Sehenswürdigkeiten in Peru
Neben den vielen Sehenswürdigkeiten in Peru, die in jedem Reiseführer stehen und die jeder Tourist und jeder Teilnehmer an einem Auslandspraktikum oder einem Freiwilligendienst in Peru
mit einplant, gibt es in der Andenrepublik tausend andere kleine Sehenswürdigkeiten und interessante Plätze in fast jeder Stadt.
Ein Beispiel sind einige der Städte an der Küste Perus wie Tacna oder Ica. Viele Südamerikareisende entscheiden sich für die Kombination von Peru und Bolivien. Von Lima wird dabei über Cusco und Arequipa nach Bolivien gereist wo der spektakuläre Salar de Uyuni und die Anden Boliviens auf dem Programm stehen. Anstatt wieder auf dem gleichen Weg zurück zureisen, entscheiden sich viele dafür, den Weg über Chile und San Pedro de Atacama fortzusetzen. Der Weg zurück nach Peru führt dabei über die peruanische Grenzstadt Tacna und danach über die Region Ica mit den Städten Nasca und Ica. Tacna ist mit Sicherheit eine sehr interessante Stadt mit einem wie bei vielen anderen peruanischen Städten einmaligem Flair. In Tacna selber werden sehr viele Feste und Feiern zu besonderen Anlässen abgehalten und die Plaza de Armas in Tacna kann sich durchaus mit anderen berühmten Plazas in Peru messen.
Die Stadt ist in Peru ebenfalls berühmt dafür, dass man in der Freihandelszone äußerst günstig einkaufen kann. Viele Peruaner kommen hierher, um günstig Elektrogeräte wie Fernseher und Stereoanlagen einzukaufen. Für Touristen ist hier nur äußerst wichtig, die eingekauften Gegenstände vor der Abreise auch noch registrieren zu lassen. Dieses kann man beispielsweise am Terminal de Terrestre nach dem Kauf des Bustickets erledigen. Am Busterminal gibt es ein eigenes Büro der peruanischen Zoll- und Finanzbehörde an dem man für die Gebühr von einem Sol (umgerechnet ca. 25 Eurocent) Gegenstände von bis zu einem Wert von 25.000 Sol (Stand 2010) zollfrei ausführen kann.
> Alle Praktikumsstellen in Peru
Tacna lohnt daneben noch aus vielen anderen Gründen einen Besuch. Sehenswert sind beispielsweise die heißen Thermalquellen- und Bäder die man von der Stadt aus mit einem Taxi oder einem Microbus erreichen kann. Eine halbe Stunde Baden in einem Privatbecken kostet für zwei Personen dabei umgerechnet ca. 3 Euro.
Fährt man von Tacna weiter, kann man entweder direkt nach Lima reisen oder vorher noch einen Abstecher in die Region Ica unternehmen. Ica bietet neben der kleinen Stadt Nasca mit den weltberühmten Linien von Nasca natürlich noch viele weitere sehenswerte Plätze. Die Linien von Nasca, beanspruchen in der Regel nur einen Tag mit Übernachtung, der ausreicht um einen Rundflug in einem der Kleinflugzeuge über atemberaubenden Überreste einer geheimnisvollen Zivilisation zu unternehmen. Doch aufgepasst, hier ist es wieder so wichtig, die Preise der ortsansässigen Agenturen zu vergleichen. Während man einen Rundflug über die Linien von Nasca in der Nebensaison schon für rund 30 US-Dollar bekommen kann, zahlen manche Touristen bis zu 130 Euro für ein solches Paket. Nasca ist eine Besonderheit, die man in jedem Touristenführer empfohlen bekommt. Weniger berühmt ist dabei aber die namensgebende Hauptstadt der Region – nämlich Ica. Ica selber hat kein besonders schönes Stadtbild und auch keine empfehlenswerte Plaza, allerdings viele sehenswerte Plätze. Keine 5 Autominuten vom Zentrum Icas befindet sich die Osae Huacachina. Dieses einmalige Plätzchen mitten in der Wüste Perus ist der Ort schlechthin, möchte man einmal richtig „Sandboarden“. Rings um die idyllische Wüstenoase mit vielen netten (und billigen) Hotels mit Swimmingpools, erheben sich gigantische Sanddünen auf die man mit futuristisch anmutenden Wüstenautos fahren oder selber besteigen kann. Für umgerechnet 1,20 Euro kann man sich in den vielen Läden der Oase „Sandboards“ ausleihen, also Snowboards, mit denen man die riesigen Sandddünen herunterfährt – ein wirklich einmaliger Spaß!
> Alle Praktikumsstellen in Ecuador
Wer in Ica weilt, sollte sich aber auch zumindest eine der ältesten Bodegas Perus besuchen, den Ica ist die Hauptstadt des Weinanbaus und der Schnapsbrennerei in Peru. 10 Minuten und ca. 13 Soles (umgerechnet 3,20 Euro) kostet die Fahrt zu einem der traditionellen Weingute, in denen nicht nur Weiß-und Rotwein, sondern auch Rose und eben der berühmte Pisco, der Schnapps Perus hergestellt wird. In fast jeder der Bodegas an einem dieser Orte kann man sich in aller Ruhe die Herstellung vorführen lassen und reichlich Wein und Pisco kosten (meist gratis).Nachher laden die meisten Bodegas in einem typischen Restaurant zu einer regionalen Spezialität ein.
Die Stadt Ica ist aber ebenfalls Ausgangspunkt für einen Ausflug in den berühmten Paracas-Nationalpark und die berühmten Islas Ballestas. Egal ob man sich für eine der zahlreichen Touren entscheidet und den Paracas-Nationalpark in einer Gruppe bereist oder ein eigenes Taxi mietet, die Fahrt dauert in der Regel ca. 1 Stunde. Das Paracas-Reservat wird aus der Paracas-Bucht und den Islas Ballestas gebildet und ist die Heimat der vorinkaischen Paracas-Kultur. Heute dient das Nationalreservat hauptsächlich dazu, die vielen Meeressäugetiere wie Robben und viele Vogelarten wie Pinguine und Flamingos zu schützen. Eine fünfstündige Tour zum Paracas-Nationlapark (2 Stunden für Hin- und Rückweg, drei Stunden Aufenthalt mit Bootstour zu den Islas Ballestas) kostet ab 60 Soles aufwärts (umgerechnet 15 Euro pro Person). Von Ica nach Lima sind es dann wieder ca. 4 bis 5 Stunden Busfahrt, wobei es hier deutlich mehr Anbieten gibt, als beispielsweise von Tacna nach Ica.
> Praktikum in Südamerika – alle Programme
Aktualisiert am 31. August 2010


Letzt Kommentare