jede Spur.
Seit Jahren treffen sich in „Saqsaywaman“ Einheimische und Touristen am 24 Juni jedes Jahr, um die Sonnwende und das Fest des „ Inti Raymi“ zu feiern.
Der Tempel „Kenko“
Der große „Kenko“ war ein Tempel für öffentliche Zeremonien der Inka und liegt östlich von „Saqsaysawaman“. Die Tempelfläche beinhaltet ein Amphitheater. Das Theater ist eine halbkreisförmige Fläche (55 m lang) mit 19 Mauernischen, die vermutlich Reste einer riesigen Mauer sind. Die Kultstätten der Inkas in und um Cusco bieten dem Besucher die Möglichkeit, die Kultur dieses einzigartigen Volkes „hautnah“ zu erleben und die Atmosphäre dieser Tempelanlagen und Festungen ist dabei wirklich einmalig. Wer diesen Tempel besucht, sollte sich „La piedra labrada“, einen Fels mit einer schlangenförmigen Opferrinne, die Sternwarte der Inkas („Cusilluchayoc“) und die unterirdische Kammer („La canaleta zigzagueante“) unter den Tempelanlagen unbedingt anschauen.
„Tambomachay“, das Wasserheiligtum der Inka
Ungefähr 8 Kilometer von Cusco befindet sich der frühere „Badeort“ der Inkas.
Das Wasserheiligtum hat eine Größe von 437 qm aus vielen riesigen Steinquadern, Aquädukten und Wasserfällen. Das Wasser sprudelt dabei aus natürlichen thermalen Quellen, die sich in der Nähe des Ortes aus den Anden ergießen.
„Puca Pucara“, die rote Festung
„Puca-pucará“ diente in der Inkazeit als eine Kaserne und gleichzeitig auch als Versorgungsdepot für Narungsmittel. Hier gibt es typische Steingebäude aus der Inkazeit, Bäder und weitere Aquädukte, Aussichtstürme und alte Pfade, die von der Festung in die Umgebung führen.
„Tipon“
21 Km von der Stadt „Oropesa“ befindet sich „Tipon“, ein weiterer wichtiger Platz, an dem die Inkas das Wasser verehrten. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt Cusco. „Tipon“ bietet ebenfalls viele gut erhaltene Anlagen und Gebäude aus den behauenen Steinquadern.
„Tipon“ war in der Inkazeit von sehr vielen Indios bevölkert und diente als Wohnstätte vieler wichtiger Persönlichkeiten der Inka.
„Pikillacta“
„Pikillacta“ ist ein nationaler archäologischer Park mit einer Fläche von 3421 Hektar auf einer Höhe von ca. 3300 Metern über dem Meeresspiegel.„Pikillacta“ ist bekannt, als eine der wichtigsten antiken Großstädte Perus. Hier gibt es Gebäude aus Lehm und Stein, die sogar 3 Stockwerke haben. In der Inkazeit wurde die Stadt „Pikillaqta“ von vielen umherziehenden Indios als vorübergehende Wohnstätte genutzt. Die Ruinen von „Choquepucijo“ sind eine der wichtigsten archäologischen Sehenswürdigkeiten von „Pikillacta“.
Der archäologische Komplex „RAJCHI„
Einer der nennenswerten archäologischen Plätze in der Nähe von Cusco ist „Rajchi“, eine Ansammlung von vielen Gebäuden und Palästen der Inkas und umgeben von kleinen Hügeln. In diesem Komplex gibt es einige wichtige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, wie verschiedene Tempelanlagen, Kasernengebäude, Inkabäder und eine Festungsmauer von mehr als 4 Kilometer Länge, die sich um die ganze Stadt zieht. Die gigantische Mauer zeigt die ehemalige Bedeutung des Komplexes von „Rajchi“, der als militärischer Vorposten diente und von dem aus die Inkas die militärische Expansion in Richtung des Titicacasees unternahmen.
Posted by A.S. Diaz-Menendez, Chiclayo/ Peru
In Cusco gibt es einige Angebote um ein Praktikum in Peru zu absolvieren, ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer der vielen karikativen Einrichtungen abzuleisten oder bei einer internationalen Hilfsorganisation zu arbeiten. Cusco ist zwar wesentlich teurer als beispielsweise Chiclayo oder Randbezirke von Lima, doch man sollte auf jeden Fall einmal in dieser ganz besonderen Stadt gewesen sein. Wer sein Praktikum in Peru nicht vollständig im teuren Cusco absolvieren möchte, ist die beste Alternative, einen Praktikumsplatz in Chiclayo zu finden und anschließend in den Ferien oder in einer Verlängerung des Auslandsaufenthaltes nach Cusco zu reisen. Für eine Perureise bietet sich hierbei die Tour von Lima nach Nasca bzw. Ica und dann weiter über die typische Peru-Rundreiseroute Cusco und Arequipa bis nach Lima an. Wir empfehlen unseren Teilnehmern allerdings die Peru-Rundreise nicht in der Reihenfolge zu absolvieren, wie sie die meisten Touranbieter im Eilverfahren durchführen, sondern lieber erst an die Küste und anschließend durch die Anden, an Cusco, Arequipa, dem Colca Canyon und Maccu Picchu vorbei zu reisen. Wer die Rundreise in dieser Reihenfolge unternimmt, erspart sich den gewaltigen Höhenanstieg, der den Reisenden auf der umgekehrten Route erwartet. Gerade in den Anden Südamerikas ist mit diesem Höhenanstieg und den damit verbundenen Risiken nicht zu spaßen. Für die Erkundung der näheren Umgebung Cuscos und der vielen Möglichkeiten, uralte Relikte der Inkas zu bestaunen, sollte man sich also mindestens 5 Tage, besser natürlich ein bis zwei Wochen einplanen. Für Sprachreisen nach Cusco bieten wir unseren Teilnehmern eine große Auswahl an Spanischkursen sowie Quechua-Unterricht in Cusco.
Aktualisiert am 19. Februar 2009


Letzt Kommentare