Städte in Peru: Cuscos Geschichte
Cusco, die heute berühmteste und älteste Stadt Südamerikas (sie ist über 3000 Jahre alt), wurde erstmals von Menschen besiedelt, die der „Chanapata Kultur“ abstammten und zwar schon lange, bevor die Inkas diese Stadt als Zentrum ihres Imperiums erbauten. Damals bestand die Bevölkerung in Cusco aus einfachen Bauern und Lamazüchtern, die eher unorganisiert zusammenlebten. Mit der Zeit wurde die Bevölkerung der Stadt aber von Auswanderern anderer Volksstämme besiedelt und Cusco wuchs ständig.
Nach einer peruanischen Legende, haben der erste Inka „Manco Capac“ und seine Schwester „Mama Ocllo“, die aus dem Titicacasee gestiegen seien, die Stadt Cusco und gleichzeitig die so erfolgreiche Dynastie der Inkas in Peru bzw. in ganz Südamerika gegründet.
Die Inkas spielten danach eine große Rolle bei der Entwicklung Cuscos. Sie haben die ersten Gesetze eingeführt, haben Tempel und Paläste bauen lassen, die noch bis heute zu besichtigen und zu bewundern sind und schufen damit erst die Stadt in den Anden Perus. Die Bauten der Inkas wurden von der damaligen Bevölkerung Cuscos als heilig wahrgenommen und deswegen verzierten sie ihre Tempel und Paläste mit üppigem Schmuck aus Gold, Silber und Kupfer. Der Staat der Inkas in Südamerika war sehr reich und mächtig und ein wahres Eroberungsimperium. „El Tahuantinsuyo“, das Reich der Inkas, breitete sich fast in ganz Südamerika, von Ecuador und Kolumbien, über Peru bis nach Chile und Argentinien aus. Hauptstadt der Inka-Kultur und gleichzeitig religiöses und weltliches Zentrum der Inkas war aber immer Cusco bzw. Peru.
Das Wort „Tahuantinsuyo“, kommt aus dem Quechua, neben dem Aymara eine der ältesten Sprachen Lateinamerikas (die auch heute noch von ca. 10 bis 16 Millionen Menschen in den südamerikanischen Ländern gesprochen wird) und bedeutet auf Spanisch „los cuatro suyos“. Der Name kam daher, dass das Imperium der Inkas aus vier Gebieten bestand (die Teiles des Reiches hießen: Chinchaysuyo, Antisuyo, Collasuyo und Contisuyo). Allgemein war das Leben der Menschen im Reich der Inkas nach drei Gesetzen ausgerichtet. Das erste Gesetz (Ama Sua) bedeutet „sei kein Dieb“, das zweite (Ama Llulla) bedeutet „sei kein Lügner“ und das dritte Gesetz (Ama Quella) hatte die Bedeutung, „sei nicht faul“. Wer sich während der Herrschaft der Inkas in Peru nicht nach diesen Gesetzen richtete, bezahlte dafür mit seinem Leben.
„El Tahuantinsuyo“ war das größte und reichste Imperium in der Geschichte Südamerikas und eines der mächtigsten Reiche der ganzen Weltgeschichte. Es umspannte fast den ganzen Kontinent, trieb Handel mit anderen Volksstämmen und Kulturen und führte erfolgreiche Kriege gegen andere ethnische Gruppen.
Während einer internen Krise im Jahr 1533, die eine Folge des langen Streits zwischen den Brüdern Athualpa und Huascar war, die sich wegen des Herrschens über das Imperium stritten, kamen jedoch die Spanier in der Hauptstadt des südamerikanischen Inkareiches in Cusco an.
Pizarro und sein Gefolge aus Spanien nahmen alles was sie mitnehmen konnten, töteten die Inkas und zwangen die wenigen Indios die das grausame Blutbad überlebten, als Sklaven zu dienen. Damit sie das ganze Gold aus Peru mitnehmen konnten, ließen die Spanier alle Ornamente, Schmuck und alle Gegenstände, die aus Gold, Silber oder anderen Edelmetallen hergestellt waren einschmelzen und zusammentragen. Die Eroberer waren damals die reichsten und berühmtesten Leute ganz Spaniens, viele von ihnen wanderten deshalb ganz nach Peru aus und stellten dort ihre eigenen Gesetze für sich und die Einwohner der eroberten Länder Südamerikas auf.
Trotz der schlechten Waffen der Indios und der wirklich geringen Chancen zu siegen, hatte sich die Bevölkerung mehrmals gegen die Spanier erhoben und leistete erbitterten Widerstand. Die Indianer glaubten immer, dass der Inka zurückkehren würde und deswegen versuchten sie, sein heiliges Vermächtnis weiter zu bewahren. Doch nach der Gründung der neuen Hauptstadt Lima, verlor Cusco immer mehr an Bedeutung und obendrein folgten noch Erdbeben und Brände in der Stadt.

Heute ist Cusco ein faszinierender Ort mit einer reichen Kultur, interessanten und geheimnisvollen Gesichtern sowie eindrucksvollen Tempeln und Palästen, die der Grund dafür sind, dass Cusco wie keine andere Stadt auf der Welt Besucher anzieht. Wer lange in Cusco bleiben möchte, hat die Möglichkeit aus vielen Beschäftigungsalternativen zu wählen. Während einem Auslandsaufenthalt in Peru bzw. einem Auslandsaufenthalt in der Andenmetropole, bietet sich unter anderem ein Praktikum in Cusco, ein Studium an der Universität Cuscos, ein Sprachkurs oder auch freiwillige Arbeit in einer Hilfsorganisation an.
Der heilige Berg „Maccu Picchu“ (manchmal auch Maccu Pichu oder Maccu Piccu geschrieben), bewundernswerte und wunderschöne Ausblicke auf die Bergwelt der Anden oder Städte wie Arequipa, mit dem nahe gelegenen Colca Canyon (der größte Canyon der Welt), sind nur ein paar wenige Gründe, um während einer Peru Rundreise oder einem Auslandsaufenthalt in Peru nach Cusco zu kommen und die Welt der Anden zu erkunden.
Egal was man während dem Auslandsaufenthalt in Cusco machen möchte, man erhält auf jeden Fall die Gelegenheit, die schönste Stadt ganz Südamerikas kennen zu lernen.
Posted by A.Celis, Chiclayo/Peru
Aktualisiert am 28. Januar 2009


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