Reiseforum Peru – Der Inka Trail zum Maccu Piccu

Der weltberühmte Inka Trail ist eine der vielen Möglichkeiten um die Landschaft des ehemaligen Inkareiches in Peru aus der Nähe kennen zu lernen und diese dabei auch intensiv zu genießen. Dabei ist der Inka Trail einer der begrenzten Möglichkeiten um von Cusco zum Maccu Piccu zu gelangen. Die Inka errichteten während Ihrer Herrschaft in Südamerika ein gewaltiges Netz aus Straßen und Bergpfaden die durch schwierigstes Terrain führen. Alle Wege und Pfade die von den Inkas gebaut wurden, führen letztendlich zum ehemaligen „Nabel“ des Reiches, nach Cusco. Cusco, von den Inkas auch als Nabel der Welt bezeichnet, war die ehemalige Hauptstadt und das politische und religiöse Zentrum der Inkakultur. Nach den Inka, benutzten die spanischen Eroberer die Wege und heute wandeln Touristen auf den Pfaden, um beispielsweise zum „Maccu Piccu“ aufzusteigen.

Zu den Zeiten, als die Inka über Peru und fast ganz Südamerika herrschten, waren die Inkapfade eines der wichtigsten Kommunikationsmittel und dienten dazu, Nachrichten zwischen den einzelnen Städten und Zentren des Reiches “Tahuantinsuyo“zu übermitteln.
Die Übermittler dieser Nachrichten, waren die so genannten „Chasquis“, also die Läufer bzw. Boten der Inka, die von Stadt zu Stadt liefen und wichtige Informationen überbrachten. Am wichtigsten war dabei natürlich die Übermittlung der Informationen von und zur Hauptstadt Cusco.

Von den Inkapfaden in Südamerika waren vier Wege am bedeutungsvollsten. Dazu gehört selbstverständlich der Weg von Cusco in Peru nach Quito in Ecuador. Quito war zeitweise der Sitz des Inkaherrschers und fast genauso wichtig wie Cusco. Der zweite wichtige „Camino del Inka“ führte von der peruanischen Stadt Nazca nach Tumbes (ebenfalls in Peru). Von Cusco zweigte eine weitere „Hauptstraße“ nach „Chuquiago“ in Bolivien ab und eine weitere in Richtung „Arica“ (ein Ort in der Atacama-Wüste in Chile), die bis nach „Tucuman“ in Argentinien reichte. Dieses Netz aus Straßen und Pfaden zeigt die Ausbreitung des Inkareiches in Südamerika und die Macht, die von diesem Reich ausging und die mit dem römischen Reich verglichen werden kann.

Die Inkapfade befinden sich teilweise auf einer Höhe von über 5000 Metern und obwohl sie vor tausenden bzw. hunderten von Jahren gebaut worden sind, kann man sie bis heute als Kommunikationsmedium und Verkehrsnetz nutzen. Sie verbinden heute noch viele Dörfer und Städte und da auf ihrer Strecke hunderte von Ruinen, Tempelanlage, Kasernen und Kultstätten der Inkas liegen, werden sie heute von Touristen und Einheimischen genutzt um die Landschaft zu erkunden.

Der Inkaweg nach „Machupichu“

Der berühmteste Inkapfad ist wohl der Inka Trail zum Maccu Piccu (auch Machupichu, Maccu Picchu oder Machu Pichu geschrieben), dem berühmtesten Bauwerk ganz Südamerikas. In den Anden bei Cusco liegt diese mystische vergessene Stadt und ist mittlerweile der Höhepunkt jeder Südamerikareise und eines der „Neuen Weltwunder“.

Die Strecke von Cusco zum Machupichu kann dabei, je nach persönlichem Geschmack, in zwei bis vier Tagen bewältigt werden, wobei verschiedene Streckenabschnitte des Inkatrails zur Verfügung stehen. Zu empfehlen ist dabei die Variante mit vier Tagen, da man dabei eindeutig mehr von der atemberaubenden Landschaft mitbekommt und sich weitaus mehr Zeit lassen kann. Als Ausgangspunkt für eine Tour zum Machupichu kann man beispielsweise „Urubamba“ oder „Ollanta“ wählen, zwei kleine Städte in der Nähe von Cusco. Man sollte sich auf jeden Fall einen örtlichen Reiseleiter oder einen Tourführer nehmen oder sich einer Reisegruppe anschließen. Die Fahrt von Cusco nach „Urubamba“ oder „Ollanta“ kann mit dem Zug, dem Bus oder mit dem Auto durchgeführt werden.
Die meisten Reisegruppen nutzen die beiden Städtchen um die letzten Besorgungen zu machen und Wasser sowie Lebensmittel für den Inkatrail einzukaufen.

Die meisten Touren wählen bei einer zweitägigen Tour am ersten Tag die Strecke hoch über dem kleinen Dorf „Llaqtapata“, weiter nach „Miscay“ und zu den Ruinen der Inkafestung „Willcarapay. Am ersten Tag wird oft Station in „Jatunchaca“ oder „Wayllabamba“ gemacht. Die beiden Dörfer sind eine gute Alternative um zu übernachten, will man nicht wie die meisten Wanderer auf dem Inkatrail im Zelt schlafen. Ein weiterer Weg nach „Wayllabamba“ ist die Strecke, die an den Ruinen von „Llaqtapata“ vorbeiführt. Am zweiten Tag sind die Ruinen von „Phuyupatamarca“(über 3630m) oder „Winaywayna“, einige der Hauptsehenswürdigkeiten auf der Strecke.

Der Inkatrail führt durch Höhenlagen, die nicht unbedingt etwas für Menschen mit einer Gehbehinderung oder einer schwachen körperlichen Konstitution sind und man sollte sich vorher genau überlegen, an welchem Abschnitt man den Inkatrail beginnen möchte. Eine weitere Alternative ist die Begehung des letzten Abschnitts von „Aguas Calientes“ bis zum „Machupichu“, für die man nur einige Stunden benötigt. „Aguas Calientes“ ist ein kleines Städtchen am Fuße des „heiligen Berges“ und bietet Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und eine Buslinie zum „Machupichu“. Die Linie fährt in modernen Kleinbussen mehrmals in der Stunde den Berg hinauf. Wer sein Auslandspraktikum in Peru oder einem anderen Land in Südamerika durchführt oder eine Südamerikareise plant, sollte einen Besuch des „Machupichu“ und der Stadt Cusco auf jeden Fall mit einplanen. Cusco und der heilige Berg der Inka sind ein absoluter Höhepunkt für jede Reise durch Südamerika.
Posted by A.S. Diaz

Aktualisiert am 21. Februar 2009

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